Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso soll italienischen Medienberichten zufolge bereits einen Vorvertrag mit der Scuderia Ferrari geschlossen haben. Dieser Kontrakt soll den Spanier vielleicht schon im Jahr 2010 an Ferrari binden - falls Kimi Räikkönen nächste Saison erneut so desaströs fahren sollte.
Dass Fernando Alonso von einem Engagement bei Ferrari träumt, wissen bis dato wohl auch die hartnäckigsten Formel-1-Hasser. Der Spanier hat seine Ambitionen, irgendwann für Ferrari fahren zu wollen, schon des Öfteren lauthals verkündet. Bis zur abgelaufenen Saison bestand allerdings keinerlei Grund für die Ferraristi sich nach einer neuen Nummer eins umzuschauen. Der Finne, Kimi Räikkönen, wurde vor zwei Jahren verpflichtet und holte auch prompt in seinem ersten Jahr in Ferrari den Titel. In Jahr zwei sah die Sache allerdings ganz anders aus. Unmotiviert und gelangweilt schien sich der 29-Jährige Finne gerade im Schlussspurt der Saison 2008 durch die Schikanen zu quälen. Als Krönung lief ihm der nie als Nummer eins gehandelte Fahrer, Felipe Massa, den Rang ab.
Konstrukteurs-Weltmeister Ferrari wird im Wege der Sparmaßnahmen die Zusammenarbeit mit Rekord-Champion Michael Schumacher überdenken. 2009 könnte schon das letzte Jahr des Kerpeners in der Funktion als Berater sein.
Die Formel-1-Teams sparen aufgrund der weltweiten Finanzkrise, wo sie nur können. Der Rotstift macht auch vor einer Legende, wie der Scuderia Ferrari nicht halt. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicani äußerte sich kürzlich in einem Interview sehr skeptisch über das Engagement Schumachers: “Man muss alles auf seinen Nutzen hin überprüfen”. Was der siebenmalige Formel-1-Weltmeister konkret macht, weiß außerhalb des Ferrari-Kommandostands niemand. Vielleicht wissen es die Ferraristi selbst nicht und kommen deshalb ins grübeln. Ich denke, dass Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Schumacher an die Ferraisti binden wollte, um Schumi so ein eventuelles Comeback schmackhafter zu machen. Schließlich ist Schumacher so nah an der Rennstrecke, wie sonst kein Fan und testen tut er die Boliden auch oft genug.
Nach zwei Jahren scheint nun allerdings allen Beteiligten klar geworden zu sein, das Schumacher wirklich nicht mehr in die Formel 1 zurückkehren wird und nun gibt es für die Scuderia aus Maranello keinen Grund mehr Schumacher für eine Tätigkeit zu bezahlen, die man einfach nicht benötigt. Die Ferrari-Boliden waren bis dato, dank der ausgezeichneten Entwicklungsarbeit der Technik-Abteilung, immer unter den besten Automobilen. Das Fahren kann Schumacher gestandenen Profis, wie Kimi Räikkönen oder Felipe Massa eh nicht beibringen - schließlich hat er dies über Jahre schon bei Massa versucht.
Wir müssen uns wohl alle damit abfinden, dass Michael Schumacher trotz seiner Nähe zur Rennstrecke und den Ferraristi nie wieder an einem Formel-1-Grand-Prix teilnehmen wird.
Doppel-Weltmeister Fernando Alonso ist sich sicher nächste Saison mit Renault um den Titel mitfahren zu können. Der Spanier sieht sich für die kommende Formel-1-Saison in einer guten Ausgangssituation, um ein kräftiges Wörtchen um die WM-Krone mitzureden.
Fernando Alonso gilt, trotz seiner Eskapaden in und um seinem Formel-1-Cockpit, als einer der besten Fahrer der Welt. Seine beiden WM-Titel scheinen dies zu belegen. Man muss kein Alonso-Fan sein, um die ehrgeizigen Ziele des Spaniers zu erahnen. Der 27-Jährige ließ heute bei einem Auftritt in einer Universität verlauten, dass er seinen dritten Weltmeister-Titel als Ziel für seine nähere Zukunft sieht: “Ich bin mehr oder weniger davon überzeugt, dass ich die Formel 1 nicht verlassen werde, ohne einen weiteren WM-Titel zu holen.” Ob er dies bereits nächste Saison im Renault erreichen möchte oder ein Jahr später eventuell im Ferrari, ließ Alonso offen: “Es wäre nicht korrekt, wenn ich darauf eine schnelle Antwort geben würde”, so Alonso.
