GP Deutschland: Hamilton dominiert trotz riskanter Taktik

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Lewis Hamilton triumphierte gestern beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring. Aber so einfach war der Sieg dann doch nicht. 35 Runden lag der WM-Führende klar an der Spitze bis der Deutsche Timo Glock in die Mauer knallte und eine Safety-Car-Phase auslöste.

Der Toyota-Pilot trug zum Glück nur leichte Blessuren davon. Die vorne liegenden Teams riefen ihre Fahrer zum voll tanken in die Box, so dass sie bis zum Ende durchfahren konnten Beim Mercedes-Team wurde lediglich der Wagen von Heikki Kovalainen betankt. Hamilton wurde hingegen nicht in die Box beordert, denn es wurde mit einer viel kürzeren Safety-Car-Phase gerechnet.Somit hatte sich das Silberpfeil-Team verschätzt und Hamilton musste 16 Runden vor dem Ende noch einmal zum tanken in die Box und rutschte somit auf Platz fünf zurück. Eigentlich ist eine Teamorder verboten. Aber sein viertplatzierter Teamkollege Kovalainen ließ Hamilton gewähren. „Er ist ein Gentleman. Das war ein sehr sportliches Verhalten“, fand Teamchef Ron Dennis zum Finnen respektvolle Worte.

Der junge Brite begann mit einer überirdischen Aufholjagd, wobei er Nick Heidfeld (BMW Sauber), Ferrari-Pilot Felipe Massa und den Überraschungs-Dritten Nelson Piquet Jr. überholte und bei seinem ersten Triumph in Hockenheim erzlielte. „Nicht so schlimm, ich habe es genossen“, funkte Hamilton im Ziel an Dennis durch, der sich für die riskante Taktik bei seinem Schützling entschuldigte.

Diese Leistung des britischen Superstars, trotz des Fast-Maleurs, und der Ausbau der WM-Führung waren eine deutliche Ansage an die „Scuderia Ferrari“. Die Italiener errangen in den letzten beiden Rennen nur 14 Punkte, genau halb so viele wie McLaren-Mercedes. Können die beiden Ferrari-Piloten in den verbleibenden acht Rennen noch zurückschlagen? Für die Spannung der Formel 1-Saison 2008 wäre es schön.