Revue: DEKRA Tempelhofer Oldtimertag 2018

Gemäß der Devise „wer rastet, der rostet“ stand beim diesjährigen Tempelhofer Oldtimertag Bewegung für Veteranen des Straßenverkehrs auf dem Zettel. Und auch ohne Teilnahe an der Ausfahrt gab es beim innerstädtischen Oldtimertreffen einiges zu entdecken.

Servicewüste Deutschland? Nicht bei der DEKRA, die am 26. Mai zwei, drei- und vierrädrige Klassiker auf ihren ruhig gelegenes Stützpunkt im Berliner Stadtteil Tempelhof lud. So standen im Rahmen der neu für den Tempelhofer Oldtimertag eingeführten Oldtimer-Sprechstunde kompetente und vom alten Eisen begeisterte Mitarbeiter und Sachverständige interessierten Oldtimer-Besitzern hilfreich zur Seite, wenn es darum ging, einen Blick unters Fahrzeug zu werfen, eine Lackschichtdickenmessung oder einen Bremsentest zu erledigen. So etwas wünscht sich der Schnauferlfreund doch von seiner Kfz-Prüforganisation! Passend dazu war auch der ADAC vor Ort, und auch Kollegnde des expandierenden Lokal-Magazins Oldtimerreporter ließen sich nicht zweimal bitten

 

Oldtimerausfahrt ins Grüne

Höhepunkt vom Tempelhofer Oldtimertag 2018 war zweifelsohne die gemeinsame Ausfahrt mit Oldtimer-Quiz – augenzwinkernd, aber völlig korrekt als probates Mittel gegen Standschäden angekündigt, die bekanntermaßen dem Wert und der Verkehrssicherheit der Veteranen alles andere als zuträglich sind. Hierzu eingeladen hatte die DEKRA jeder Oldtimer und Youngtimer, im Vorfeld war eine Anmeldung abzugeben. Auch in diesem Jahr erhielt ein jeden Teilnehmer ein entsprechendes Rallyeschild, so wie bei deutlich größeren Veranstaltungen dieser Art. Das auf 80 Plätze limitierte Starterfeld genoss eine rund 80 Kilometer weite Tour und gut zwei Stunden dauernde durch Berlin sowie die südöstlichen Vororte der Bundeshauptstadt, entlang an Seen und Alleen, aber auch Autobahnen. Warum auch nicht? Dort musste sich das Gros der gemeldeten Wagen schließlich auch in jungen Tagen behaupten.

Mobile Leckerbissen beim Oldtimertreffen in Berlin

Für die Gäste gab es beim Tempelhofer Oldtimertag so manches Schmankerl zu erblicken: Wie wäre es mit einem AWS Shopper, einem gescheiterten Kleinstwagen aus dem Westberlin der 70er Jahre? Wie wäre es mit einem ansehnlichen 68er Dodge Charger? Wie wäre es mit einem Porsche 911 Carrera, der seinem Namen alle Ehre machte und im Kofferraum eine Carerra-Bahn barg? Oder gleich einer ganzen Reihe potenter BMW Modelle der 60er und 70er wie 2000 tilux, 2002 tii oder auch 2002 turbo? Einem in Ehre gealterten Opel Commodore B GS/E Coupé, einem Mercedes 450 SEL 6.9, einem UAZ 69, mehreren Fiat 500, einem Matra Murena, gar einem brasilianischen Puma GT auf VW-Basis? Und wer hatte schon einmal ein toprestaurierte Terrot von 1926 gesehen?

Beim Tempelhofer Oldtimertag bestens informiert

Auch in diesem Jahr wurden vorab allen Teilnehmern laminierte Datenblätter geschickt, um diese am Tag des Oldtimertreffens hinter der Windschutzscheibe auszulegen. Neben den vom Besitzer gegebenen fahrzeugspezifischen Informationen enthielten die Datenblätter auch Wissenswertes zur jeweiligen Modellreihe – eine prima Sache für all jene, die zu bestimmten Modellen mehr erfahren oder sich generell einen Überblick der Materie verschaffen wollten. Denn was tun als Neugieriger, wenn bei Fragen gerade nicht der Eigentümer vom Oldtimer an seinem Schätzchen steht? Was wir tun, wenn die DEKRA 2019 wieder zum Tempelhofer Oldtimertag bittet, ist klar: frühzeitig anmelden und auf einen Startplatz hoffen.

Bilder: ©Arild Eichbaum

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