Nicht erst seit Marcus Grönholm ist Finnland eine feste Grösse im Rallyesport. Nicht verwunderlich, bietet Skandinavien doch einzigartige Spielwiesen für Freunde der unbefestigten Straßen. Mikko Hirvonen ist auf bestem Wege, diesem Ruf alle Ehre zu machen.
Jenseits der finnischen Rallyecross-Szene ist Mikko Hirvonen den Fans des Rallyesports spätestens seit 2002 ein Begriff, als er sich zum Finnischen Rallyemeister mauserte. 2002 war auch das Jahr, in dem der heute 28-Jährige sein World Rally Cahmpionship-Depüt bei der Rallye Finnland gab. Mehr als Gesamtrang 21. war für Hirvonen in seinem ersten Jahr bei der WRC noch nicht drin.
Ein Jahr später stieg Mikko Hirvonen als dritter Fahrer nach Markko Märtin und François Duval im Werksteam von Ford ein. Hier blieb er jedoch nicht lange.
2004 wurde er im Subaru World Rally Team Teamkollege des damaligen Weltmeisters Petter Solberg.
Da jedoch die besten Platzierungen, die Mikko Hirvonen in dieser Saison erreichte, zwei vierte Plätze bei der Rallye Australien und der Rallye Argentinien waren, verzichtete Subaru darauf, seinen Vertrag mit dem Finnen zu verlängern. Hirvonen trat daraufhin wieder als Privatfahrer an. weiterlesen »
Auch 2010 wird VW wieder an der Rallye Dakar teilnehmen. Nach dem Doppelsieg im letzten Jahr, als das VW-Team die Siegesserie von Konkurrent Mitsubishi beendete, hatte die weltweit positive Resonanz einen erneuten Start der Wolfsburger bei der berühmtesten Marathon-Rallye der Welt geradezu obligatorisch gemacht.
2009 waren die Veranstalteter von Afrika auf Südamerika ausgewichen. Bei der Premiere in Argentinien und Chile siegten sowohl Giniel de Villers (USA) und Dirk von Zitzewitz (Karlshof) ebenso wie Mark Miller (USA) und Ralph Pitchford (Südafrika) jeweils auf VW weit vor den Fahrern von Mitsubishi.
„Die Rallye Dakar 2009 hat ohne Frage dazu beigetragen, dass die Marke Volkswagen weltweit noch heller strahlt. (…) Daher ist die Teilnahme eine gute Investition in die Zukunft unseres Unternehmens und deshalb haben wir entschieden, auch 2010 bei der Rallye Dakar zu starten.“ kündigte VW-Chef Martin Winterkorn bereits auf der Siegesfeier zum Titelgewinn der Rallye Dakar 2009 an.
Offensichtlich hat Volkswagen den Worten schon längst Taten folgen lassen. Nötig ist dies auch, denn die Marathon-Rallye führt über 9.500 Kilometer Wüste und schweres Gelände und die Konkurrenz schläft nicht, auch wenn Mitsubishi unlängst seinen Rückzug aus dem Marathon-Rallyesport verkündet hat. weiterlesen »
Mitsubishi wird aus finanziellen Gründen bei der kommenden Rallye Dakar nicht mehr dabei sein. Damit macht die japanische Automarke nach zwölf Siegen Schluss bei der härtesten Rallye der Welt. Vor wenigen Wochen haben wegen der Wirtschaftskrise schon die Fahrzeughersteller Honda, Subaru, Suzuki und Kawasaki ihr Engagement im Motorsport beendet.
Galt doch die Marke mit den drei Diamanten als erfolgreichstes Rallye-Team der Dakar. Zwölf Mal haben die Boliden des viertgrößten japanischen Autoherstellers die berühmte Rallye gewinnen können. Von 2001 bis 2007 legten sie sogar eine Serie von sieben Triumphen hintereinander hin. Die diesjährige Südamerika-Premiere war aber eine für Mitsubishi. Der siebte Platz der Tschechen Miroslav Zapletal und Tomas Ourednicek war das beste Ergebnis.
