Der Vize-Weltmeister zeigt sich ganz weltmeisterlich. Die Scuderia aus Maranello enthüllte als erstes aller Formel-1-Teams ihren neuen Boliden. Zumindest die Optik ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber es gilt das schnellste und nicht das schönste Auto zu bauen.
Wie auch im letzten Jahr, hat Ferrari als erstes Team seinen Boliden für die neue Saison präsentiert. Der Wagen mit der internen Bezeichnung F60 wurde heute von den beiden Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen gemeinsam mit dem Teamchef Stefano Domenicali in Mugello präsentiert.
Wegen des Wintereinbruchs auf ihrer Hausstrecke in Fiorano hatte die Scuderia die Premienfahrt kurzfristig nach Mugello verlegt. Der frisch gebackene Vize-Weltmeister Massa drehte gleich die ersten Testrunden mit der “Roten Göttin”. Der Teamkollege des Brasilianers Kimi Räikkönen ist unterdes überzeugt mit Ferrari Mercedes die Stirn bieten zu können: “Wir sind sehr zuversichtlich, dass unser Auto sehr gut sein wird”, sagte der Finne während der Präsentation.
Massa zeigte sich kurz nach der ersten Testfahrt begeistert vom F60: “Wenn man das Auto das erste Mal auf die Strecke bringt, ist das ein ganz besonderes Gefühl”. Letztes Jahr gebürte die Ehre der Jungfernfahrt noch dem damaligen Weltmeister Kimi Räikkönen.
Aufgrund der Regeländerungen, sehen die Boliden für die nächste Saison sehr gewöhnungsbedürftig aus. Die Heckschürze sieht sehr schmal und hoch aus, somit geht ein großer Teil der sportlichen Optik der Boliden verloren. Der ganze Wagen ähnelt eher einem Miniatur-Formel-1-Wagen.
Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso soll italienischen Medienberichten zufolge bereits einen Vorvertrag mit der Scuderia Ferrari geschlossen haben. Dieser Kontrakt soll den Spanier vielleicht schon im Jahr 2010 an Ferrari binden - falls Kimi Räikkönen nächste Saison erneut so desaströs fahren sollte.
Dass Fernando Alonso von einem Engagement bei Ferrari träumt, wissen bis dato wohl auch die hartnäckigsten Formel-1-Hasser. Der Spanier hat seine Ambitionen, irgendwann für Ferrari fahren zu wollen, schon des Öfteren lauthals verkündet. Bis zur abgelaufenen Saison bestand allerdings keinerlei Grund für die Ferraristi sich nach einer neuen Nummer eins umzuschauen. Der Finne, Kimi Räikkönen, wurde vor zwei Jahren verpflichtet und holte auch prompt in seinem ersten Jahr in Ferrari den Titel. In Jahr zwei sah die Sache allerdings ganz anders aus. Unmotiviert und gelangweilt schien sich der 29-Jährige Finne gerade im Schlussspurt der Saison 2008 durch die Schikanen zu quälen. Als Krönung lief ihm der nie als Nummer eins gehandelte Fahrer, Felipe Massa, den Rang ab.
Gute Nachrichten für alle Formel-1-Fans: Italienischen Medienberichten zufolge hat der zweitreichste Mann der Welt, Carlos Slim, das Formel-1-Team Honda Racing übernommen. Als Kaufpreis geben die Südländer einen US-Dollar an. Das Fharerduo Bruno Senna und Jenson Button soll nun doch an den Start gehen.
Seit der Bekanntgabe der Japaner, sich aus der Königsklasse des Motorsports zurückziehen zu wollen, kursierten diverse Gerüchte um eine etwaige Übernahme Hondas in den Medien. So sollte Force-India-Besitzer, Vijay Mallya, an einer Übernahme interessiert gewesen sein, um sein Mutter-Team mit der japanischen Technologie des Honda-Racing-Teams auszustatten, um anschließend Honda wieder zu verkaufen. Heißeste Anwärter waren bis heute, Pro-Drive-Boss David Richards und die Franzosen von PSA. Richards scheint mit seinem Engagement bei Aston Martin zu viele Probleme zu haben, als das er sich um die Übernahme eines Formel-1-Teams kümmern konnte. Der Einstieg der Citroen- und Renault-Dachfirma PSA scheint damit ebenfalls vom Tisch zu sein. Die Franzosen liebäugeln nun ihre Vormachtstellung in der Rallye auszubauen und mit einem zweiten Team an den Start zu gehen.
