Die WTCC-Serie will in der neuen Saison ihre Linie einer “grünen” Tourenwagen-Weltmeisterschaft ausbauen. Dazu wurde von den Organisatoren 2008 die Initiative Make Cars Green ins Leben gerufen, die in dieser Saison fortgesetzt wird.
Die WTCC-Veranstalter wollen mit der Initiative Make Cars Green erreichen, dass im Motorsport die Umwelt immer mehr berücksichtigt wird. Im vergangenen Jahr wurde ein Zehn-Punkte-Plan erarbeitet, an den 2009 konsequent angeknüpft werden soll.
Die Umwelt soll durch neue Materialien und weniger Verbrauch mehr geschont werden. Mit diesen Neuerungen will die Tourenwagen-Weltmeisterschaft ein solides Fundament für die Zukunft setzen. Alle WTCC-Teams können sich dabei ab diesem Jahr mit Verbesserungsvorschlägen an den Internationalen Automobilverband FIA wenden.
Die Finanzkrise schreckt auch vor den Top-Teams der Formel 1 nicht zurück. Das BMW Sauber Team und McLaren-Mercedes haben jeweils einen Sponsor verloren. Wichtige Gelder gehen für die beiden deutschen Teams damit verloren. Zumindest Nick Heidfeld scheint das nicht zu stören.
“Die Formel 1 hat uns sehr viel gebracht”, sagte der Schüco-Unternehmenssprecher Thomas Lauritzen. Allerdings wohl nicht genug! Die deutsche Firma hat seinen Kontrakt mit McLaren-Mercedes auslaufen lassen und zieht sich aus der Formel 1 zurück. Das Gros der Einnahmen der Teams wird durch Sponsorengelder erzielt. Das Wegfallen eines Sponsors wird einem renommierten Team wie McLaren nicht das Genick brechen, allerdings werden den Silberpfeilen wichtige Euro im Kamp um den Titel fehlen. Dem Team um Weltmeister Lewis Hamilton werden die Gelder vor allem im Entwicklungsbereich fehlen.
Unterdes scheint BMW trotz des Ausstiegs des Sponsors Credit Suisse unbeeindruckt von der finanziellen Lage der Formel 1. Im Gengenteil, die Bayern wollen diese Saison den ersten WM-Titel nach München holen. „Das Ziel ist, die WM zu gewinnen und nicht nur ein Rennen“, so Nick Heidfeld selbstbewusst. Ob der 32-Jährige dazu auch in der Lage ist, wage ich zu bezweifeln. Aufgrund seines Alters gehört “Quick” Nick schon zum alten Eisen in der Königsklasse. Zwar erreichte Michael Schumacher im ähnlichen Alter seine größten Erfolge, doch Heidfeld scheint seinen Zenit schon überschritten zu haben. Sollte der Mönchengladbacher erneut eine so durchwachsene Saison wie 2008 hinlegen, wird dies wohl seine letzte in der Formel 1 sein.
Flavio Briatore spricht das aus, was alle bei den Tests in Portimão, im Süden Portugals augenscheinlich befürchten: ein baldiges Aus der Formel 1. Nach dem der japanische Rennstall Honda die Formel 1 verlassen hat, drohen nun auch Toyota und Renault zu folgen. Bei einer schwachen Saison würden wohl beide Teams aus der Königsklasse des Motorsports aussteigen. Ist die finanziell angeschlagene Situation der Formel 1 größer als wir alle denken?
Als vor einigen Wochen das Aus des Honda-Racing-Teams bekannt gemacht wurde, war dies eine mehr oder weniger große Überraschung für die Formel-1-Welt. Ein großes Loch hinterlassen die Japaner aber auch nicht. Dass die Finanzkrise der Autobauer die Formel 1 schlecht dar stehen lässt, haben wohl alle mitbekommen - doch wie schlecht geht es der Formel 1 wirklich? Bis auf die Top-Teams Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW scheint kein Team ein Engagement über die nächste Saison wirklich gesichert zu haben.
Renault Teamchef und Freizeit-Playboy Flavio Briatore in sagte in einem Interview zur Lage der Formel 1: “Es geht ums Überleben. Wir hatten in der Formel 1 nie einen kritischen Moment wie diesen”. Der Druck auf die Teams und Fahrer wächst immens. Jeder Fahrer ist sich klar, wenn er versagt, wird sein Team wahrscheinlich als nächstes aus der Formel 1 aussteigen.
