Die Spionageaffäre und kein Ende in Sicht

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Das Hoffen auf ein jähes Ende der letztjährig aufgedeckten Spionageaffäre ist verblasst. Die Affäre zieht sich hin wie Kaugummi. McLaren-Mercedes wurde von der FIA bereits bestraft, doch nun ermittelt die italienische Polizei, während die englische bereits Durchsuchungen bei McLaren vornahm. Nachdem die McLaren-Fabrik sowie die Häuser von Ron Dennis und weiteren Verantwortlichen von McLaren durchsucht worden sind, spricht die italienische Polizei von neuen Beweisen.

Aus diesem Beweismaterial soll „klar hervorgehen, dass das Management und einige entscheidende Techniker innerhalb McLarens Verantwortung tragen“. Gemeint ist natürlich die Verantwortung für die Spionageaffäre. In wie fern die britische Poilzei bei ihren Hausdurchsuchungen von Erfolgen sprechen kann, bleibt fraglich. Bis heute Äußerte sich kein Verantwortlicher zu möglichen Beweismitteln des laufenden Verfahrens.

Am gestrigen Freitag gaben Verantwortliche von McLaren-Mercedes ihren Unmut in einem Presseschreiben kund. Dort heißt es: „Wenn die Berichte das Polizeistatement korrekt wiedergeben, ist es grob fehlerhaft und missverständlich. Wir wären extrem überrascht, wenn diese Untersuchung etwas hervorbringen würde, was nicht schon im Laufe der umfangreichen bisherigen Untersuchungen bekannt wurde.“ Weiter heißt es, die Polizei hätte bis heute die konfiszierten Materialien weder erhalten noch untersuchen können.

Ein Licht am Ende des Tunnels ist also auch weiterhin nicht zu sehen. Schade eigentlich, denn unter diesem Theaterstück leiden die Fans am meißten.

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