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Archiv: Motorrad

GP Valencia: Saisonfinale in Spanien

Autor: Jörgen Heller
abgelegt in: MotoGP, Motorrad

Am kommenden Wochenende wird das Saisonfinale der MotoGP-, der 250er- und der 125er-Klasse in Valencia ausgetragen. Valentino Rosso steht schon als neuer Weltmeister der Motorrad-Königsklasse fest. Aber wird der Italiener auf dem sehr engen Kurs beim letzten WM-Lauf eine Gala-Vorstellung bieten oder wird Lokalmatador Dani Pedrosa auf dem Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo auftrumpfen?

Der 4,005 Kilometer lange Kurs in Cheste befindet sich zirka 20 Kilometer von der spanischen Stadt Valencia entfernt. Seit dem Jahre 1999 werden in der spanischen Metropole Grand Prix der Motorrad-WM ausgetragen.

Die Rennbahn wird entgegen dem Uhrzeigersinn umrundet. Im Schnitt ist die Bahn zwölf Meter breit und es existieren neun Links- sowie fünf Rechtskurven. Am Circuit finden 120.000 Zuschauer Platz, die besonders nah das Renngeschehen verfolgen können.

Lokalmatador Pedrosa findet die Nähe der Moto-GP-Fans einmalig: “Eine Runde auf der Strecke ist sehr kurz. Aber für die Fans ist es klasse, denn sie können fast die ganze Runde überblicken. Es ist alles ein bisschen wie in einem Stadion und beim Saisonfinale ist die Stimmung bestimmt wieder mal grandios. Ich fahre immer gern dort, weil ich die Unterstützung der Fans regelrecht spüren kann.”


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Den vorletzten Grand Prix von Malaysia gewann der Spanier Alvaro Bautista vor Hiroshi Aoyama aus Japan. Marco Simoncelli reichte ein dritter Platz in Sepang, um vorzeitig den ersten Weltmeistertitel seiner Karriere in der 250-ccm-Klasse zu feiern.

In der WM-Gesamtwertung hat Simoncelli vor dem letzten Rennen in Valencia 28 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Bautista. Somit ist dem Gilera-Piloten aus Italien die WM-Krone in der 250-ccm-Klasse nicht mehr zu nehmen. “Ich bin einfach nur glücklich und völlig kaputt. Mehr kann ich jetzt nicht sagen”, meinte der neue Weltmeister nach der Hitzeschlacht von Sepang bei Temperaturen um die 45 Grad Celsius.

Nur Bautista und Hiroshi Aoyama, der von der Pole Position in Rennen ging, waren schneller als der italienische Lockenkopf Simoncelli. Nach einigen Runden musste der Japaner die Führung an den 23-jährigen Spanier abgeben. In der Folge fuhr Bautista zu seinem vierten Saisonsieg und sah zweieinhalb Sekunden vor dem KTM-Piloten die Zielflagge.


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Der Ungar Gabor Talmasci hat den Großen Preis von Malaysia in der 125-ccm-Klasse für sich entschieden. Zweiter wurde Bradley Smith vor Simone Corsi Vierter. Der Deutsche Sandro Cortese verpasste mit Platz vier haarscharf den ersten Podiumsplatz seiner Karriere. Stefan Bradl fiel in Sepang aus.

Bradl fiel nach einem technischen Defekt in der Gesamtwertung vom zweiten auf den vierten Platz zurück. “Der Drehzahlmesser blieb bei 12 000 Umdrehungen stehen, dann setzte das Motorrad ganz aus. Ich habe noch versucht, es wieder in Gang zu bringen, aber es nutzte nichts”, sagte der Zahlinger verärgert.

Der zweite deutsche Pilot in der der 125-ccm-Klasse Cortese kämpfte lange Zeit verbissen um Platz drei. Aber am Ende fehlten dem Italo-Schwaben 29 Tausendstelsekunden für den ersten Podiumsplatz in der kleinsten Motorrad-Klasse. “Es war das beste Rennen, das ich gezeigt habe. Wenn die Zielgerade zehn Meter länger gewesen wäre, hätte es zu Platz drei wohl gereicht”, sagte der Berkheimer enttäuscht.

