Nico Hülkenberg bei Ferrari?

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Manager Willi Weber sieht seinen Protegee Nico Hülkenberg als geeigneten Einsatz für Ferrari-Pilot. Der 22-Jährige könnte nach Webers Ansicht den bislang erfolglosen Luca Badoer ablösen.

Nach der gescheiterten Rückkehr von Michael Schumacher in die Formel 1 könnte doch noch ein Schützling von Willi Weber die anhaltende Schlappe bei Ferrari beenden.

Hülkenberg statt Badoer bei Ferrari

Falls der Italiener Luca Badoer wie bei seinem glücklosen Einsatz in Valencia beim Großen Preis von Belgien in Spa (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei RTL und Sky) abermals am Ende des Feldes fährt, wäre der Tabellenführer der GP2, Nico Hülkenberg, nach Angabe von Willi Weber bereit. „Wenn Ferrari uns fragt, würden wir nicht nein sagen. Dann würden wir bei Williams um die Freigabe bitten“, teilte Weber der Zeitschrift „Sport Bild“ mit.

Hülkenberg und Williams

Der 22 Jahre alte Rheinländer aus Emmerich stellt in dieser Saison seine Dienste als Test- und Ersatzfahrer bei Williams zur Verfügung. Weber ist voller Optimismus, dass Nico Hülkenberg dort im nächsten Jahr sogar einen Stammplatz im Cockpit bekleiden könnte, falls der Wiesbadener Nico Rosberg dem Team den Rücken kehren sollte. Das kurze Intermezzo bei Ferrari stellt für Weber diesbezüglich keine Komplikation dar. „Was sollte Williams dagegen haben, wenn sie 2010 einen Fahrer bekommen, der schon fünf Rennen Erfahrung mit Ferrari hat“, fragt der Schwabe rhetorisch.

Hülkenberg: GP2 – Formel 1 – Konflikt?

Die Scuderia Ferrari dürfte weiter, um das Heimspiel in Monza am 13. September nicht blamabel abzuschließen, ein Stellengesuch für einen kompetenen Piloten als Autausch für Badoer haben. Dieses anzunehmen würde für Nico Hülkenberg dann einen Verzicht auf die nächsten beiden Rennen in der GP2-Serie bedeuten. Der Spitzenreiter führt allerdings vor den beiden Rennen in Spa mit 20 Punkten Vorsprung vor dem russischen Konkurrenten Witali Petrow. In den verbleibenden GP2-Läufen gibt es noch 60 Punkte zu erzielen. Für Hülkenberg wäre vorteilhaft, dass sich das GP2-Finale in Portimao und der Formel 1 Lauf in Monza sich terminlich nicht beeinträchtigen.

Ferrari erfolgreicher durch Hülkenberg

Weber hält Nico Hülkenberg für mindestens genauso konkurrenzfähig wie den Franzosen Romain Grosjean, der kürzlich von der GP2-Serie zu Renault wechselte. Insbesondere Hülkenbergs laufende Fahrpraxis qualifiziere ihn wesentlich mehr als den 38-jährigen alten Massa-Vertreter Luca Badoer, der zehn Jahre keine Renn-Erfahrung sammeln konnte. „Nico ist bereit. Er würde mit jedem derzeitigen Formel-1-Auto ins zweite Qualifying kommen, natürlich erst recht mit einem Ferrari“, preiste Weber seinen Schützling weiter. Ferrari scheint derzeit jedoch noch nicht kontaktiert worden zu sein.