Danica Patrick – keine Lust auf altmodische F1

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Danica Patrick ist eine amerikanische IndyCar- und NASCAR-Fahrerin und wird des öfteren mit einem Wechsel in die Formel 1 in Verbindung gebracht. Sie selbst lehnt die Macho-F1-Welt aber als altmodisch und unfreundlich ab.

Als eine von derzeit fünf Frauen fährt Danica Patrick derzeit ihre sechste IndyCar-Series-Saison. Sie ist bisher die beste unter ihnen, denn sie gewann 2008 als erste Frau überhaupt ein IndyCar-Rennen (in Motegi/ Japan). Ihre besten Ergebnisse erzielte die 28jährige beim Indy 500 in Indianapolis, dem bekanntesten und ältesten Eintagesrennen der Welt.

Danica Patrick will nicht in die Formel 1

Danica Patrick ist wohl die erste, über die Grenzen Amerikas hinausgehend bekannte Motorsport-Pilotin und konnte in ihrer Karriere bereits einige gute und sehr gute Ergebnisse feiern. Seit einem dreijährigen Intermezzo in Großbritannien ist sie zudem befreundet mit Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton und Jenson Button.

Auf Grund ihrer Erfolge und weil sie eine Frau ist, wird sie immer wieder in Verbindung mit einem Wechsel in die Königsklasse des Motorsports gebracht. Nun war jedoch das Verhältnis zwischen der USA und der Formel 1 noch nie besonders gut und wie es aussieht, wird das auch so bleiben. Danica Patrick lehnt einen Wechsel in die Formel 1 vorerst klar ab, denn ihr sei es wichtig, Spaß zu haben.

„Ich denke, dass das Umfeld in der Formel 1 etwas unfreundlicher ist als das im US-Rennsport. In der Formel 1 sieht man nicht, dass Fahrer miteinander herumsitzen. Piloten wie Takuma Sato, die nach einer Weile in der Formel 1 rübergekommen sind, sagen, dass hier alle so nett sind. Und das stimmt – jeder ist ruhig, entspannt und freundlich“, sagte Patrick in einem Interview mit der „Sundeay Times“.

Desweiteren hält Patrick Europa und insbesondere die Formel 1 für eine altmodische Männerwelt. Aus ihrer Zeit in England erinnert sie sich an ein Gefühl, dass „dort alles mehr von der alten Schule“ gewesen sei. „Dort war alles so altmodisch. Die Frauen kochten und machten sauber. Ich glaube, die Frauenbewegung verlief hier etwas schneller als dort.“

Patrick nicht gut genug für die F1?

Kritiker sehen in Danica Patricks Aussagen lediglich klägliche Versuche, darüber hinwegzutäuschen, dass sie nicht gut genug für die Formel 1 wäre. Immerhin zählt die Königsklasse zum drittgrößten Sportereignis der Welt, das den Piloten vieles abverlangt.

Wahrscheinlich ist, dass beides stimmt. Die Formel 1 ist durch und durch geprägt von Sexismus und Danica Patrick könnte wohl nicht mithalten in der Königsklasse. Die IndyCar-Series ist halt doch etwas ganz anderes, als einen Formel 1-Boliden zu steuern. Danica Patrick ist in den USA ein Star, in Europa wäre sie nur ein „hübscher Freak“, den alle angaffen. Wer würde sich eine so wenig erstrebenswerte Situation antun wollen?