Klar ist, das Alonso lieber heute als morgen zu der Scuderia Ferrari wechseln würde. Die Cockpits für die nächste Saison sind bei der “Roten” aus Maranello allerdings besetzt. Ein anderes Top-Team würde sich für den Weltmeister von 2005 und 2006 wohl auch nicht finden. Mit McLaren liegt Alonso im Clinch, für BMW ist er zu teuer und bei Renault ist er schon unter Vertrag. Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Alonso zu Ferrari wechselt. Das Team um Jean Todt wird sich nicht noch eine weitere Saison mit dem zweiten Platz in der Fahrer-Wertung zufrieden geben. Genau das könnte Alonsos Chance sein.
Entweder gewinnt der Ex-Minardi-Pilot selbst den Titel oder er sollte nächste Saison zur Not doch Lewis Hamilton versuchen unter die Arme zu greifen. So würde er zumindest schneller ins Ferrari-Cockpit schleichen können.
Der Ex-Ferrari-Pilot, Rubens Barichello, wirft seinem ehemaligen Arbeitgeber Erpressung vor. Beim Grand Prix von Österreich soll dem 36-Jährigen dermaßen gedroht worden sein, dass er selbst seinen verhassten Wiedersacher und Teamkollegen, Michael Schumacher, passieren ließ und diesem so zum WM-Titel verhalf.
Rubens Barrichello hat sich in den letzten Wochen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der ehemalige Formel-1-Fahrer hat sich mehrfach durch diverse Aussagen in Richtung Michael Schumachers als schlechter Verlierer erwiesen. Rubinho beleidigte der Rekord-Champ als “Schwulen” und als schlechten Vater. Wenig später wurde Barrichello von seinem ehemaligen Arbeitgeber Honda Racing rausgeschmissen. Nun scheint der Brasilianer dem Ganzen die Krone aufzusetzen.
Vor dem legendären Funkspruch in Spielfeld beim Österreich-GP 2002 “Rubens, let Michael pass for the championship”, soll dem Rekord-Starter (257 Starts in der Formel 1) von Teamchef Jean Todt gedroht worden sein. “Man erinnerte mich dezent daran, dass man meinen Vertrag überdenke”, so Barrichello einem brasilianischen TV-Sender gegenüber. Michael Schumacher soll von der Stallorder und der entsprechenden Drohung gewusst haben: “Ich habe Dokumente Zuhause, die das eindeutig belegen”.
McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton und Doppel-Weltmesiter Fernando Alonso waren vor einem Jahr noch erbitterte Feinde, nun hat der frisch gekührte Weltmeister Hamilton in einem Interview verraten, dass die beiden sich eigentlich gut verstehen und dass Alonso der erste war, der dem Briten zu dessen Titel gratulierte. Auch Rekord-Weltmeister Michael Schumacher und Ferrari-Pilot Felipe Massa haben sich nach dem Pöbel-Angriff von Sao Paolo ausgesprochen und waren prompt gemeinsam auf der Piste.
Zumindest die Team-Wertung konnten die Roten für sich entscheiden. In erster Linie natürlich nur ein schwacher Trost, aber ein sehr wichtiger. Vor heimischer Kulisse schaffte es der Brasilianer Felipe Massa den entscheidenden Sieg für die Ferraristi einzufahren und beschert den Italienrn gemeinsam mit seinem Teamkollegen und Ex-Formel-1-Champion Kimi Räikkönen diesen WM-Titel.
Um die Konstrukteurs-WM zu gewinnen bedarf es zweier Top-Fahrer und eine geschlossenen Team-Leistung. Sowohl McLaren als auch Ferrari erfüllten diesen Anspruch nicht ganz. Heikki Kovalainen ist kein Top-Fahrer für McLaren und die enormen Fehler der Ferrari-Crew, wie das Abreißen des Tankdeckels beim GP von Singapur, sprechen Bände. Trotzdem scheinen zwei gute Fahrer gewichtiger als eine mittelmäßige Mannschaftsleistung zu sein. Hand aufs Herz - Mercedes glänzte in den Rennen auch nicht gerade durch taktische Meisterleistungen. Trotzdem will ich die Leistung der Ferraristi nicht schmälern. Die Formel 1 hat einen verdienten Weltmeister aus Modena.