Wenn man den italienischen Medienberichten Glauben schenken mag, hat der Mexikaner Carlos Slim heute bereits einen Kaufvertrag über die Übernahme des Honda-Teams unterschrieben. Der Kaufpreis soll, aufgrund der Verschuldung des Teams, bei einemobligatorischen US-Dollar gelegen haben. Slim nennt mehrere Telekommunikationsfirmen in Südamerika sein eigen, mit denen er fast 2/3 des Marktes abdeckt. Der zweitreichste Mann der Welt soll Jährlich zirka 300 Millionen Euro in sein Team pumpen. Als Fahrer werden Jenson Button und Bruno Senna für ihn tätig werden. Senna, der seit Wochen um einen Einstieg in die Formel 1 kämpft, wird von einer der Firmen Slims gesponsert.
Konstrukteurs-Weltmeister Ferrari wird im Wege der Sparmaßnahmen die Zusammenarbeit mit Rekord-Champion Michael Schumacher überdenken. 2009 könnte schon das letzte Jahr des Kerpeners in der Funktion als Berater sein.
Die Formel-1-Teams sparen aufgrund der weltweiten Finanzkrise, wo sie nur können. Der Rotstift macht auch vor einer Legende, wie der Scuderia Ferrari nicht halt. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicani äußerte sich kürzlich in einem Interview sehr skeptisch über das Engagement Schumachers: “Man muss alles auf seinen Nutzen hin überprüfen”. Was der siebenmalige Formel-1-Weltmeister konkret macht, weiß außerhalb des Ferrari-Kommandostands niemand. Vielleicht wissen es die Ferraristi selbst nicht und kommen deshalb ins grübeln. Ich denke, dass Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Schumacher an die Ferraisti binden wollte, um Schumi so ein eventuelles Comeback schmackhafter zu machen. Schließlich ist Schumacher so nah an der Rennstrecke, wie sonst kein Fan und testen tut er die Boliden auch oft genug.
Nach zwei Jahren scheint nun allerdings allen Beteiligten klar geworden zu sein, das Schumacher wirklich nicht mehr in die Formel 1 zurückkehren wird und nun gibt es für die Scuderia aus Maranello keinen Grund mehr Schumacher für eine Tätigkeit zu bezahlen, die man einfach nicht benötigt. Die Ferrari-Boliden waren bis dato, dank der ausgezeichneten Entwicklungsarbeit der Technik-Abteilung, immer unter den besten Automobilen. Das Fahren kann Schumacher gestandenen Profis, wie Kimi Räikkönen oder Felipe Massa eh nicht beibringen - schließlich hat er dies über Jahre schon bei Massa versucht.
Wir müssen uns wohl alle damit abfinden, dass Michael Schumacher trotz seiner Nähe zur Rennstrecke und den Ferraristi nie wieder an einem Formel-1-Grand-Prix teilnehmen wird.
Er gehört zur Formel 1, wie Franz Beckenbauer zu den Bayern. Allerdings scheint jede Liebe ein Ende zu haben. Flavio Briatore äußerte sich in einem Interview so, dass von einem Rücktritt im Jahre 2010 ausgegangen werden kann.
Renault Teamchef Flavio Briatore hat schon einige Talente, unter anderem Michael Schumacher und Fernando Alonso, entdeckt. Kaum jemand kennt sich in diesem Metier besser aus, als der 58-Jährige Italiener. Der Playboy mimt wohl auch gerade deshalb mal wieder den Fuchs, in dem er just in einem Interview beiläufig erwähnte, sich wohl in zwei Jahren aus der Königsklasse des Motorsports zurückzuziehen.
Alles begann mit der Frage eines Reporters, ob sich Briatore denn vorstellen könnte eines Tages seine Brötchen in Maranello zu verdienen. “Ich möchte Ferrari besiegen, aber wenn mein Team nicht gewinnt, bin ich natürlich für Ferrari. Schließlich bin ich Italiener. Ich kann mir nicht vorstellen, in Maranello zur Arbeit zu gehen. Vor allem deshalb, weil ich in zwei Jahren aufhören werde”, antwortete der Miteigentümer des englischen Fußballklubs Queens Park Rangers. Somit heizte Briatore selbst die Spekulationen um ein nahendes Karriereende an.
