GP Deutschland: Unklarer Überholvorgang von Hamilton

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Beim Großen Preis von Deutschland ließ McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen seinen Teamkollegen und Tagessieger Lewis Hamilton auf dem Hockenheimring ohne Widerstand vorbeiziehen. War es eine Stallorder von Ron Dennis oder Teamtaktik?

Hamilton fand nach dem Rennen dankende Worte für seinen Kollegen: „Er ist ein großartiger Teamkollege.“ Kovalainen zeigte sich gegenüber den heimischen Medien sauer: „Hier darf man keine Rennen mehr fahren.“

Zu dem Überholvorgang der Silberpfeile sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: „Heikki hat sich die Runde davor durchaus gewehrt. Klar ist aber auch, dass ein Teamkollege den anderen, der auf Siegkurs ist, nicht unnötig blockiert.“ Die WM-Chancen sind für den Finnen damit aber auch gleich Null.

Seit 2003 ist die Stallorder verboten. Anlass für diese FIA-Regel war 2002 das Skandalrennen in Österreich, wobei der führende Ferrari-Pilot Rubens Barrichello seinen Teamkollegen Michael Schumacher in der Schlussrunde vorbeiziehen lassen musste.

„Wir empfehlen unseren Fahrern nur, dass sie das Tempo des Kollegen respektieren“, meinte McLaren Teamchef Ron Dennis, in dessen Augen der Brite schneller war und Kovalainen teamtaktisch Platz machte. Ex-Weltmeister Niki Lauda zu diesem Vorfall: „Die Stallorder kommt verdeckt zum Einsatz. Man darf sich eben nur nicht erwischen lassen…“

Laut FIA-Reglement heißt es: „Stallorder, die ein Rennergebnis beeinflusst, ist verboten“. Wird ein Verstoß offensichtlich ist, muss das Team mit Geldstrafen, Punktabzügen und im härtesten Fall sogar mit dem Ausschluss aus der WM rechnen.

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