Hyundai i20 Test: Chic im Kleinformat

Sparsam bis ärmlich d ausgestattet muss heutzutage kein Kleinwagen mehr sein, wie der Hyundai i20 Trend belegte. An Komfort und Fahrspaß ließ es der i20 für unseren Fahrbericht nicht mangeln.

Hallo, mein Hübscher! Anders ist unser samt Dachspoiler mit dritter Bremsleuchte, sowie Stoßfängern, Türgriffen und Außenspiegelkappen in Iced Coffee Metallic zum Preis von 650 Euro gespritzter Hyundai i20 Trend wohl kaum adäquat zu begrüßen. Nur gut, dass das Interieur nicht um nichts weniger durchgestylt ist: Die ans Äußere angepasste Zweifarb-Ausstattung lässt auch den Armaturenträger nicht aus, die Mittelbahnen der kommoden Sitze im Farbton Cappucino sind nicht nur von der Bezeichnung her stimmig. Weiterer Vorzüge des i20 Trend stellen der in der Höhe justierbaren Fahrersitz, Multifunktions-Lederlenkrad und -schaltknauf, Lenkradheizung sowie Temporegelanlage mit -begrenzer, all das steigert die Vorfreude auf die Probefahrt wesentlich.

 

Der Hyundai i20 ist kein Ausbund an Übersichtlichkeit

Leider stand beim Hyundai i20 Test nicht das aufpreispflichtige Infotainmentsystem zur Verfügung, sondern nur das stets verbaute CD-MP-3-Radio mit USB- und AUX-Anschluss sowie Bluetooth-Verbindung. „Nur“ ist in diesem Falle aber relativ, den akustisch gefällt das gerät, und separate das Tomtom-Navi am Saugnapf führet uns genauso zielsicher in ein Rüsselsheimer Siedlungsgebiet. Zwischen den unzähligen Neubauten gibt der i20 ein starkes Bild ab. Allerdings ist es kein Vergnügen, bei Parkmanövern lediglich die serienmäßigen beheiz- und elektrisch verstellbaren Außenspiegel sowie die hinteren Parksensoren nutzen zu können, der Hyundai Kleinwagen bietet durch Heck- und hinter Seitenfenster ein eher geringfügiges Sichtfeld. Gewiss hilfreich wäre an dieser Stelle das Radio-Navi inklusive Rückfahrkamera zu 1.200 Euro, doch ist das leider der Spitzenversion i20 Style vorbehalten.

Der Turbomotor begeisterte beim Hyundai i20 Test

Das Gestühl vom i20 verleitet angesichts der übersichtlichen Seitenführung ebenso wie die kommod, aber nicht schaukelig abgestimmte Federung höchstens zurückhaltend zum Kurvenräubern, die direkte Lenkung und der 1.0 T-GDI Dreizylinder dafür um so stärker. Dessen stramme 172 Nm Drehmoment steht von 1.500 bis 4.000 Umdrehungen parat und bringen den Hyundai Kleinwagen sehr nachdrücklich auf Trab. So ist der Spurt von 0 auf 100 in 10,7 Sekunden vollzogen; die Vmax beläuft sich auf 188 km/h. Achtlose schaffen es, ob der unerwartet unmittelbaren Gasannahme erst die Vorderreifen und dann die Gemüter der Passanten zum Durchdrehen zu bringen. Neben dem 74 kW/100 PS liefernden Dreizylinder vom Hyundai i20 1.0 hinterließ auch die manuelle Fünfgang-Schaltung einen zutiefst positiven Eindruck: Beispielhaft geführt, zieht der Schaltknauf zielsicher und butterweich seine Bahnen.

 

Anlass zu substanzieller Kritik gab der i20 Trend nicht

Die Hyundai i20 Probefahrt an einem freundlichen Frühlingstag erzeugte jedoch nicht ob spritzigen Triebwerks einige Schweißperlen, ungeachtet der Scheibentönung war die manuelle Klimaanlage gut beschäftigt, die Innentemperatur im Rahmen zu halten. Schön, dass sie wie auch die vier elektrischen Fensterheber und die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung zum Standardumfang des i20 Trend zählt. Mit letzterer verschließen wir den Testwagen, auf zum Fazit von unserem Hyundai i20 Test: Sehr angenehmer Antrieb, im Fahrgastraum ordentliche und wertig wirkende Werkstoffe in erstklassiger Verarbeitung. Der i20 Trend 1.0 T-GDI mit 100 PS ist ab 16.850 Euro verfügbar und verwöhnten Kleinwagen-Fans definitiv anzuraten.

Fotos: ©Arild Eichbaum

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