“Wir brauchen eine starke Saison, um eine Zukunft zu haben. Ich weiß nicht, ob wir unbedingt siegen müssen, um unseren Verbleib zu sichern, aber wir fühlen schon, dass wir Rennen gewinnen müssen”, sagte der Toyota Team-Chef John Howett. Als einzige Möglichkeit die exorbitante Last von den Schultern der Teams zu mildern, sieht Howett größere Anteile an den Vermarktungsrechten der Formel 1.
Regeländerungen, Sparmaßnahmen und Medaillenvergaben - sehen wir jemals wieder die pompöse Formel 1, die wir alle so lieben und schätzen gelernt haben?
Nachdem der neue Ferrari-Bolide F60 von der Presse, aufgrund eines technischen Defekts in einer der ersten Testrunden, als “Rote Gurke” bezeichnet wurde und nicht erlaubte Auspuffrohre entdeckt wurden, schallt es nun die nächste Ohrfeige für die Italiener: Felipe Massa stichelt gegen seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen.
Der neue Ferrari-Bolide F60 wurde mit vielen Kinderkrankheiten geboren. Das Energiewiedergewinnungssystem KERS wurde gar nicht erst ausprobiert und trotzdem haben Ferraristi Probleme mit der Technik. Nun der nächste Schock: Die Italiener haben sich dem neuen Regelwerkentgegengesetzt, indem sie Auspuffrohre aus der Verkleidung herausragen lassen haben. Nach dem Regelwerk der Saison 2009 ist genau dies nicht erlaubt, da die Teams ihre Auspuffe ansonsten als eine Art Zusatzflügel oder Leitbleche umfunktionieren können.
Die nächste “Ohrfeige”: Obwohl Massa in der WM vor Räikkönen stand, bekam der Finne Räikkönen die Nummer Drei, Massa hingegen lediglich die Startnummer vier zugewiesen. Felipe Massa äußerte sich dazu wie folgt: “Da muss sich die FIA vertan haben. Aber Zahlen sind Zahlen. Im letzten Jahr hatte er die 1 und ich die 5. Am Ende stand ich vor ihm”.
Am Rande der Präsentation des neuen McLaren-Mercedes Mp4-24 hat McLaren-Boss Ron Dennis am heutigen Freitag seinen Hut genommen. Der Brite seiht seine Zeit gekommen und überlässt Martin Whitmarsh das Zepter.
Unverhofft kommt oft! Ron Dennis ist heute am Rande der Präsentation des McLaren-Mercedes MP4-24 von seinem Amt als McLaren Teamchef zurückgetreten. Der 61-Jährige Brite überlässt das Amt Martin Whitmarsh, dem derzeitigen Chief Executive Officer der Briten. Ab den 1. März werden wir Dennis nicht mehr bei McLaren in der Funktion als Teamchef sehen. “Ich habe die Entscheidung zu 100 Prozent selbst getroffen. Es war an der zeit für Martin, den Job zu übernehmen”, sagte Dennis bei der Präsentation des neuen McLaren in Woking/England.
Mercedes-Motorsport-Boss Norbert Haug, zeigte sich wenig überrascht: “Die Entscheidung ist ganz und gar nicht spektakulär. Wir wussten über alles bescheid und haben diese Frage lange diskutiert. Martin Whitmarsh wird Rons Aufgaben übernehmen, das ist ein nahtloser Übergang und ein ganz normaler Prozess”, so der 56-Jährige Haug in einem Interview.
Da ist der eigentlich Star dieser Präsentation gänzlich untergegangen: Der MP4-24. Ähnlich wie der neue Ferrari F60 oder der Toyota TF109 besticht der McLaren-Mercedes durch eine riesig anmutende Frontschürze und einem extrem schmalen Heck. Die Regeländerungen zwingen alle Teams zu dieser Optik und werden die Karten in er neuen Saison neu mischen. Davon ist auch Haug überzeugt:”Leichter wird das Auto nicht, wenn die Startnummer einstellig ist. Aber der mit der Nummer 1 hat in der Vorsaison den besten Job gemacht. ” und weiter:”Es gibt 2009 so dramatische Änderungen im technischen Reglement wie wohl noch nie von einem Jahr auf das andere in der Geschichte der Formel 1″.
Gegen ein erneutes Herzschlagfinale, wie 2008 in Sao Paulo, hätte denke ich niemand was. Hauptsache die Karten werden nur unter den Top-Teams neu gemischt - oder wollen sie ein Finale zwischen Force India und Super Aguri sehen?
