PS-Geflüster

Motorsport - von Formel 1 & DTM bis Rallye
 


Wie jedesmal nach tödlichen Unfällen im Motorsport erschallt der Ruf nach Sanktionen, besonders dann wenn Zuschauer betroffen waren. Nun ist auf der Rallye Dakar 2010 eine 28-jährige Argentinierin gestorben.

Rallye-Urgestein Walter Röhrl, meldete sich als dreifacher Weltmeister diesbezüglich zu Wort: Wie er der Zeitung „Welt“ mitteilte, werde ein Rallye „wie die Dakar wird nie 100 Prozent sicher sein können.“ Bereits in den 80er-Jahren wurde die wilde Rallye-Klasse der Gruppe B eingestellt, nachdem verheerende Unfälle und Tod von Henri Toivonen sowie dessen Beifahrer Sergio Cresto für Aufsehen gesorgt hatten. Auch hier waren diverse Zuschauer betroffen, die zu nah an der Straße standen oder sich über die wenigen Streckenbegrenzungen hinweg begaben.

Unfall Dakar 2010

Der tödlichen Unfall auf der Dakar 2010 geschah, als Mirco Schultis nach 75 Kilometern in der Prüfung mit seinem Desert Warrior von der Piste abkam und mit einer Zuschauergruppe kollidierte. Je nach Quelle stand diese auf einer nicht für Zuschauer freigegebenen Stelle oder beobachtete den Rallye-Sport von einem Grundstück aus. Vier weitere Menschen trugen bei dem Unfall teilweise schwere Verletzungen davon. Die Frau ist mittlerweile der 59. Todesfall der Rallye Dakar seit deren Debüt im Jahr 1978. Schultis gab danach schockiert auf, wie ein Sprecher in Südamerika betonte, wurde er aber nicht disqualifiziert. Zur „Welt“ sagte der 62-Jährige Röhrl: „Es gibt schon genug Verbote auf der Welt. Man kann aber nur hoffen, dass die Veranstalter der Rallye Dakar die richtigen Lehren aus diesem Unfall ziehen.“

Rallye Verbot laut Röhrl überflüssig

Zu einem Rallye-Verbot oder einem Ausstieg der Automobil-Hersteller erklärte Röhrl gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Dann müssten sich die Hersteller auch nach der Verantwortung für Tote im Straßenverkehr fragen - und dürften keine Autos mehr verkaufen, weil man damit einen Menschen töten kann.“ Der Welt bekundete er die Sinnlosigkeit eines solchen Verbotes: „Überall dort, wo Autos auf ungesicherten Straßen mit hoher Geschwindigkeit an Zuschauern vorbei fahren, sind Zusammenstöße nur eine Frage der Zeit. Alles andere ist illusorisch.“ Doch Sicherungen wie bei Formel 1 oder Nascar sind nicht zu realisieren.


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Seit dem 1. Januar sitzt Giniel de Villiers wieder am Steuer seines Race-Touareg. Sein Job: auf der 32. Rallye Dakar seinen Vorjahres-Titel verteidigen. Wie im letzten Jahr leistet Beifahrer Dirk von Zitzewitz Gesellschaft und fungiert als Navigator.

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Stephane Peterhansel

Autor: Nico
abgelegt in: Rallye

Stephane Peterhansel, der erfolgreichste Pilot der Rallye Paris-Dakar. Schon neun Mal konnte der 43-Jährige Franzose die gefährliche Wüstenralley gewinnen.

Stephane Peterhansel holte sechs Titel auf 2 Rädern und 3 Titel auf vier Rädern. Nun wechselte der Rekordhalter zum hessischen X-Raid Team und wird künftig einen BMW X3 durch die Wüste zum Sieg jagen.

Paris Dakar Rallye © Flickr by Omer Simkha

Im X-Raid Team von Sven Quandt wird Stephane Peterhansel mit seinem langjährigen Beifahrer Jean-Paul Cottret an der Rallye in Dakar 2010 teilnehmen. Damit hat der Franzose den Platz von Nasser Al-Attiya eingenommen, welcher überraschend zu Volkswagen gewechselt ist.

