Sven Hannawald gibt sein Motorsport Debüt

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Der ehemalige Skispringer Sven Hannawald ist erfolgreich ins ADAC GT Masters gestartet. Nach Depressionen und Burn-out sucht er nun sein Glück auf der Rennstrecke. Einen ersten Pokal hat er auch gewonnen.

In der Motorsport Arena Oschersleben ging es heiß her am Wochenende. Die Piste beim ADAC GT Masters-Rennen war teilweise sehr rutschig und verlangte den Piloten viel Fahrkönnen ab.

Sven Hannawald gewinnt Pokal

Mit dem ADAC GT Masters begann für Sven Hannawald seine erste komplett Motorsport-Saison. Eigentlich steht sein Name für große deutsche Erfolge im Skispringen. Bis heute ist er der einzige Athlet, der alle vier Wettbewerbe der Vierschanzentournee gewinnen konnte und damit Sport-Geschichte geschrieben hat. Das war in der Saison 2001/02, danach folgten für den Mannschafts-Olympiasieger Depressionen und schließlich der Burn-out.

2005 beendete Hannawald seine Karriere als Skispringen, seitdem ist er in anderen Gefilden unterwegs. Zum Motorsport hat es den 35jährigen Münchener getrieben, erst nur sporadisch, jetzt für ein Jahr unter Vertrag als aktiver Fahrer.

Zusammen mit Teamkollege Thomas Jäger teilt er sich eine gut 500 PS starke Corvette. Beim ADAC GT Masters fuhr Hannawald auf zuerst nasser, dann immer trockener werdender Rennstrecke mit Regenreifen auf Platz zehn. Das brachte zwar keine Punkte, aber dafür fuhr er in der Rookie-Wertung (Amateur) auf den zweiten Rang und bekam dafür sogar seinen ersten Pokal.

Porsche holt beide Rennsiege

Mit dem Sieg hatte Hannawald natürlich nichts zu tun, den sicherten sich in beiden Rennläufen die  Porsche-Duos Tim Bergmeister und René Rast sowie Niclas Kentenich und Sebastian Asch. Platz acht und damit einen Meisterschaftspunkt sicherte sich im Audi R8 LMS Luca Ludwig, Sohn von Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig, zusammen mit seinem Teamkollegen Christopher Mies.

Hannawald will seine erste Rennsport-Saison ruhig angehen lassen. „Ich habe da keinen Stress, ich bin ja nicht in der Favoritenrolle“, sagte Hannawald nach dem Rennen. Noch braucht er Zeit und Praxis, um sich an die Geschwindigkeiten und die Technik zu gewöhnen, aber in die Zukunft blickt Hannawald positiv. „Das Engagement mit dem Team ist erstmal für ein Jahr. Aber ich denke, dass ich Motorsport auf jeden Fall langfristig machen will.“