Weltverband verteidigt neuen Formel-1-Cockpitschutz

Budapest – In der Debatte um den neuen Formel-1-Cockpitschutz hält der Weltverband FIA die Kritik für überzogen. «Die Fans werden sich daran gewöhnen», sagte FIA-Renndirektor Charlie Whiting auf dem Hungaroring.

Zuvor hatte der Verband die Einführung eines ringförmigen Bügels, der mittig an einer Strebe des Rennwagens fixiert ist und sich über den Helm des Piloten spannt, zur Saison 2018 beschlossen. Damit soll die Sicherheit für die Fahrer erhöht werden. Piloten und Fans hatten jedoch die ungewöhnliche Optik des Bauteils bemängelt, die den Autos ihren Charakter rauben könnte.

Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda sprach sogar von einer «Überreaktion» der FIA, da das Restrisiko für die Fahrer schon jetzt sehr klein sei. Der Verband argumentiert indes, die bisherigen Tests mit dem sogenannten «Halo» (Heiligenschein) hätten überwältigend positive Ergebnisse erzielt.

Zudem haben die Teams bis zum Beginn der kommenden Saison die Chance, das «Halo»-System im Rahmen des Regelwerks ins Design ihrer Autos einzubeziehen und auch mit Werbung zu verzieren. «Es wird nicht so schlimm, wie manch einer denkt», versicherte Whiting.

Fotocredits: Diego Azubel
(dpa)

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