Stephane Peterhansel wird für X-Raid auf Titeljagd gehen

Für den 43-Jährigen Peterhansel könnte es der zehnte Sieg der Rallye Dakar werden. BMW zeigte damit, dass mit dem X-Raid Team zu rechnen ist.

Das Handelsblatt zitierte Stephane Peterhanse wie folgt: „ Die BMW waren schon in der Vergangenheit eine starke Konkurrenz, aber jetzt hat das Team weiter an dem Fahrzeug gearbeitet, sodass es noch leistungsfähiger und effizienter wurde.

Damit könnte der vierte Titel für Stephane Peterhansel in greifbare Nähe rücken, wenn er nicht wieder wegen technischer Probleme ausgebremst wird oder die Rallye Paris-Dakar ihrem Ruf als gefährlichstes Marathon Rennen der Welt gerecht wird.

Drücken wir Stephane Peterhansel die Daumen!


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Auch 2010 wird VW wieder an der Rallye Dakar teilnehmen. Nach dem Doppelsieg im letzten Jahr, als das VW-Team die Siegesserie von Konkurrent Mitsubishi beendete, hatte die weltweit positive Resonanz einen erneuten Start der Wolfsburger bei der berühmtesten Marathon-Rallye der Welt geradezu obligatorisch gemacht.  

2009 waren die Veranstalteter von Afrika auf Südamerika ausgewichen. Bei der Premiere in Argentinien und Chile siegten sowohl Giniel de Villers (USA) und Dirk von Zitzewitz (Karlshof) ebenso wie Mark Miller (USA) und Ralph Pitchford (Südafrika) jeweils auf VW weit vor den Fahrern von Mitsubishi.

Rallye Dakar 2010 © flickr / SergioDJT

„Die Rallye Dakar 2009 hat ohne Frage dazu beigetragen, dass die Marke Volkswagen weltweit noch heller strahlt. (…)  Daher ist die Teilnahme eine gute Investition in die Zukunft unseres Unternehmens und deshalb haben wir entschieden, auch 2010 bei der Rallye Dakar zu starten.“ kündigte VW-Chef Martin Winterkorn bereits auf der Siegesfeier zum Titelgewinn der Rallye Dakar 2009 an.

Offensichtlich hat Volkswagen den Worten schon längst Taten folgen lassen.  Nötig ist dies auch, denn die Marathon-Rallye führt über 9.500 Kilometer Wüste und schweres Gelände und die Konkurrenz schläft nicht, auch wenn Mitsubishi unlängst seinen Rückzug aus dem Marathon-Rallyesport verkündet hat. weiterlesen »


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Mitsubishi verkündet Ausstieg bei der Rallye Dakar

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: Rallye

Mitsubishi wird aus finanziellen Gründen bei der kommenden Rallye Dakar nicht mehr dabei sein. Damit macht die japanische Automarke nach zwölf Siegen Schluss bei der härtesten Rallye der Welt. Vor wenigen Wochen haben wegen der Wirtschaftskrise schon die Fahrzeughersteller Honda, Subaru, Suzuki und Kawasaki ihr Engagement im Motorsport beendet.

Galt doch die Marke mit den drei Diamanten als erfolgreichstes Rallye-Team der Dakar. Zwölf Mal haben die Boliden des viertgrößten japanischen Autoherstellers die berühmte Rallye gewinnen können. Von 2001 bis 2007 legten sie sogar eine Serie von sieben Triumphen hintereinander hin. Die diesjährige Südamerika-Premiere war aber eine für Mitsubishi. Der siebte Platz der Tschechen  Miroslav Zapletal und Tomas Ourednicek war das beste Ergebnis.

Damit müssen sich die berühmten Rallye-Piloten aus Frankreich Stephane Peterhansel und Luc Alphand nach einem neuen Arbeitgeber umschauen.

Mitsubishi steigt aus    ©flickr/Garage☠Racing

Wie auch die anderen japanischen Hersteller Honda, Subaru, Suzuki und Kawasaki musste Mitsubishi nach Gewinneinbußen reagieren.  In einer Pressemitteilung des Automobile-Konzerns war zu lesen: „Der plötzliche Einbruch der Weltwirtschaft hat es für das Unternehmen notwendig gemacht, seine Reserven gezielter einzusetzen.“ Mal sehen, welcher Hersteller als nächster die Notbremse zieht.


