Faszination Erlkönige

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„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind…“ Dies ist der Anfang von Goethes „Erlkönig“. Und so faszinierend wie der große deutsche Dichterfürst die Fieberträume eines Jungen beschrieb, kann man das auf die Erlkönige der Automobilindustrie übertragen.

Erlkönige wecken in der Autoindustrie seit jeher großes Interesse und werden streng geheim gehalten | ©flickr.com/glasseyes view


Seit jeher sind die Menschen empfänglich für Mystisches und Geheimnisvolles. Je verborgener oder verbotener etwas ist, umso eher beschäftigt man sich damit. Deshalb ist aus den unbeachteten Probefahrten neuer Autos von einst eine unheimliche Faszination für die Erlkönige von heute geworden.

Für diejenigen, die sich damit nicht so auseinandersetzen: Ein Erlkönig ist das neue Modell eines Automobilherstellers, das nach langen Entwicklungs- und Probeläufen im Werk nun auch sein Können auf den Straßen dieser Welt beweisen muss. Da sich aber die Automobilhersteller nicht gern in ihre Karten schauen lassen, schicken sie ihre neuen Modelle in einer Art „Kostüm“ los und hoffen darauf, dass niemand ein zweites Mal hinschaut, wenn ein etwas eigenwillig anmutendes Fahrzeug des Weges kommt.

Es wird sicherlich tatsächlich den einen oder anderen geben, der den Wagen zwar sieht, ihn aber nicht wirklich registriert. Doch viele Autofans – und auch jede Menge Automobiljournalisten – legen sich förmlich auf die Lauer und warten nur auf den Erlkönig. Doch was fasziniert sie so daran? Nun, für jeden, der sich mit der Materie Automobil intensiver auseinandersetzt, ist die Entwicklung neuer Modelle natürlich interessant. Vor allem, weil man sich fragt: „Was kann man denn noch verbessern? Was kann man noch verändern? Wie soll der Wagen aussehen?“

Die wachsende Faszination der Menschen für die Erlkönige hat natürlich auch einen positiven Effekt für die Autobranche. Aus neugierigen und interessierten Beobachtern können Empfehler oder Kunden werden.