Folienverklebung professionell: So wickeln Sie Ihr Auto ein!

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Wenn Sie Ihr Fahrzeug – zum Beispiel zu Werbe- oder Imagezwecken – mit Folie verkleben möchten, gibt es einiges zu beachten. Die Punkte beginnen mit dem Alter des Fahrzeugs und hören bei der Reinigung noch lange nicht auf. Damit Sie keine bösen Überraschungen erleben, finden Sie im Folgenden wichtige Tipps.

Erforderliches Werkzeug und Vorbereitung

Um aus den unterschiedlichen Folientypen – Beispiele sind hier zu finden – die richtige auszuwählen, benötigen Sie Informationen wie Alter und Größe des Fahrzeugs, Lackzustand, ggf. Informationen zu vorhandenen Roststellen, schwierige Stellen und „Problemzonen“ etc. Bei einem Gitterschnitt-Kennwert 0 des Fahrzeuglacks sind Schäden so gut wie ausgeschlossen.
Am Tag vor der Verklebung muss das Fahrzeug gründlich gereinigt werden, und zwar in der Waschstraße. Eine Reinigung per Handwäsche ist dabei nicht ausreichend. Reste von Polituren etc. müssen ggf. mit Industriereiniger manuell entfernt werden.
Bauen Sie alle störenden Teile ab, zum Beispiel Zierleisten, Außenspiegel etc. An Werkzeug für die Verklebung benötigen Sie unter anderem:

• Imbus- und Schraubenschlüssel, Schraubenzieher,
• Torx Satz
• Spitz- und Kombizange
• Folienrakel mit Filzkante
• Papier- oder Folienmesser
• Heißluftpistole

Die perfekte Verklebung: Darauf sollten Sie achten

Fixieren Sie die zu verklebende Folie am Fahrzeug und achten Sie darauf, dass die Folie etwa fünf Zentimeter über die Fahrzeugteile hinausragt. Rakeln Sie die Folie dann in großzügig bemessenen Wischbewegungen am Fahrzeug an und erwärmen Sie sie an gewölbten Stellen mit der Heißluftpistole. Die überstehenden Ränder werden erst nach dem Abkühlen umgeschlagen oder beschnitten.

Übrigens: Die Verwendung von Reflexfolie ist teils umstritten, teils vorgeschrieben und teils verboten. Abhängig ist dies vom Fahrzeug selbst (Pkw, Lkw, Transporter etc.), von der Nutzung (Lieferwagen o. ä.) und auch dem Zweck, den die Reflexfolie erfüllen soll. Fragen Sie im Zweifel einen Fachmann vom TÜV oder von der DEKRA, um unliebsame Überraschungen bei einer Verkehrskontrolle oder der nächsten Hauptuntersuchung zu vermeiden.

Fertig? Nicht gleich losfahren!

Wenn Sie die Verklebung abgeschlossen haben, sollten Sie das Fahrzeug noch 24 Stunden lang bei derselben Temperatur stehen lassen, um eine optimale Haftung zu erreichen.
Wenn Sie diesen wichtigen Punkt beherzigen, Ihr Fahrzeug vorher einer sorgfältigen Reinigung unterzogen und das richtige Werkzeug zur Verfügung haben, wird der professionellen Verklebung nichts mehr im Wege stehen.

Foto: Thinkstock, 450974813, iStock, Ikonoklast_Fotografie