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Trotz des Doppelerfolges von Volkswagen bei der diesjährigen Rallye Dakar behält sich VW-Motorsportdirektor Kris Nissen eine Teilnahme im kommenden Jahr offen. Bei der Premiere in Südamerika triumphierten Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz vor ihren Teamkollegen Mark Miller und Ralf Pitchford.

VW-Motorsportdirektor Kris Nissen erklärte nach der Siegerehrung: “Die Entscheidung, 2010 wieder an den Start zu gehen, dafür ist es noch zu früh.” Aber der 48-Jährige fügte in Buenos Aires hinzu: “Ich kann nur sagen, dass wir einige Jahre ein sehr großes, erfolgreiches Team aufgebaut haben.”

Der Südafrikaner Giniel de Villiers gewinnt die Dakar in Südamerika        ©flickr/SPEEDtv.com

Volkswagen ist seit dem Jahre 2003 bei der Rallye Dakar dabei. In diesem Jahr schaffte die Wolfsburger Automarke erstmals bei der härtesten Rallye der Welt ein Top-Resultat. “Wir haben Know-how und die Technologie im Haus, und eine Weiterführung dieses Sports ist natürlich von der wirtschaftlichen Seite ein viel geringerer Aufwand als ein Umsteigen auf ein anderes Programm. Andererseits haben wir unsere Ziele jetzt hier erreicht”, meinte Nissen weiter.

Trotz des großen Erfolges und dem damit verbundenen Image-Gewinn besteht auch für VW in den wirtschaftlichen Krisenzeiten die Frage, wo man Geld sparen kann. Dazu sagte der Motorsportdirektor: “Wir müssen versuchen, mit weniger Geld klarzukommen. Wir müssen jetzt genau bewerten, welche Programme sich rentieren, wo der Return in Ordnung ist.”

Sollten die Hersteller in diesen schweren Zeiten weiter in den Motorsport investieren oder lieber die Gelder für solche Rallye-Spektakel einsparen?


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Bei der ersten Dakar in Südamerika ist Volkswagen dominierend. In der Gesamtwertung liegen drei Touareg-Teams an der Spitze. Die härteste Rallye der Welt forderte ein weiteres Opfer. Wieder gab es einen schweren Sturz eines Motorradfahrers. Die Etappe über den Anden-Gebirgszug musste wegen eines erwarteten Schneesturms abgesagt werden.

Der KTM-Fahrer Cristobal Guerrero stürzte auf dem Weg durch die chilenische Atacama-Wüste bei Kilometer 160 der 467 Kilometer langen zehnten Etappe so heftig, dass er ins Koma fiel. Daraufhin musste der Spanier mit einem Hubschrauber in ein nahe liegendes Krankenhaus transportiert werden. Bei der Südamerika-Premiere waren zuvor Motorradfahrer Pascal Terry aus Frankreich sowie zwei Fahrer eines Transportfahrzeuges tödlich verunglückt.

 

„Sie ist die härteste Dakar aller Zeiten“, meinte Volkswagen-Motorsport-Direktor Kris Nissen zu der Premiere. Der führende Spanier Carlos Sainz sprach warnende Worte über die Atacama-Wüste aus. „Der Mensch hat in der Wüste eigentlich nicht viel zu suchen. Ganz egal, ob man zu Fuß, auf einem Motorrad oder in einem Auto unterwegs ist.“ Der 46-Jährige sagte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ weiter: “Wer schlecht vorbereitet ist, kann in der Wüste schnell den Tod finden.“

Die 11. Etappe der Rallye Dakar über die Höhenlagen des Kordilleren-Gebirgszuges wurde von den Veranstaltern wegen schlechten Wetters abgesagt. Die Spezialprüfung, wobei die Teilnehmer einen Pass in 4500 Meter Höhe überqueren sollten, wurde wegen eines erwarteten Schneesturms zur Sicherheit der Fahrer gestrichen.


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VW-Pilot Carlos Sainz aus Spanien hat den vierten Tagesabschnitt der Dakar 2009 über 459 Kilometer von Jacobacci nach Neuquen mit sechs Sekunden Vorsprung auf Nasser Al-Attiyah im X-raid für sich entschieden.