Ist das nun wirklich das Aus für Briatore? Der Italiener äußerte sich nach seiner Krebserkrankung im Jahr 2006 schon ein Mal dahingehend, dass er sich schon bald aus der Formel 1 zurückziehen wolle, da er das Gefühl habe alles erreicht zu haben und der Formel-1-Zirkus auf Dauer doch sehr kräftezehrend sei.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der französische Hersteller PSA, Dachfirma von Citroen und Peugeot, Interesse an einem Einstieg in die Formel 1 haben. Die Übernahme des aus der Königsklasse zurückgezogenen Honda-Racing-Teams steht im Raum.
Schöner könnte es für Bernie Ecclestone nicht laufen. Erst kurze Zeit, nachdem der japanische Rennstall Honda Racing seinen Rückzug aus der Formel 1 bekundete, meldet sich schon ein potenzieller Interessent für einen Einstieg in die Königsklasse des Motorsports. Derzeit prüfen die Franzosen eine Übernahme des asiatischen Teams.
Erfahrung auf dem Segment des Motorsports haben die Franzosen zweifelsohne aufzuweisen. In der WRC ist der Hersteller mit Sébastian Loeb auf Citroen Daueraspirant auf den Fahrer- und Konstrukteurstitel. Peugeot hat einige Erfolge in der Le-Mans-Serie zu verbuchen. Die PSA-Gruppe war sogar mal mit dem ehemaligen Prost-Team in der Formel 1. Die weltweite Finanzkrise scheint bei den Franzosen weniger Spuren hinterlassen zu haben, als dies bei anderen Herstellern der Fall ist.
Für die Besetzung der beiden Cockpits scheinen die Franzosen auch schon einen Plan zu haben. Neben Jenson Button soll Sebastian Bourdais auf Punktejagd gehen. Der 29-Jährige Franzose kämpft derzeit in Tests mit Bestzeiten um einen Platz bei Toro Rosso.
Ecclestone hätte seine zehn Teams für die nächste Saison komplett und könnte darauf bauen, dass die Franzosen kein Hinterbänkler-Team aufbauen würde, wie es oft genug bei ominösen Investoren der Fall war, die zwar viel Geld in der Tasche aber keine Ahnung vom Formel-1-Circuit hatten.
Michael Schumacher und Sebastian Vettel haben, wie auch schon im Vorjahr, beim Race of Champions den Nations Cup gewonnen. Im Wembley-Stadion setzten sich der Rekord-Formel-1-Weltmeister Schumacher und der 22-Jährige Monza-Sieger Vettel gegen die beiden Audi-DTM-Piloten Mattias Ekström und Tom Kristensen durch.
Die Creme de la Creme des Motorsports traf sich am heutigen Sonntag wieder im englischen Wembley-Stadion um die besten Fahrer der Welt in direkten Duellen rauszufahren. “The same procedure as every year” könnte man fast zum Finale des Nation Cups beim Race of Cahmpions sagen. Exakt wie auch im Jahr 2007 standen sich im Finale die deutschen Piloten Michael Schumacher und Sebastian Vettel und die schwedisch-dänische-Audi-Co-Produktion Mattias Ekström und Tom Kristensen gegenüber.
Das Team Scandinavia konnte erst im Tie-Break geschlagen werden. Dieses Jahr holte allerdings der 39-Jährige Schumacher den entscheidenden Punkt. Nachdem Schumacher das Duell gegen Le-Mans-Rekordsieger Kristensen gewonnen hatte, schaffte es der Le-Mens-Einzelsieger von 2006 und 2007, Ekström, vor Vettel in das Ziel zu kommen. Der Entscheidungslauf fand zwischen Schumacher und Ekström statt, mit nun bekannten Ausgang. Schumi schaffte es so sich für die letztjährige Niederlage im Einzelzeitfahren gegen den Schweden zu revanchieren.
Das Duo der beiden letzten deutschen Formel-1-Grand-Prix-Sieger (Schumacher letztmals 2006, Vettel 2008) setzte sich gegen Namenhafte Konkurrenten durch. Unter anderem waren der Dauer-Rallye-Champ Sebastian Loeb, Tourenwagen-Weltmeister Yvan Mueller, Formel-1-Pilot David Coulthard und Jenson Button an den Start gegangen.
Der Weltverband FIA hat am heutigen Freitag ein umfangreiches Sparpaket für die Zukunft der Königsklasse verabschiedet. Bereits kommende Saison, wird die Formel 1 ein neues Gesicht bekommen. Wir stellen ihnen alle Neuerungen vor.
Das “World Motor Sport Council” der FIA hat die Sparpläne der Formel 1 abgesegnet. Durch das Umfangreiche Sparpaket sollen die Kosten um etwa einen Drittel, auf lange Sicht gesehen gar um die Hälfte, gesenkt werden. Somit hat die FIA prompt auf die Krise in der Automobilindustrie reagiert und versucht weiteren Ausfällen, wie bei Honda geschehen, entgegen zu wirken.
