Bei der ersten Dakar in Südamerika ist Volkswagen dominierend. In der Gesamtwertung liegen drei Touareg-Teams an der Spitze. Die härteste Rallye der Welt forderte ein weiteres Opfer. Wieder gab es einen schweren Sturz eines Motorradfahrers. Die Etappe über den Anden-Gebirgszug musste wegen eines erwarteten Schneesturms abgesagt werden.
Der KTM-Fahrer Cristobal Guerrero stürzte auf dem Weg durch die chilenische Atacama-Wüste bei Kilometer 160 der 467 Kilometer langen zehnten Etappe so heftig, dass er ins Koma fiel. Daraufhin musste der Spanier mit einem Hubschrauber in ein nahe liegendes Krankenhaus transportiert werden. Bei der Südamerika-Premiere waren zuvor Motorradfahrer Pascal Terry aus Frankreich sowie zwei Fahrer eines Transportfahrzeuges tödlich verunglückt.
„Sie ist die härteste Dakar aller Zeiten“, meinte Volkswagen-Motorsport-Direktor Kris Nissen zu der Premiere. Der führende Spanier Carlos Sainz sprach warnende Worte über die Atacama-Wüste aus. „Der Mensch hat in der Wüste eigentlich nicht viel zu suchen. Ganz egal, ob man zu Fuß, auf einem Motorrad oder in einem Auto unterwegs ist.“ Der 46-Jährige sagte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ weiter: “Wer schlecht vorbereitet ist, kann in der Wüste schnell den Tod finden.“
Die 11. Etappe der Rallye Dakar über die Höhenlagen des Kordilleren-Gebirgszuges wurde von den Veranstaltern wegen schlechten Wetters abgesagt. Die Spezialprüfung, wobei die Teilnehmer einen Pass in 4500 Meter Höhe überqueren sollten, wurde wegen eines erwarteten Schneesturms zur Sicherheit der Fahrer gestrichen.
Die traditionsreiche Rallye Monte Carlo bildet erstmals den Auftakt der Intercontinental Rally Challenge. Das erste Rennen dieser Motorsport-Serie wird vom 20. bis 24. Januar im Fürstentum ausgetragen.
Zum Auftakt der Rallye Monte Carlo gehen 100 Piloten an den Start. Für die letzten Prüfungen am legendären Col de Turini können sich aber nur 60 Fahrer qualifizieren. Der erste Sieger der IRC-Saison 2009 wird am Samstag vor dem Königlichen Palast in Monaco geehrt werden.
Viele Herausforderungen warten bei der 77. Rallye Monte Carlo auf die Piloten. Asphalt wird nicht der Hauptbodenbelag sein. In diesem Jahr wird auf den Straßen im Fürstentum auch Eis und Schnee liegen. Somit wird die richtige Reifenwahl ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis sein. Spezielle Reifen mit Spikes werden zum Einsatz kommen, um die nötige Haftung auf dem winterlichen Untergrund zu gewährleisten.
VW-Pilot Carlos Sainz aus Spanien hat den vierten Tagesabschnitt der Dakar 2009 über 459 Kilometer von Jacobacci nach Neuquen mit sechs Sekunden Vorsprung auf Nasser Al-Attiyah im X-raid für sich entschieden.
Beide Piloten verwiesen auf der technisch anspruchsvollen Strecke Mitsubishi-Pilot Luc Alphand aus Frankreich und den US-Amerikaner Mark Miller im Hummer auf die weiteren Plätze. “Damit kann ich zufrieden sein. Das macht Hoffnung auf die nächsten Tage”, sagte Alphand in einem Interview mit dem Sportsender Eurosport.
Der Sieger Carlos Sainz, der bei der diesjährigen Rallye Dakar schon drei Etappen gewinnen konnte, erklärte nach dem spannenden Zweikampf mit dem BMW-Piloten aus Katar: “Wir haben heute eine souveräne Leistung gezeigt. Darauf kann man weiter aufbauen.”