Beide Piloten verwiesen auf der technisch anspruchsvollen Strecke Mitsubishi-Pilot Luc Alphand aus Frankreich und den US-Amerikaner Mark Miller im Hummer auf die weiteren Plätze. “Damit kann ich zufrieden sein. Das macht Hoffnung auf die nächsten Tage”, sagte Alphand in einem Interview mit dem Sportsender Eurosport.

Der Sieger Carlos Sainz, der bei der diesjährigen Rallye Dakar schon drei Etappen gewinnen konnte, erklärte nach dem spannenden Zweikampf mit dem BMW-Piloten aus Katar: “Wir haben heute eine souveräne Leistung gezeigt. Darauf kann man weiter aufbauen.”

Auf der fünften Etappe geht es für die Teilnehmer von Neuquen nach San Rafaël über kilometerlange Dünenpassagen. Streckenabschnitte abseits der Piste wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Wegstücken ab.

Gesamtwertung nach der vierten Etappe:

1    Carlos Sainz (ESP) - 12:47:45
2    Nasser Saleh Al Attiyah (KAT) - 12:51:31
3    Giniel DE VILLIERS (RSA) - 12:59:18
4    Stephane Peterhansel (FRA) - 13:03:26
5    Joan (nani) ROMA (ESP) - 13:07:45


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Auch die dritte Etappe der Dakar 2009 geht an den BMW-Piloten Nasser Al-Attiyah (BMW). Rang zwei ging auf dem Tagesabschnitt von Puerto Madryn nach Jacobacci über 551 Kilometer an Vortagessieger Carlos Sainz (VW) und auf dem dritten Rang landete der der deutsche VW-Fahrer Dieter Depping im Touareg. 

X-raid-Pilot Nasser  Al-Attiyah schob sich auf der Speedstrecke im Gesamtklassement auf Platz zwei vor. Spitzenreiter der Gesamtwertung ist weiter der spanische VW-Pilot Carlos Sainz.

Spektakulär ist die Leistung des Deutschen Dieter Depping einzuschätzen. “Heute lief es ganz gut und ich habe ein paar Fahrzeuge und Motorräder überholen können. Die Strecke kam mir sehr entgegen”, beurteilte Depping seine Vorstellung.

Der vierte Tagesabschnitt führt von Jacobacci nach Neuquén. Anfangs warten auf die Teilnehmer steinigen Passagen. Danach geht es mit ersten Sandabschnitten und mehrere Kilometern abseits der Piste erstmals in richtiges Dakar-Terrain.

Gesamtklassement nach der dritten Etappe:

1    Carlos Sainz - 09:04:48
2    Nasser Saleh Al Attiyah - 09:08:28
3    Giniel DE VILLIERS - 09:10:33
4    Stephane Peterhansel - 09:13:35
5    Joan (nani) ROMA - 09:19:10


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Dakar 2009: Carlos Sainz gewinnt zweite Etappe

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: Rallye

Carlos Sainz hat die zweite Etappe der Dakar 2009 zu seinen Gunsten entschieden. Auf der mit 837 Kilometern längsten Etappe von Santa Rosa de la Pampa nach Puerto Madryn in Argentinien gewann der spanische Volkswagen-Pilot vor seinem Teamkollegen Giniel de Villiers.

Platz drei erzielte der neunmalige Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel aus Frankreich im neuen Racing Lancer von Mitsubishi. Vortagessieger Nasser Al-Attiyah aus Katar wurde beim zweiten Tagesabschnitt in Südamerika Vierter. Somit übernahm der Spanier Carlos Sainz die Spitze der Gesamtwertung.

Die dritte Etappe führt über 600 km von Puerto Madryn nach Jacobacci. Die Teilnehmer befahren erstmals patagonisches Gebiet, wobei ein erheblich anderes Streckenprofil als Herausforderung wartet. Das Gelände ist durch viele Hügel und lang gezogene Kurven gekennzeichnet.

Gesamtwertung nach der zweiten Etappe:

1    Carlos Sainz  (ESP) - 01:56:14

2    Stephane Peterhansel  (FRA) - 01:57:28

3    Giniel DE VILLIERS  (RSA) - 01:58:10

4    Joan (nani) ROMA  (ESP) - 01:59:02

5    Luc Alphand  (FRA) - 02:00:08


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