GP Ungarn: BMW fährt hinterher

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Das BMW Sauber Team zeigte in den letzten Rennen nur blasse Leistungen. Der Pole Robert Kubica konnte in Budapest nur einen WM-Punkt einfahren und sein Teamkollege Nick Heidfeld konnte nun schon zum vierten Mal in dieser Saison keine Punkte erzielen. 

„Für mich war es kein Rennen zum Vergessen, sondern eines, das wir in aller Tiefe analysieren müssen. Beide Fahrer konnten zu keinem Zeitpunkt normale Rundenzeiten fahren. Das Rennen ist komplett an uns vorbei gelaufen“, sagte der Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen, der erkennt, dass der Aufschwung in seinem Team vorbei ist und sein bester Pilot in den letzten vier Rennen nur sieben Punkte holen konnte.

Und auch Teamkollege Heidfeld, der in Silverstone sensationell Platz zwei errang, konnte in Ungarn keine Wunder vollbringen, wurde doch schon sein Qualifying vergeigt. Sein Team schickte den Deutschen viel zu spät auf die Rennbahn. Somit steckte Heidfeld im Verkehr fest, weil man ihn im ersten Qualifikationsabschnitt erst wenige Minuten vor Ende der Session aus der Box ließ. F1-Experte Hans-Joachim Stuck sagte gegenüber eurosport.yahoo.de: „BMW Sauber hatte zu Beginn des Qualifyings überhaupt keinen Druck. Das Team hätte eigentlich locker die zweite Runde schaffen müssen. Deshalb begreife ich nicht, warum man auf Teufel komm raus so pokern musste.“

Aber die Münchener zeigen sich zuversichtlich und sehen die Saison 2008 noch nicht in Gefahr. „Der Start war nicht schlecht, das macht Hoffnung auf das nächste Rennen. Aber wir sind mit einer Einstopp-Strategie gefahren und das Auto war dann einfach zu schwer, um weiter nach vorne zu kommen. Im Gegensatz zu uns hat bei Toyota das Pendel in Ungarn weit nach oben ausgeschlagen. Aber unsere Zeit wird wieder kommen“, erklärte Heidfeld optimistisch.