Auf der fünften Etappe geht es für die Teilnehmer von Neuquen nach San Rafaël über kilometerlange Dünenpassagen. Streckenabschnitte abseits der Piste wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Wegstücken ab.
Gesamtwertung nach der vierten Etappe:
1 Carlos Sainz (ESP) - 12:47:45
2 Nasser Saleh Al Attiyah (KAT) - 12:51:31
3 Giniel DE VILLIERS (RSA) - 12:59:18
4 Stephane Peterhansel (FRA) - 13:03:26
5 Joan (nani) ROMA (ESP) - 13:07:45
Auch die dritte Etappe der Dakar 2009 geht an den BMW-Piloten Nasser Al-Attiyah (BMW). Rang zwei ging auf dem Tagesabschnitt von Puerto Madryn nach Jacobacci über 551 Kilometer an Vortagessieger Carlos Sainz (VW) und auf dem dritten Rang landete der der deutsche VW-Fahrer Dieter Depping im Touareg.
X-raid-Pilot Nasser Al-Attiyah schob sich auf der Speedstrecke im Gesamtklassement auf Platz zwei vor. Spitzenreiter der Gesamtwertung ist weiter der spanische VW-Pilot Carlos Sainz.
Spektakulär ist die Leistung des Deutschen Dieter Depping einzuschätzen. “Heute lief es ganz gut und ich habe ein paar Fahrzeuge und Motorräder überholen können. Die Strecke kam mir sehr entgegen”, beurteilte Depping seine Vorstellung.
Der vierte Tagesabschnitt führt von Jacobacci nach Neuquén. Anfangs warten auf die Teilnehmer steinigen Passagen. Danach geht es mit ersten Sandabschnitten und mehrere Kilometern abseits der Piste erstmals in richtiges Dakar-Terrain.
Gesamtklassement nach der dritten Etappe:
1 Carlos Sainz - 09:04:48
2 Nasser Saleh Al Attiyah - 09:08:28
3 Giniel DE VILLIERS - 09:10:33
4 Stephane Peterhansel - 09:13:35
5 Joan (nani) ROMA - 09:19:10
Carlos Sainz hat die zweite Etappe der Dakar 2009 zu seinen Gunsten entschieden. Auf der mit 837 Kilometern längsten Etappe von Santa Rosa de la Pampa nach Puerto Madryn in Argentinien gewann der spanische Volkswagen-Pilot vor seinem Teamkollegen Giniel de Villiers.
Platz drei erzielte der neunmalige Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel aus Frankreich im neuen Racing Lancer von Mitsubishi. Vortagessieger Nasser Al-Attiyah aus Katar wurde beim zweiten Tagesabschnitt in Südamerika Vierter. Somit übernahm der Spanier Carlos Sainz die Spitze der Gesamtwertung.
Die dritte Etappe führt über 600 km von Puerto Madryn nach Jacobacci. Die Teilnehmer befahren erstmals patagonisches Gebiet, wobei ein erheblich anderes Streckenprofil als Herausforderung wartet. Das Gelände ist durch viele Hügel und lang gezogene Kurven gekennzeichnet.
Gesamtwertung nach der zweiten Etappe:
1 Carlos Sainz (ESP) - 01:56:14
2 Stephane Peterhansel (FRA) - 01:57:28
3 Giniel DE VILLIERS (RSA) - 01:58:10
4 Joan (nani) ROMA (ESP) - 01:59:02
5 Luc Alphand (FRA) - 02:00:08
Die erste Etappe der Rallye Dakar von Buenos Aires nach Santa Rosa über 371 Kilometer hat Nasser Al Attiyah (Katar) vom BMW-X-raid-Team gewonnen. Dahinter fuhren in Südamerika die beiden Volkswagen-Piloten Carlos Sainz und Giniel de Villiers ins Ziel ein.