Damit müssen sich die berühmten Rallye-Piloten aus Frankreich Stephane Peterhansel und Luc Alphand nach einem neuen Arbeitgeber umschauen.
Wie auch die anderen japanischen Hersteller Honda, Subaru, Suzuki und Kawasaki musste Mitsubishi nach Gewinneinbußen reagieren. In einer Pressemitteilung des Automobile-Konzerns war zu lesen: „Der plötzliche Einbruch der Weltwirtschaft hat es für das Unternehmen notwendig gemacht, seine Reserven gezielter einzusetzen.“ Mal sehen, welcher Hersteller als nächster die Notbremse zieht.
Mit seinem ist der fünfmalige Champion Sébastien Loeb ist nach wie vor das Maß aller Dinge im Rallye-Sport. Beim Auftakt in Irland ist der Franzose mit seinem 48. Sieg in die neue Saison gestartet. Die nächste WM-Rallye wird in zwei Wochen in Norwegen ausgetragen.
In seinem Citroën C4 siegte Sébastien Loeb nach 17 Asphalt-Prüfungen mit 1:27,9 Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Daniel Sordo aus Spanien. Loebs ärgster Rivale Mikko Hirvonen im Ford Focus fuhr mit 2:07,8 Minuten Rückstand auf Platz drei.
Zur finalen Etappe beim Auftakt in Irland sagte der gebürtige Elsässer: “Ich musste heute nicht mehr attackieren. Die Punkte waren uns wichtiger als Bestzeiten.”
Vom 12. bis 15. Februar messen sich die Rallye-Piloten in Norwegen beim zweiten WM-Lauf der Saison in der WRC-Serie. Werden wir sehen, ob dann jemand dem Rekord-Champion Loeb das Wasser reichen kann.
Fahrerwertung nach dem ersten Lauf:
1 S.Loeb 10 Punkte
2 D.Sordo 8
3 M.Hirvonen 6
4 H.Solberg 5
5 C.Atkinson 4
Juan Pablo Montoya hat ist in Daytona knapp an seinem dritten Erfolg in Folge verpasst. Der Ex-Formel-1-Pilot wäre der erste Fahrer in der Geschichte, dem die gelungen wäre. Lediglich 0,167 Sekunden trennten Montoya vom historischen Erfolg.
Es war die knappste Entscheidung in der Geschichte dieser Rennserie. Ex-McLaren-Pilot Juan Pablo Montoya ist bei den 24-Stunden-Rennen in Daytona um 0,167 Sekunden geschlagen worden und verpasste so, die historische Chance einen Hattrick einzufahren. Der 33-Jährige Kolumbianer fuhr mit seinen Teamkollegen Scott Dixon (Neuseeland), Scott Pruett (USA) und Memo Rojas (Mexiko) in einem Lexus-Riley auf den zweiten Platz.
Das Team des Kolumbianers, Chip Ganassi, fuhr in einem Lexus-Riley.Die 24 Stunden von Daytona haben Antonio Garcia (Spanien), Darren Law, Buddy Rice und David Donohue (alle USA) in einem Porsche-Riley für sich entscheiden können.
Für Porsche war es der 21. Erfolg auf der 5,73 Kilometer langen Strecke. Mit diesem Sieg beendete das Porsche-Quartett die Erfolgsserie des Chip-Ganassi-Teams, das zuvor, ein Mal ohne Montoya, dreimal nacheinander auf dem Daytona International Speedway gewann. 41 Minuten vor Renn-Ende überholte Donohue Montoya und gab diese Position bis zur Ziellinie nicht wieder ab. “Ich habe schon im Vorfeld gesagt, wenn Porsche keine technischen Probleme hat, werden sie uns schlagen. Wir haben gegeben, was wir konnten. Ich bin 110 Prozent gefahren”, sagte der Kolumbianer nach Rennende.