Ab der Saison 2009 darf jeder Fahrer während der laufenden Saison nur noch acht Motoren benutzen. Das heißt, dass die Aggregate nun vier, statt wie bisher nur zwei Rennen überstehen. Allein durch diese Maßnahme werden die Kosten für die Triebwerke um 50 Prozent reduziert. Ein großer Nachteil wird die Begrenzung der Umdrehungen auf 18.000, da die letze Begrenzung auf 19.000 Umdrehung schon zeigte, dass die so viel weniger zu leisten im Stande sind. Desweiteren werden ab dem nächsten Jahr alle Testfahrten nur während den Rennwochenenden stattfinden - und das nur Freitags. Das ist ein Hammer, bedenkt man, dass bis dato permanent gerade außerhalb der Rennwochenenden getestet wurde.
Die Formel-1-Teams und die FIA einigten sich ferner auch über eine sechswöchige Schließung aller Fabriken. bislang durfte die Formel-1-Fabriken täglich arbeiten und in ihren Windkanälen testen. Alle Teams müssen in Zukunft ihre Informationen bezüglich Benzinmenge und Reifen offen legen. Damit werden die Boxenstopp-Strategien aus der Formel 1 verschwinden.
Wird das die langweiligste Formel-1-Saison aller Zeiten?
Seit dem DTM-Finale in Hockenheim sind bereits einige Wochen vergangen. Durch die Ehrung der besten DTM-Piloten und Teams, fand die Saison nun in Essen ihren krönenden Abschluss.
Alles, was im deutschen Motorsport Rang und Namen hat, trifft sich in Essen bei der DMSB-Meisterfeier, um die vergangene Saison genüsslich ausklingen zu lassen. DTM-Champion Timo Scheider, der zweitplatzierte Paul di Resta und der Dritte, Mattias Ekström, wurden für ihre hervoragenden Leistungen vergangene Saison ebenso, wie die bestplatzierten Teams der Mercedes-Benz Bank AMG Mercedes und die beiden Audi Sport Teams von Abt geehrt.
“Mister DTM”, Bern Schneider, wurde mit dem DMSB-Pokal ausgezeichnet. Diesen Ehrenpreis erhalten nur Personen, die sich um den deutschen Motorsport verdient gemacht haben. Mit seinen fünf Titeln und 43 Siegen hat Bernd Schneider diesen mehr als verdient. Seine außergewöhnlichen Leistungen wurden von der DMSB-Jury und namenhaften Chefredakteuren der größten deutschen Motorsport-Fachzeitschriften gewürdigt.
Unterdessen gab Audi als Ziel für die neue Saison den Hattrick aus. Nachdem die Ingolstädter die vergangenen beiden Jahre die DTM gewinnen konnten, wollen sie nun als erstes Team in der Geschichte dieser Serie drei Mal in Folge den Titel holen. Der neue A4 mit der internen Bezeichnung “R14plus” soll dabei der Schlüssel zum Erfolg werden. Eine neue Ära zeichnet sich ab. Audi wird zur dominierenden Kraft in der DTM und Rekord-Champ Bernd Schneider weicht den jungen, aufstrebenden Fahrern.
Volkswagen will im kommenden Jahr sein Motorsport-Programm ausweiten. Neben der Dakar-Rallye im Januar will VW auch in die Formel 3 in Großbritannien und in den neuen Scirocco-Cup in China einsteigen.
Weitere Einsätze im Motorsport plant Volkswagen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, bei der Rallye des neuen Baja-Touareg in der SCORE-Serie in den USA, beim Polo-Cup und bei der Formel ADAC sowie bei weiteren Markenpokalen, die weltweit stattfinden werden.
“Volkswagen kann im Motorsport auf eine erfolgreiche Saison 2008 zurückblicken und sich schon jetzt auf ein abwechslungsreiches Jahr 2009 freuen”, erklärte Motorsportdirektor Kris Nissen bei einer Motor-Show in Essen. “Von Nachwuchsprojekten für Einsteiger im Formel- oder Tourenwagensport über Profi-Engagements wie dem Formel-3-Motorenprogramm bis zum Spitzensport im Marathon- und Offroad-Rallyesport sowie bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring wird Volkswagen auch 2009 seine Motorsport-Kompetenz beweisen”, stellte Nissen das Programm vor.