Eine pelzige Angelegenheit seit Jahrhunderten

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Eigentlich fällt es schwer, ihnen böse zu sein. Wer einem Marder begegnet, dem steht ein mit braunen Knopfaugen, Stupsnase und samtigem Fell versehenen kleinen Kerlchen gegenüber. Aber die Zähne, die alles durchbeißen, was ihnen in den Weg kommt, und dieser starke Eigengeruch des Marders, der besonders deutlich wird, wenn sich die Racker unterm Dach eingenistet haben, lassen das ein oder andere Menschenkind schon einmal auf Marder wütend werden.

Den neuen Untermieter verschreckt so schnell nichts. Chemikalien, Geruch oder laute Musik bewegen den Marder nicht dazu, sein unter Aufsicht stehendes Revier auch nur im Entferntesten zu verlassen. Die Geschichte zwischen Mensch und Mader reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Früher wurden Marder eingesetzt, um Mäuse und Ratten vom Gehöft fern zu halten. Damals war es noch eher unüblich, sich Katzen zu halten, da diese nördlich der Alpen noch nicht aufzufinden waren. Das Zusammenleben zweier Gattungen, in diesem Fall zwischen Mensch und Mader, kann als symbiotische Beziehung bezeichnet werden. Die schädlichen Nager, wie Ratten und Mäuse, wurden vom Mader vertrieben, und der wiederum hatte sein angenehmes Zuhause unter dem Dach oder in der warmen Scheune des Menschen.

Zutrauliche Pelztierchen

Bis zur heutigen Zeit hat sich für die Nager nicht viel verändert, nur der Mensch denkt etwas anders und fühlt sich von Madern belästigt. Mader haben schon vor Jahrhunderten die Scheu vor Menschen verloren, und es ist selbstverständlich für sie, die gemütlichen Heime aufzusuchen und hier ihr Zelt aufzuschlagen. Schließlich war das schon immer so!

Um sich vor Kabelbissen, Unruhe, bestialischem Geruch und durchgenagten Dämmungsschichten im Dach – das sich in der Regel als ideal für den Nestbau und die Jungtiere erweist – zu schützen, stellen Menschen heute Marderfallen auf oder beauftragen einen Marderbeauftragten, sich des Problems anzunehmen. Dieser empfiehlt häufig, Anti-Marder-Sprays zu verwenden. Dieses Spray wird vom Marder als Geruch eines anderen und größeren Tieres aufgenommen. Der Marder überlegt nicht lang und verschwindet häufig wie von selbst. Ist der Geruch verflogen, passiert es allerdings oft, dass sich ein anderes Mardertierchen auf dem Dach einnistet, und das Problem ist wieder da.

Marderfallen sind effektiver. Die Lebendfalle schnappt zu, und das Tier kann an einer anderen Stelle frei gelassen werden. Die Marderfalle gibt es in Zoogeschäften oder kann über das Internet gekauft werden. Zuvor ist zu empfehlen, sich über die Preise via Preisvergleich zu informieren, um günstige Angebote für Marderfallen in Augenschein zu nehmen.

Foto: Flickr / Michael-Marder.de