Hitzkopf Montoya fühlt sich in dieser Serie pudelwohl. In der Formel 1 konnte Montoya aufgrund seiner aggressiven Fahrweise, trotz zweier dritter WM-Plätze, nie wirklich Fuß fassen.
Sebastien Ogier hat die Rallye Monte Carlo für sich entschieden. Damit ist der Peugeot-Fahrer der erste Sieger der berühmten Rallye in der IRC-Serie. Der Franzose verwies seine Markenkollegen Freddy Loix und Stephane Sarrazin auf die weiteren Plätze. Im brasilianischen Curitiba findet vom 5. bis 7. März die nächste IRC-Rallye statt.
Am Ende hatte Sebastien Ogier nach 14 Wertungsprüfungen auf Eis und Schnee in einer Fahrzeit von über viereinhalb Stunden im Ziel einen Vorsprung von 1:43,6 Minuten auf seine Teamkollegen Freddy Loix. Der Belgier hatte keine Chance, das Tempo des amtierenden Junioren-Weltmeisters zu halten.
Für Ogier war es bei seiner IRC-Premiere gleich der erste Sieg und das bei der legendären „Monte“. Er profitierte dabei aber auch von zahlreichen Ausfällen seiner Konkurrenten. So erwischte es den Gesamtsieger der letzten Saison, Nicolas Vouilloz, während der siebten Wertungsprüfung, wobei beim Peugeot des Franzosen ein Lenkhebel gebrochen ist.
Vom 5. bis 7. März startet die zweite Rallye der IRC-Saison in Curitiba (Brasilien). Dann werden wir sehen, ob der junge Debütant Ogier seine Führung im IRC- Gesamtklassement verteidigen kann.
Trotz des Doppelerfolges von Volkswagen bei der diesjährigen Rallye Dakar behält sich VW-Motorsportdirektor Kris Nissen eine Teilnahme im kommenden Jahr offen. Bei der Premiere in Südamerika triumphierten Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz vor ihren Teamkollegen Mark Miller und Ralf Pitchford.
VW-Motorsportdirektor Kris Nissen erklärte nach der Siegerehrung: “Die Entscheidung, 2010 wieder an den Start zu gehen, dafür ist es noch zu früh.” Aber der 48-Jährige fügte in Buenos Aires hinzu: “Ich kann nur sagen, dass wir einige Jahre ein sehr großes, erfolgreiches Team aufgebaut haben.”
Volkswagen ist seit dem Jahre 2003 bei der Rallye Dakar dabei. In diesem Jahr schaffte die Wolfsburger Automarke erstmals bei der härtesten Rallye der Welt ein Top-Resultat. “Wir haben Know-how und die Technologie im Haus, und eine Weiterführung dieses Sports ist natürlich von der wirtschaftlichen Seite ein viel geringerer Aufwand als ein Umsteigen auf ein anderes Programm. Andererseits haben wir unsere Ziele jetzt hier erreicht”, meinte Nissen weiter.
Trotz des großen Erfolges und dem damit verbundenen Image-Gewinn besteht auch für VW in den wirtschaftlichen Krisenzeiten die Frage, wo man Geld sparen kann. Dazu sagte der Motorsportdirektor: “Wir müssen versuchen, mit weniger Geld klarzukommen. Wir müssen jetzt genau bewerten, welche Programme sich rentieren, wo der Return in Ordnung ist.”
Sollten die Hersteller in diesen schweren Zeiten weiter in den Motorsport investieren oder lieber die Gelder für solche Rallye-Spektakel einsparen?
Der Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft bildet in dieser Saison nicht die Rallye Monte Carlo. Nach 31 Jahren muss der Klassiker von Monaco pausieren. Stattdessen fällt der Startschuss der WRC im nordirischen Enniskillen mit der Rallye Irland.