Den Sieg sicherte sich bei tropischen Temperaturen in Südostasien Ex-Weltmeister Gabor Talmacsi aus Ungarn. Der designierte Weltmeister Mike di Meglio aus Frankreich wurde Fünfter.


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Marco Simoncelli hat in der 250er-Klasse den Großen Preis auf Phillip Island in Australien vor Alvaro Bautista und Mika Kallio für sich entschieden. Damit ist der italienische Gilera-Pilot bei ausstehenden Rennen kurz vor dem Gewinn der WM-Krone.

Simoncelli hat in der Fahrerwertung 37 Punkte Vorsprung vor Bautista und 49 vor Kallio.

Der WM-Spitzenreiter und der Spanier lieferten sich in Australien ein heißes Duell. Beide kämpften verbissen um den GP-Sieg in „Down Under“, wobei sie sich zweimal berührten. Am Ende gewann der Italiener hauch dünn mit zwei Zehnteln Vorsprung vor Bautista.

“Der Sieg ist fantastisch”, erklärte Simoncelli freudestrahlend. “Es war ein fantastisches Rennen, ein toller Fight mit Alvaro von der ersten bis zur letzten Runde. Ich habe alles versucht, aber Alvaro ließ sich einfach nicht abhängen. Ich habe zwar gewonnen, aber er ist ein großes Rennen gefahren”, zollte der Sieger seinem Gegner Respekt.

Der Spanier meinte zu dem Rennverlauf: “Es war ein toller Zweikampf. In der letzten Runde wollte ich es noch einmal probieren, aber Marco hat die Tür zugemacht. Trotzdem freue ich mich über die tolle Show, die wir geboten haben.”

Fahrerwertung:

1. Marco Simoncelli 240 Punkte
2. Alvaro Bautista 203
3. Mika Kallio 191
4. Alex Debon 166
5. Héctor Barbera 142


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copyright brewz @ flickr.com

Mike di Meglio hat den Grand Prix von Australien für sich entscheiden können. Der Franzose feierte in Phillip Island seinen vierten Saisonsieg und sicherte sich somit frühzeitig den WM-Titel. Titelverteidiger Gabor Talmacsi überquerte die Ziellinie als Dritter und war seinen Titel somit los.

Der neue Champion Mike di Miglio (Derbi) lieferte ein starkes Rennen ab und unterstrich somit seine Dominanz in der 125er-Klasse. Di Miglio fuhr von der zweiten Runde an allen davon und ließ seinen Konkurrenten nicht den Hauch einer Chance. Stefan Bradl, der nur noch theoretische Chancen auf den Titel hatte, landete auf Rang zwei. Der Aprilia-Pilot erwischte einen denkbar schlechten Start und fiel gar auf Rang 13. zurück. Unbeeindruckt der guten Leistungen di Meglio, der auch sämtliche Trainings in Australien dominierte, kämpfte sich der Japan-GP-Sieger jedoch schnell zurück.

Das Ende ist mittlerweile allen bekannt. Es sprang ein sensationeller zweiter Platz für den 18-Jährige raus, der ihm in der Gesamtwertung aber leider nicht Mal den Vize-Weltmeistertitel sichert. Da Bradl, wie berichtet, auch nächste Saison der 125er-Klasse treu bleiben muss, bleibt uns nur zu hoffen, dass der Zahlinger nächste Saison den Titel nach Deutschland holen wird.

Sandro Cortese landete erneut auf Rang sechs. Der 18-Jährige hat somit in den letzten zehn Rennen eine durchaus positive Bilanz von zehn Top-Ten-Plätzen vorzuweisen. Cortese schaffte es zwischenzeitlich erstmals in seiner jungen Karriere den ersten Platz für sich zu verbuchen, doch der Aprilia-Pilot stürzte und musste sich fast vom Ende des Feldes zurück kämpfen.

Zwei phänomenale Aufholjagden, zweier sehr talentierter deutscher Piloten, gab es beim Australien Grand Prix also zu sehen. Schade! Es war mehr drin Jungs!