Aus Kostengründen hat der japanische Rennstall heute seinen neuen Boliden im Internet präsentiert. Timo Glock ist überzeugt davon, nächste Saison eine wichtige Rolle mit seinem asiatischen Rennstall einzunehmen. Oberste Priorität hat der erste Grand-Prix-Sieg.
Toyota präsentiert als zweites Formel-1-Team seinen neuen Boliden. So simpel, wie der Name TF109, der einfach für “Toyota Formula 1 2009″ steht, war auch die Präsentation der Japaner. Im Internet können alle Formel-1-Fans den neuen Firmenwagen des Stammpiloten Timo Glock bewundern. Grund für diese Art der Präsentation: Kosten sparen! Ebenfalls wie der F60 von Ferrari fällt jedem Formel-1-Fan sofort die riesige Front und das extrem schmale Heck auf.
Der Toyota wird auch nicht der einzige Wagen mit einem solchen Design werden. Aufgrund der Regeländerungen werden alle anderen Teams am Basis-Design mit dem breiten Flügel und dem schmalen Heck nicht viel ändern können.
Nichts desto trotz freut sich der Toyota-Pilot Timo Glock: “Ich kenne das große Potenzial unseres Teams und daher bin ich zuversichtlich, dass wir stark sein werden”. Der 26-Jährige gelernte Gerüstbauer will sein Punktekonto in der Königsklasse deutlich aufbessern und von bisher insgesamt 27 auf deutlich mehr steigern. Ähnlich angriffslustig gibt sich Teamchef Tadashi Yamashina: “Unser Ziel ist es, den ersten Sieg für Toyota einzufahren”.
Unterdes haben die Japanern einer neuen Kontrakt mit Titelsponsor Panasonic unterschrieben, der bis zum Jahr 2012 datiert ist. Somit scheint ein weiteres Team sein Dasein in der Formel 1 gesichert zu haben.
Der Vize-Weltmeister zeigt sich ganz weltmeisterlich. Die Scuderia aus Maranello enthüllte als erstes aller Formel-1-Teams ihren neuen Boliden. Zumindest die Optik ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber es gilt das schnellste und nicht das schönste Auto zu bauen.
Wie auch im letzten Jahr, hat Ferrari als erstes Team seinen Boliden für die neue Saison präsentiert. Der Wagen mit der internen Bezeichnung F60 wurde heute von den beiden Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen gemeinsam mit dem Teamchef Stefano Domenicali in Mugello präsentiert.
Wegen des Wintereinbruchs auf ihrer Hausstrecke in Fiorano hatte die Scuderia die Premienfahrt kurzfristig nach Mugello verlegt. Der frisch gebackene Vize-Weltmeister Massa drehte gleich die ersten Testrunden mit der “Roten Göttin”. Der Teamkollege des Brasilianers Kimi Räikkönen ist unterdes überzeugt mit Ferrari Mercedes die Stirn bieten zu können: “Wir sind sehr zuversichtlich, dass unser Auto sehr gut sein wird”, sagte der Finne während der Präsentation.
Massa zeigte sich kurz nach der ersten Testfahrt begeistert vom F60: “Wenn man das Auto das erste Mal auf die Strecke bringt, ist das ein ganz besonderes Gefühl”. Letztes Jahr gebürte die Ehre der Jungfernfahrt noch dem damaligen Weltmeister Kimi Räikkönen.
Aufgrund der Regeländerungen, sehen die Boliden für die nächste Saison sehr gewöhnungsbedürftig aus. Die Heckschürze sieht sehr schmal und hoch aus, somit geht ein großer Teil der sportlichen Optik der Boliden verloren. Der ganze Wagen ähnelt eher einem Miniatur-Formel-1-Wagen.
Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso soll italienischen Medienberichten zufolge bereits einen Vorvertrag mit der Scuderia Ferrari geschlossen haben. Dieser Kontrakt soll den Spanier vielleicht schon im Jahr 2010 an Ferrari binden - falls Kimi Räikkönen nächste Saison erneut so desaströs fahren sollte.
Dass Fernando Alonso von einem Engagement bei Ferrari träumt, wissen bis dato wohl auch die hartnäckigsten Formel-1-Hasser. Der Spanier hat seine Ambitionen, irgendwann für Ferrari fahren zu wollen, schon des Öfteren lauthals verkündet. Bis zur abgelaufenen Saison bestand allerdings keinerlei Grund für die Ferraristi sich nach einer neuen Nummer eins umzuschauen. Der Finne, Kimi Räikkönen, wurde vor zwei Jahren verpflichtet und holte auch prompt in seinem ersten Jahr in Ferrari den Titel. In Jahr zwei sah die Sache allerdings ganz anders aus. Unmotiviert und gelangweilt schien sich der 29-Jährige Finne gerade im Schlussspurt der Saison 2008 durch die Schikanen zu quälen. Als Krönung lief ihm der nie als Nummer eins gehandelte Fahrer, Felipe Massa, den Rang ab.