Die Rallye Monte Carlo wird in dieser Saison eine Klasse tiefer mit dem IRC-Auftakt ausgetragen. Als Grund für die diesjährige Streichung der „Königin der Rallyes“ nennt der Internationale Automobilverband FIA die verordnete Kostenreduzierung, wodurch die WM-Läufe von 15 auf 12 reduziert werden sollen.
Schuld ist auch das von der FIA eingeführte Rotationsprinzip, wodurch auch andere Länder die Chance erhalten, einen WM-Lauf austragen zu dürfen. So müssen in diesem Jahr auch die Rallye Deutschland und die Rallye Korsika pausieren.
Diese Veränderungen treffen vor allem die Fans des fünffachen Rekord-Weltmeisters Sébastien Loeb. Durch die diesjährige Pause in Monte Carlo und Korsika können die französischen Zuschauer ihren Landsmann nicht anfeuern. Auch kommt es durch diese Veränderungen in meinen Augen zu einem Image-Verlust der WRC-Serie.
Diese Bilder der legendäre Rallye Monte Carlo fehlen in dieser Sasion:
Bei dem am kommenden Wochenende beginnenden Saisonauftakt der IRC in Monaco geht erstmals Skoda mit dem neuen S2000 an den Start. Bei dem tschechischen Team, welches als letztes für die Rallye-Serie gemeldet hat, werden die Piloten Juho Hanninen und Jan Kopecky die beiden Skoda Fabia steuern.
Rallyefahrer Juho Hanninen freut sich auf die Rallye Monte Carlo: “Ich bin sehr gespannt auf dieses Abenteuer. Die letzten Wintertests waren viel versprechend. Speed und Zuverlässigkeit stimmen.”
Als Erfolge kann der Finne den Gewinn der IRC-Rallye in Russland 2008 im Peugeot vorweisen. Der Tscheche Jan Kopecky konnte im letzten Jahr einmal, beim IRC-Rennen in Portugal, aufs Podium fahren.
Ist doch schön, dass in den schweren Zeiten der Wirtschaftskrise, wo Rallye-Routiniers wie Subaru und Suzuki das Handtuch schmeißen, ein osteuropäisches Team wie Skoda erstmals in die IRC-Serie einsteigt.
Die IRC-Serie feiert vom 21. bis 24. Januar erstmals ihre Saison-Premiere im Fürstentum Monaco. Bei der legendären 77. Rallye Monte Carlo präsentiert sich Peugeot mit einem starken Team angeführt vom Franzosen Stephane Sarrazin und dem Weltmeister Nicolas Vouilloz.
Im Peugeot 207 Super 2000 bereitet sich der ehemalige Formel-1-Fahrer Stephane Sarrazin schon besonders akribisch auf die Rallye-Herausforderung in Monaco vor: “Die Strecken waren entweder verschneit oder sehr nass. Daher konnten wir uns auf verschiedene Bedingungen und unterschiedliche Reifenmischungen einstellen. Es war das erste Mal, dass der 207 Super 2000 auf Schnee fuhr - und er hat gut funktioniert.“
Auch Weltmeister Nicolas Vouilloz will bei der Monte Carlo einen guten Sasionstart hinlegen und im 207 Super 2000 seinen IRC-Titel verteidigen. “Ich denke, es wird eine schwere Rallye, bei der es vor allem auf die Reifenwahl ankommt. Es wird wichtig sein, dass alle Peugeot-Fahrer zusammenarbeiten, um den Sieg für die Marke sicherzustellen. Ich freue mich sehr darauf, an dieser legendären Veranstaltung teilnehmen zu können. Ich bin sehr zuversichtlich, da der Peugeot in den vergangenen zwei Jahren durch seine hohe Zuverlässigkeit überzeugt hat”, sagte Vouilloz zum bevorstehenden Auftakt.
Werden wir sehen, welches Team Peugeot in dieser Saison Paroli bieten kann.