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Motorrad: Hauptsponsor bremst Bradl aus

Autor: Nikola Trboglav
abgelegt in: Motorrad, News

copyright by Richard Mushet@flickr.com

Der angestrebte Klassenwechsel der wohl größten Motorradhoffnung Deutschlands, Stefan Bradl, wird sich wohl nicht schon nächste Saison ereignen. Der 18-Jährige Aprilia-Pilot wird auf Wunsch seines Hauptsponsors eine weitere Saison in der 125er-Klasse bleiben.

Wie zuletzt berichtet, hat die größte deutsche Nachwuchshoffnung im Motorradsport seinen Willen geäußert möglichst in der nächsten Saison in die Königsklasse aufsteigen zu wollen. Nach dem Bradl seinen zweiten Saisonsieg beim Grand Prix von Japan in Motegi feiern konnte, hat der Zahlinger seine berechtigten Hoffnungen kundgetan. Doch wie Bradls selbst sagte, entscheiden das andere. Diese Anderen sind zum Beispiel sein Hauptsponsor Grizzly Power, der den Bemühungen des 18-Jährigen den Riegel vorschob.

Bradls Vater und die Förderer des Aprilia-Piloten sehen den ganzen Vorgang mit Bedauern. Das Nachwuchstalent verliert so ein Jahr in der Königsklasse und die Möglichkeit wichtige Erfahrungen in jungen Jahren zu sammeln. Die einzige Möglichkeit für Bradl wäre wohl ein neuer, viel einflussreicherer Sponsor, der ihn aus dem Vertrag mit Grizzly Power rauskauft und in die 250er-Klasse bringt. Doch das ist eher unwahrscheinlich.

Unserem Rohdiamanten bleibt wohl nichts anderes übrig, als sich mit der 125er-Klasse anzufreunden und nächste Saison den Titel nach Deutschland zu holen.


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Marco Simoncelli konnte gestern beim Großen Preis von Japan seinen vierten Saison-Sieg feiern. Damit konnte der Italiener seine WM-Führung in der 250er-Weltmeisterschaft weiter ausbauen. Dahinter fuhren die Aprila-Piloten Alvaro Bautista und Alex Debon ins Ziel.

Simoncelli hat nun vor den drei noch ausstehenden Saisonrennen 32 Punkte Vorsprung auf den Spanier Bautista. Mit diesem Punkte-Polster wird dem Lockenkopf die WM-Krone wohl nicht mehr zu nehmen sein.

Der Italiener ging in Motegi schon nach wenigen Kurven in Führung und seine Konkurrenten sahen nur noch die Rücklichter des WM-Spitzenreiters. Der schwach gestartete Bautista machte es aber noch einmal spannend. Der Aprila-Pilot konnte sich vom Verfolgerfeld absetzen und fuhr die Lücke zum Gilera-Fahrer fast zu. Leider waren in der vorletzten Runde zwei überrundete Fahrer dem Spanier im Weg. So konnte Bautista nicht mehr zu Simoncelli aufschließen und der Sieg war dem Italiener nicht mehr zu nehmen.


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125er: Bradl mit zweitem Saisonerfolg

Autor: Nikola Trboglav
abgelegt in: Motorrad

copyright by Richard Mushet@flickr.com

Der deutsche Aprilia-Pilot Stefan Bradl konnte beim Grand Prix im japanischen Motegi seinen zweiten Saisonerfolg verbuchen. Der 18-Jährige will in die Fußstapfen seines Vaters und Vize-Weltmeisters Helmut Bradl treten und nächste Saison in die 250er-Klasse aufsteigen.

Stefan Bradl aus Zahling hat beim Großen Preis von Japan auf sich aufmerksam gemacht. Durch seine Aggressive Fahrweise konnte sich der 18-Jährige, der von Startplatz zwei aus ins Rennen in Motegi gegangen war, den zweiten Saisonsieg sichern hat sich in der Gesamtwertung um einen Platz auf Rang drei verbessert. Der Aprilia-Pilot verwies den französischen WM-Spitzenreiter Mike di Meglio (Derbi) und den ungarischen Titelverteidiger Gabor Talmacsi (Aprilia) auf die Plätze zwei und drei. “Das war ein geiles Rennen. Ich bin voll auf Angriff gefahren. Ich bin überglücklich”, sagte Bradl nach dem Rennen.

