W Series: Britin Chadwick feiert ersten Gesamtsieg

Brands Hatch – Die Britin Jamie Chadwick hat sich als erste Gesamtsiegerin der neuen Frauen-Rennserie W Series das Preisgeld in Höhe von rund 440.000 Euro gesichert.

Der 21-Jährigen reichte in ihrem Heimrennen auf dem 3,9 Kilometer langen Kurs in Brands Hatch ein vierter Platz, um sich in der WM-Wertung mit zehn Punkten vor der Niederländerin Beitske Visser durchzusetzen. Den Sieg im sechsten und abschließenden Saisonlauf feierte die Britin Alice Powell. Chadwick war von der Pole Position in das 30-minütige Rennen gegangen, konnte diesen Platz aber nicht halten.

Die W Series wurde in diesem Jahr erstmals durchgeführt und soll dabei helfen, das Frauenbild im Motorsport zu entstauben. Aus mehr als 50 Bewerberinnen wählte eine Fachjury die 18 Pilotinnen aus. Die in Südafrika aufgewachsene Naomi Schiff startete dabei unter deutscher Flagge. Nicht allein Fahrtalent war entscheidend, auch technisches Verständnis und öffentliches Auftreten spielten bei der Vergabe der Startplätze eine Rolle. Alle Kosten für die Teilnahme am Wettbewerb mit Einheitsautos im Formel-3-Standard wurden übernommen.

Chadwick, die zuvor als erste Frau die britische GT-Meisterschaft gewann, träumt auch von einer Formel-1-Karriere und ist bereits Teil des Entwicklungsprogramms beim Williams-Rennstall. Bisher hat es nur eine Frau in den mehr als 1000 Formel-1-Rennen in die Punkteränge geschafft. Die Italienerin Lella Lombardi ergatterte 1975 bei einem abgebrochenen Grand Prix als Sechste einen halben Zähler. Erste Fahrerin in der Königsklasse war Maria Teresia de Filippis. Andere wie zuletzt die Britin Susie Wolff starteten nie in einem Grand Prix.

Fotocredits: Hasan Bratic
(dpa)

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