Felipe Massa ist der neue Hoffnungsträger im Titelrennen der Formel 1 und die inoffizielle Nummer eins der Scuderia. Der Brasilianer hat sich nach seinen bestechenden Leistungen in den letzten Rennen in der Rangliste vor Weltmeister Kimi Räikkönen geschoben.
“Wir behandeln beide Fahrer gleich”, ist die offizielle Version von Ferrari. Aber beim Großen Preis von Italien am kommenden Sonntag könnte Massa mit einem Sieg die Spitze der WM-Fahrerwertung übernehmen und seinen Anspruch als Nummer eins der Scuderia untertreichen. weiterlesen »
Am Freitagmorgen starteten die Formel-1-Piloten ihr erstes freies Training in Spa-Francorchamps. Bestzeit fuhr bei 16 Grad und trockener Rennbahn der Ferrari-Pilot Felipe Massa vor seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen und dem WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton.
Die Bestzeit auf der anspruchsvollen Strecke sicherte sich Felipe Massa im Ferrari in 1:47.369 Minuten der Brasilianer die schnellste Runde. Räikkönen hatte 0,339 Sekunden Rückstand auf den Gewinner des letzten GP in Valencia. Hamilton im McLaren-Mercedes fuhr 0,594 Sekunden langsamer und belegte Rang drei. Der zweite Silberpfeil-Pilot Heikki Kovalainen erreichte die viertschnellste Zeit (+0,648 Sekunden).
Fernando Alonso kam im Renault auf Platz fünf mit 0,820 Sekunden Rückstand auf die Spitze gefolgt von Mark Webber im Red Bull mit 1,144 Sekunden auf dem sechsten Rang. Dahinter reihten sich die beiden Toro Rosso-Piloten Sébastien Bourdais (+1,273 Sekunden) und Sebastian Vettel (+1,674 Sekunden) ein.
Timo Glock wurde im Toyota mit 1,713 Sekunden Rückstand Neunter und BMW-Pilot Nick Heidfeld erzielte Platz 12 (+1,910 Sekunden). Nico Rosberg errang im Williams Platz 13 (+2,327 Sekunden) und Adrian Sutil fuhr im Force India auf Rang 17 (2,833 Sekunden).
Der Brasilianer Felipe Massa hat den Großen Preis von Valencia gewonnen. Der Ferrari-Pilot kam vor Lewis Hamilton und dem Polen Robert Kubica ins Ziel. Für Aufregung unter den Roten sorgte neben dem Motorschaden von Kimi Raikkönen ein Unfall in der Box.
Raikkönen war zu früh aus der Box los gefahren, währenddessen der Tankschlauch noch am Auto befestigt war. Der zuständige Mechaniker in der Box musste nach dem Zwischenfall mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gefahren werden. weiterlesen »
Ferrari-Chef Luca di Montezemolo fordert vom Team und Piloten nach den eher bescheidenen Leistungen in Hockenheim gerade von Kimi Räikkönen eine Leistungssteigerung. “Jetzt müssen wir reagieren und begreifen, warum wir in Deutschland so langsam waren, wie es in diesem Jahr noch nicht geschehen ist.”
“Nun sind wir gefordert, diesen Rückstand aufzuholen”, erklärte di Montezemolo am Montag drastisch in Maranello. Trotz dessen die Formel 1-WM dieses Jahr sehr offen ist, befürchtet der Ferrari-Boss eine Pleite für die „Scuderia“.
Vor allem der britische Durchstarter lässt ihm keine Ruhe. Lewis Hamilton setzte sich in den beiden letzten Rennen vor die Ferraris und führt nun sehr deutlich in der Fahrerwertung. Der junge McLaren-Mercedes-Pilot befindet sich momentan im Aufwind, den es unbedingt zu stoppen gilt. “Bis zum nächsten Rennen in Budapest haben wir noch zwei Wochen, diese Zeit müssen wir nutzen”, sagte di Montezemolo warnend. weiterlesen »