Race 61 2017: Hot Rod-Rennen mit Peffer

Immer nur Büro ist ja auch nicht schön – wir besuchten das Race 61 vom Road Runners Club im Luftfahrtmuseum Finowfurt vor den Toren Berlins. Es lockte ein ausgelassenes Wochenende mit Oldtimer-Rennen, US-Cars und Bikes.

Das Race 61 feierte sein 20-jähriges Bestehen, und wie erwarte ging es rund. Nachdem im Vorjahr drückende Hitze den Freitag hatte eher ruhig ausfallen lassen, sorgten deutlich mildere Temperaturen für gesteigerte Aktivität. Die Partymeile rundum die Hangars war bumsvoll mit Menschen wie Maschinen. Livemusik, Speis und Trank lockten, und es gab wirklich keinen Grund mit der Vielfalt und Qualität unzufriednen zu sein. Am Vortag des Hot Rod Rennens nahmen manche ihre vermeintlichen Mitbewerber aufs Korn und rammten sie kurzerhand ins Aus – da guckte der junge Mann zum Mitreisen nicht schlecht, als er einen nach Frontalzusammenstoß herausgesprungenen Autoscooter wieder aufs Terrain zerren musste.

  

Beim Race 61 regierte der Bleifuß

Der Rennsamstag selbst fiel wortwörtlich ins Wasser – ständige Schauer verzögerten den beginn deutlich, doch die Piloten schenkten sich und ihrem Altmetall auf der Piste nichts. Bikes, Rods und Muscle Cars traten in ihren jeweiligen Klassen an. So mancher erfreute seine Reifen und das Publikum durch vorheriges Durchdrehen, dann wurde das Gaspedal nach eingesprungenem Flaggenschwenk der Startergirls nur so aufs Bodenblech gehämmert. Da blieb kein Auge trocken, 7er-Zeiten waren für die wirklich potenten Zwei- und Vierräder in jedem Fall machbar. Unfälle gab es beim diesjährigen Race 61 glücklicherweise keine, doch war es haarscharf, als ein schneller Buick Skylark beim Abbremsen unerwartet nach links zog, aber weder seinen Gegner noch die angrenzenden Solarpaneele hinter dem Gitterzaun erwischte. Das allgemeine Aufatmen darob war nicht zu übersehen.

Keine Pause nach dem Hot Rod-Rennen

Nach dem Race 61 herrschte beim wieder das übliche Programm – Flanieren auf dem weitläufigen Campground, alte Bekannte treffen und neue Freundschaften knüpfen, zwischendurch flüssige und feste Nahrung, Livemusik. Alles sehr entspannt, wenngleich es schien, als wären verglichen mit dem Vorjahr mehr Leute auf Krawall gebürstet, was spontane Leistungsdemonstrationen auf den Verkehrswegen im Luftfahrtmuseum anging. Doch die Ordner waren stets rasch zur Stellen und mahnten Unterlassung an. Auch sonst gab es in dem dorfartig aufgebauten Areal viel zu entdecken – sei es ein privater Stationärmotor, die bunten Angebote der Händler, historische Kriegstechnik oder die Offroad-Mitfahrten in Tatra 8×8 und BTR-Schützenpanzer. Selbst schuld, wer sich da langweilte.

Das nächste Oldtimer-Treffen ist schon vorgemerkt

Nachdem auch der Sonntagmorgen regnerisch anbrach, riss der Himmel rasch auf. Also, Frühstück beenden und ab an die Piste! Nun waren die neueren Fahrzeuge und Motorräder dran, auch solche aus europäischer Herkunft. Natürlich gab sich auch hier keiner die Blöße, sondern jeder Vollgas. Aber nur bis 12.00 Uhr, dann forderten Anwohner fürs Race 61 eine Mittagspause eingefordert. Da nun auch wieder Regen einsetzte, kein Problem – noch eine Platzrunde und Essen fassen. Das Gros der teils weither angereisten Gäste sah ob der grauen Wolken die geplante Fortführung der Achtelmeile-Rennen ab 15.00 gefährdet und brach zum Rückweg auf. So war der Platz um drei reichlich leer, und auch wir verabschiedeten uns. Mit dem festen Plan, uns das Race 61 und auch den Season Opener im Mai nicht entgehen zu lassen.

 

Hoffentlich mit besserem Wetter! Bilder: ©Arild Eichbaum

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