Nach 2:36.15 Stunden erreichte Al Attiyah das Ziel. Mit 2:17 Minuten Rückstand kam Ex-Weltmeister Carlos Sainz aus Spanien in Santa Rosa an. Der deutsche Co-Pilot Dirk von Zitzewitz hatte mit seinem südafrikanischen Steuermann Giniel de Villiers am Ende 2:40 Minuten Rückstand.
Der Sieger erklärte in einem Interview mit dem Sportsender Eurosport: “Ich bin sehr zufrieden. Wir sind hier her gekommen, um gute Ergebnisse zu erzielen und die Dakar zu gewinnen. Das war heute ein Auftakt nach Maß. Die Etappe war aufgrund des aufgewirbelten Staubs der Motorräder aber nicht einfach. Die Navigation war hingegen kein Problem. In drei oder vier Tagen kann das aber schon ganz anders aussehen, denn dann wird sich das Gelände ändern. Der Schlüssel zum Erfolg ist immer, keine Fehler zu machen - und das ist uns heute gelungen.”
Der zweite Tagesabschnitt der Dakar 2009 führt über 600 Kilometer von Santa Rosa nach Puerto Madryn. Auf dem ersten Teilstück werden die Fahrer sehr schnell unterwegs sein. Dann geht es auf sehr sandigem Untergrund abseits der Piste Richtung Atlantikküste.
Die 30. Ausgabe der legendären Rallye Dakar ist erstmals von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires aus gestartet. Es wird die härteste Rallye erwartet, die je ausgetragen wurde.
Die Legende kehrt zurück! Nachdem die historische Rallye Dakar aufgrund angedrohter Terroranschläge in Mauretanien letztes Jahr abgesagt wurde, findet die Rallye mit Beibehaltung des Namens “Dakar” nun auf einer komplett neuen Strecke durch Südamerika statt. Die Hauptstadt Senegals dient nun logischerweise nicht mehr als Ziel.
Die berühmteste Wüsten-Rallye der Welt hat am heutigen Samstag-Morgen in Buenos Aires begonnen. 530 Teilnehmer werden alles daran setzen die insgesamt 9600 Kilometer Strecke am schnellsten zu überwinden. Die Strecke führt die Teilnehmer durch Argentinien und Chile. Das Ziel wird am 17. Januar wiederum Buenos Aires heißen. Die neue Strecke soll die alte Route, die hauptsächlich durch Afrika führte in den Schatten stellen. Es wurde ein sehr schwierige Strecke gewählt, de zwar nicht durch die Sahara führt, aber dafür dürfen sich die Teilnehmer durch die Pampa, Sanddünen in den Wüsten der Voranden, Schotterpisten der patagonischen Steppen, 4700 Meter hohe Andenpässe und durch die Wüste Atacama kämpfen. Die Atacama gilt als die trockenste Wüste der Welt und ist somit wohl mehr als nur ein gleichwertiger Ersatz für die Wüste Sahara.
Als Favoriten gelten das VW-Race-Touareg und das Mitsubushi-Lancer-Team. Auch das X-raid-BMW-Team darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen.
Bei der Südamerika-Premiere der Rallye Dakar werden erstmals die drei Top-Teams mit einer Diesel-Technologie auf dem neuen Terrain an den Start gehen.
Am 03. Januar fällt der Startschuss zur Dakar in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Dabei werden die drei besten Mannschaften, mit Mitsubishi, Volkswagen und BMW erstmals mit Dieselfahrzeugen bei der härtesten und längsten Rallye der Welt ins Rennen gehen.
Volkswagen fährt schon seit 2004 mit einem Diesel-Motor. Nach zwölf Siegen im Sauger-Pajero setzt Mitsubishi zum ersten Mal ein Dieselfahrzeug ein. „Die Rallye Dakar ist eine der größten Herausforderung im Motorsport. 2009 wird sie noch härter. Unser Ziel ist es, diese Härteprüfung für Mensch und Material erstmals für uns zu entscheiden“, erklärte Volkswagen-Motorsport-Direktor Kris Nissen.