Gute Nachrichten für alle Formel-1-Fans: Italienischen Medienberichten zufolge hat der zweitreichste Mann der Welt, Carlos Slim, das Formel-1-Team Honda Racing übernommen. Als Kaufpreis geben die Südländer einen US-Dollar an. Das Fharerduo Bruno Senna und Jenson Button soll nun doch an den Start gehen.
Seit der Bekanntgabe der Japaner, sich aus der Königsklasse des Motorsports zurückziehen zu wollen, kursierten diverse Gerüchte um eine etwaige Übernahme Hondas in den Medien. So sollte Force-India-Besitzer, Vijay Mallya, an einer Übernahme interessiert gewesen sein, um sein Mutter-Team mit der japanischen Technologie des Honda-Racing-Teams auszustatten, um anschließend Honda wieder zu verkaufen. Heißeste Anwärter waren bis heute, Pro-Drive-Boss David Richards und die Franzosen von PSA. Richards scheint mit seinem Engagement bei Aston Martin zu viele Probleme zu haben, als das er sich um die Übernahme eines Formel-1-Teams kümmern konnte. Der Einstieg der Citroen- und Renault-Dachfirma PSA scheint damit ebenfalls vom Tisch zu sein. Die Franzosen liebäugeln nun ihre Vormachtstellung in der Rallye auszubauen und mit einem zweiten Team an den Start zu gehen.
Wenn man den italienischen Medienberichten Glauben schenken mag, hat der Mexikaner Carlos Slim heute bereits einen Kaufvertrag über die Übernahme des Honda-Teams unterschrieben. Der Kaufpreis soll, aufgrund der Verschuldung des Teams, bei einemobligatorischen US-Dollar gelegen haben. Slim nennt mehrere Telekommunikationsfirmen in Südamerika sein eigen, mit denen er fast 2/3 des Marktes abdeckt. Der zweitreichste Mann der Welt soll Jährlich zirka 300 Millionen Euro in sein Team pumpen. Als Fahrer werden Jenson Button und Bruno Senna für ihn tätig werden. Senna, der seit Wochen um einen Einstieg in die Formel 1 kämpft, wird von einer der Firmen Slims gesponsert.
Konstrukteurs-Weltmeister Ferrari wird im Wege der Sparmaßnahmen die Zusammenarbeit mit Rekord-Champion Michael Schumacher überdenken. 2009 könnte schon das letzte Jahr des Kerpeners in der Funktion als Berater sein.
Die Formel-1-Teams sparen aufgrund der weltweiten Finanzkrise, wo sie nur können. Der Rotstift macht auch vor einer Legende, wie der Scuderia Ferrari nicht halt. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicani äußerte sich kürzlich in einem Interview sehr skeptisch über das Engagement Schumachers: “Man muss alles auf seinen Nutzen hin überprüfen”. Was der siebenmalige Formel-1-Weltmeister konkret macht, weiß außerhalb des Ferrari-Kommandostands niemand. Vielleicht wissen es die Ferraristi selbst nicht und kommen deshalb ins grübeln. Ich denke, dass Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Schumacher an die Ferraisti binden wollte, um Schumi so ein eventuelles Comeback schmackhafter zu machen. Schließlich ist Schumacher so nah an der Rennstrecke, wie sonst kein Fan und testen tut er die Boliden auch oft genug.
Nach zwei Jahren scheint nun allerdings allen Beteiligten klar geworden zu sein, das Schumacher wirklich nicht mehr in die Formel 1 zurückkehren wird und nun gibt es für die Scuderia aus Maranello keinen Grund mehr Schumacher für eine Tätigkeit zu bezahlen, die man einfach nicht benötigt. Die Ferrari-Boliden waren bis dato, dank der ausgezeichneten Entwicklungsarbeit der Technik-Abteilung, immer unter den besten Automobilen. Das Fahren kann Schumacher gestandenen Profis, wie Kimi Räikkönen oder Felipe Massa eh nicht beibringen - schließlich hat er dies über Jahre schon bei Massa versucht.
Wir müssen uns wohl alle damit abfinden, dass Michael Schumacher trotz seiner Nähe zur Rennstrecke und den Ferraristi nie wieder an einem Formel-1-Grand-Prix teilnehmen wird.