Bradl, der mit einem Wechsel in die 250er-Klasse liebäugelt, nach dem Rennen: “Die Möglichkeit ist da, in die 250er-Klasse zu gehen. Es ist aber noch nichts entschieden. Ich möchte wechseln, aber das entscheiden andere Leute”. Der Zahlinger wahrt so noch seine geringen Chancen auf den Titel. Für den Berkheimer Sandro Cortese lief es nicht ganz so gut. Der Aprilia-Pilot wurde nur sechster und konnte seinen Ambitionen nicht gerecht werden. Cortese hat mit 107 Punkten in der Gesamtwertung keine Chancen mehr den Titel zu gewinnen.

In der WM-Wertung führt di Meglio mit 212 Punkten vor dem Italiener Simone Corsi (Aprilia/176) und Bradl (167).


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Die deutschen Motorrad-Asse Stefan Bradl und Sandro Cortese stehen beim Grand Prix von Japan in Motegi in der ersten Startreihe. Der Zahlinger Bradl, der als WM-Vierter in der 125er-Klasse nur noch geringe Titelchancen hat, verpasste nur knapp die Pole Position und startet von Platz zwei aus ins Rennen. Der Berkheimer Cortese startet beim Rennen am Sonntag von Platz vier aus ins Rennen.

Der Aprilla-Pilot Bradl hat beste Aussichten auf einen Podiumsplatz und kann zusätzlich seine WM-Chancen so eventuell noch steigern. Schneller als Bradl war nur Spitzenreiter Mike de Meglio aus Frankreich. Bradl zeigte sich ein wenig enttäuscht: “Eigentlich wollte ich die Pole Position, es hat leider nicht geklappt. Es wäre durchaus mehr drin gewesen. Aber ich bin natürlich trotzdem zufrieden, mein Motorrad läuft super, wir haben wieder den besten Top-Speed”.

In den letzten Runden sei er noch mal richtig schnell gewesen, aber er musste einen Fahrer überholen und das habe Zeit gekostet. Ebenfalls aus der ersten Startreihe geht Sandro Cortese in Japan in das 14. von 17. Weltmeisterschafts-Rennen an den Start. Von den hinteren Startplätzen gehen Robin Lässer als 22. und der erst 15 Jahre alte Jonas Folger als 31. ins Rennen.

In der MotoGP-Klasse sicherte sich der Spanier Jorge Lorenzo auf Yamaha etwas überraschend die Pole vor dem Titelverteidiger und Ducati-Piloten Casey Stoner aus Australien und Ex-Weltmeister Nicky Hayden (Honda). Italiens Hoffnung Valentino Rossi auf Yamaha, der am Sonntag seinen achten WM-Titel feiern könnte, geht von Rang vier aus ins Rennen. Rossi würde der dritte Platz zum vorzeitigen WM-Triumph reichen.


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Stefan Bradl belegte beim Großen Preis von Indianapolis im Rennen der 125ccm-Klasse einen dritten Platz. Nicolas Terol aus Spanien erzielte den ersten Sieg seiner Karriere vor Landsmann Pol Espargaro. Sandro Cortese wurde Fünfter.

Der Deutsche Bradl legte einen unglücklichen Start hin und musste zusehen, wie das halbe Feld an ihm vorbei preschte. “Ich konnte vom zweiten nicht in dritten Gang schalten und musste noch einemal in den ersten zurück”, resümierte er das technische Problem beim Start.

Auf den 15. Platz zurückgefallen, kämpfte sich Bradl wieder an die Spitze. Der Zahlinger dachte sich jetzt gilt nur noch: “Einfach volle Kanne.” Am Ende fuhr er sensationell auf das Treppchen in Indianapolis. “Ich kann das immer noch nicht glauben, von 15 auf drei, das ist nicht schlecht”, sagte er zu seiner Leistung. Cortese kam zwei Plätze hinter dem Sensations-Dritten ins Ziel und rundete die starke deutsche Leistung ab.

Mike di Meglio, der in Indianapolis nur Zehnter wurde, führt weiterhin in der WM-Fahrerwertung mit nun 192 Punkten. 25 Punkte dahinter folgt Simone Corsi. Titelverteidiger Gabor Talmasci (149) befindet sich auf Platz knapp vor Bradl (142).


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