Teamchef Dominique Serieys Marke mit den drei Diamanten sagte zu der Diesel-Premiere: „Wir sind seit 2001 ungeschlagen bei der Rallye Dakar und wollen es auch bleiben. Wir treten erstmals mit vier neu entwickelten Autos an.“
Mit diesem Wagen geht Mitsubishi in Südamerika an den Start:
Marken-Weltmeister Citroen wird ab der kommenden Saison erstmals mit zwei Teams in die WRC-Serie gehen. Neben den beiden Citroen-C4-Piloten, Rekord-Champion Sebastien Loeb und der WM-Dritte Daniel Sordo, fahren für den französischen Rennstall zwei weitere Fahrzeuge für das neu gegründete Junior-Team.
Das WRC-Reglement gibt eine Teilnahme in der sogenannten M2-Wertung an mindestens acht von zwölf WM-Läufen vor. Der 24-jährige Conrad Rautenbach aus Simbabwe wird bei allen zwölf WM-Läufen am Start sein und der 18-jährige Russe Evgany Novikov wird an acht Rallyes teilnehmen. Junioren-Weltmeister 2008, Sebastien Ogier aus Frankreich, wird bei sechs Rallyes vertreten sein.
Beim Saisonauftakt in Irland, vom 30. Januar bis 01. Februar 2009, wird auch Chris Atkinson in einem Citroen sitzen. Nach dem überraschenden Rückzug von Subaru aus der Rallye-WM wechselt der Australier zur kommenden Saison zum Marken-Weltmeister.
Trotz der weltweiten Absatzkrise und dem plötzlichen Ausstieg der beiden japanischen Automobilhersteller Subaru und Suzuki aus der WRC-Serie hat neben Citroen auch Ford sein Engagement bei der Rallye-WM bekräftigt. Neben den Finnen Mikko Hirvonen und Jari-Matti Lavala sind nun auch die privaten Ford-Teams von Stobart aus Großbritannien und Munchi’s aus Argentinien für das kommende Jahr gemeldet. Somit ist laut dem internationalen Automobilverband (FIA) die Voraussetzung für ein WM-Prädikat, welches die Teilnahme von mindestens drei Herstellern vorschreibt, erfüllt.
Am 3. Januar 2009 feiert die Rallye Dakar 2009 ihre Premiere in Argentinien und Chile. Das Team Repsol Mitsubishi Ralliart geht in Buenos Aires mit vier brandneuen, dieselangetriebenen Racing Lancer an den Start. Das Ziel des Fahrerquartetts ist der 13. Triumph und der erste Gesamterfolg eines Geländewagens mit Dieselmotor.
Die Mitsubishi-Piloten Luc Alphand, Hiroshi Masuoka, Stéphane Peterhansel und Nani Roma wollen an der seit 2001 ungebrochenen Siegesserie des japanischen Herstellers fortsetzen.
“Wir treten erstmals mit vier neu entwickelten Autos an. Der Aufbau des Racing Lancer hat uns ein arbeitsreiches Jahr beschert. Insgesamt haben wir in der Vorbereitungsphase auf die Dakar dreimal so viele Kilometer absolviert wie bei der Rallye selbst und sind überzeugt, ein siegfähiges Paket an den Start zu bringen. Aber nicht nur die Technik und das fahrerische Können werden den Ausschlag geben, sondern auch die Navigationskünste der Beifahrer, denn ich erwarte eine teilweise sehr kniffelige Routenführung”, erörterte Teamchef Dominique Serieys.
Der mit neun Gesamtsiegen erfolgreichste Dakar-Pilot aller Zeiten, Stéphane Peterhansel aus Frankreich, ist mit dem Racing Lancer, den ein 280 PS starker 3-Liter-Turbodiesel-Motor antreibt, Topfavorit in Südamerika.