Ferraris Haussegen hängt schief

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Nachdem der neue Ferrari-Bolide F60 von der Presse, aufgrund eines technischen Defekts in einer der ersten Testrunden, als „Rote Gurke“ bezeichnet wurde und nicht erlaubte Auspuffrohre entdeckt wurden, schallt es nun die nächste Ohrfeige für die Italiener: Felipe Massa stichelt gegen seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen.

Der neue Ferrari-Bolide F60 wurde mit vielen Kinderkrankheiten geboren. Das Energiewiedergewinnungssystem KERS wurde gar nicht erst ausprobiert und trotzdem haben Ferraristi Probleme mit der Technik. Nun der nächste Schock: Die Italiener haben sich dem neuen Regelwerkentgegengesetzt, indem sie Auspuffrohre aus der Verkleidung herausragen lassen haben. Nach dem Regelwerk der Saison 2009 ist genau dies nicht erlaubt, da die Teams ihre Auspuffe ansonsten als eine Art Zusatzflügel oder Leitbleche umfunktionieren können.

Die nächste „Ohrfeige“: Obwohl Massa in der WM vor Räikkönen stand, bekam der Finne Räikkönen die Nummer Drei, Massa hingegen lediglich die Startnummer vier zugewiesen. Felipe Massa äußerte sich dazu wie folgt: „Da muss sich die FIA vertan haben. Aber Zahlen sind Zahlen. Im letzten Jahr hatte er die 1 und ich die 5. Am Ende stand ich vor ihm“.

Räikkönen entgegnete zum Kommentar des Brasilianers gewohnt cool:“Massa wird gut sein. ob mich das stimuliert, weiß ich nicht“. Ist der 29-Jährige Finne der bestbezahlteste, phlegmatische Mensch der Welt? Wie apathisch muss man sein, um in einem Formel-1-Boldien der Marke Ferrari zu steigen und desinteressiert sein?

Die Ferraristi haben große Probleme, die sie im besten Fall noch vor Beginn der Weltmeisterschaft lösen müssen. Die technischen Probleme wird Ferrari schon noch rechtzeitig hinbekommen. Ich würde sagen, dass es am besten für alle Beteiligten ist, wenn Stefano Domenicali endlich Räikkönens Cockpit auch offiziell für Fernando Alonso bestätigt – und zwar ab 2010.