Neuauflage des Nissan Qashqai: so fährt er sich

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Kompakte SUVs haben sich zu einer Fahrzeugkategorie entwickelt, mit der sich immer mehr Neuwagenkäufer anfreunden können. Nicht ganz unschuldig ist daran ist der Nissan Qashqai: auch wenn die Aussprache seinen Namens schwer fällt, kam er schon nach seiner Markteinführung im Jahr 2007 richtig gut an. Ganze zwei Millionen Einheiten hat der japanische Hersteller bisher von dem Modell verkauft und davon allein 75 Prozent nach Europa ausgeliefert. Doch ist Nissan mit der zweiten Generation des Qashqai ein würdiger Nachfolger gelungen?

Design und Motorisierung

Ganz so brav wie sein Vorgänger kommt der neue Qashqai nicht daher. Er ist um einiges bulliger geworden und selbst die Scheinwerfer vermitteln einen hauch von Aggressivität. Dennoch ist das Äußere nicht zu kantig geraten. Die frühere Gelände-Optik ist nun kaum noch zu erkennen, zumal Nissan den Neuen etwas länger und tiefer designt hat. Fürs Erste wird der Qashqai mit zwei Dieseln und einem Benziner angeboten: Die Aggregate wurden gemeinsam mit Renault entwickelt und reichen vom kleinen 1,2-Liter-Turbo-Benziner mit 110 PS bis hin zum kräftigen 1,6-dCi-Selbstzünder mit 130 PS. Ein alter Bekannter, der auch im neuen Qashqai viele Freunde finden wird, ist der etwas kleinere Diesel mit 1,5 Litern Hubraum und 115 PS. Wer sich für den großen Diesel entscheidet und auf den Allradantrieb verzichten kann, hat die Option eines neuen Xtronic-Automatikgetriebes.

Ein sparsamer Allrounder für Familien

Das neue Modell des erfolgreichen Kompakt-SUV erinnert an einen hochgelegten Van. Tatsächlich zeigen Ausstattung und Raumkonzept, dass die Entwickler hohen Wert auf eine einfache aber äußerst vielseitige Nutzbarkeit gelegt haben. Das wirkt sich jedoch keinesfalls negativ auf den Fahrspaß aus. Der Neue profitiert von einer leichten Gewichtsreduktion, sollte von sportlich ambitionierten Fahrern aber dennoch mit dem 1,6 Liter großen Diesel geordert werden. Dieser wirkt um einiges souveräner als der der Downsizing-Turbo und verbraucht laut Hersteller immer noch knapp unter fünf Liter auf 100 Kilometern.

Nur das Schaltgetriebe kann nicht ganz überzeugen

Etwas Kritik gibt es für das nicht immer reibungslos handhabbare Schaltgetriebe und die Tatsache, dass es die stufenlose Automatik nicht für die 4×4-Variante gibt. Ansonsten ist macht der neue Qashqai seinem Vorgänger alle Ehre und selbst der Preis ist im Vergleich zur Konkurrenz noch fair. Los geht es ab 19.940 Euro (1.2 Visia), wobei für den großen Diesel mit Allradantrieb 33.450 Euro fällig werden.

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