Am Rande der Präsentation des neuen McLaren-Mercedes Mp4-24 hat McLaren-Boss Ron Dennis am heutigen Freitag seinen Hut genommen. Der Brite seiht seine Zeit gekommen und überlässt Martin Whitmarsh das Zepter.
Unverhofft kommt oft! Ron Dennis ist heute am Rande der Präsentation des McLaren-Mercedes MP4-24 von seinem Amt als McLaren Teamchef zurückgetreten. Der 61-Jährige Brite überlässt das Amt Martin Whitmarsh, dem derzeitigen Chief Executive Officer der Briten. Ab den 1. März werden wir Dennis nicht mehr bei McLaren in der Funktion als Teamchef sehen. “Ich habe die Entscheidung zu 100 Prozent selbst getroffen. Es war an der zeit für Martin, den Job zu übernehmen”, sagte Dennis bei der Präsentation des neuen McLaren in Woking/England.
Mercedes-Motorsport-Boss Norbert Haug, zeigte sich wenig überrascht: “Die Entscheidung ist ganz und gar nicht spektakulär. Wir wussten über alles bescheid und haben diese Frage lange diskutiert. Martin Whitmarsh wird Rons Aufgaben übernehmen, das ist ein nahtloser Übergang und ein ganz normaler Prozess”, so der 56-Jährige Haug in einem Interview.
Da ist der eigentlich Star dieser Präsentation gänzlich untergegangen: Der MP4-24. Ähnlich wie der neue Ferrari F60 oder der Toyota TF109 besticht der McLaren-Mercedes durch eine riesig anmutende Frontschürze und einem extrem schmalen Heck. Die Regeländerungen zwingen alle Teams zu dieser Optik und werden die Karten in er neuen Saison neu mischen. Davon ist auch Haug überzeugt:”Leichter wird das Auto nicht, wenn die Startnummer einstellig ist. Aber der mit der Nummer 1 hat in der Vorsaison den besten Job gemacht. ” und weiter:”Es gibt 2009 so dramatische Änderungen im technischen Reglement wie wohl noch nie von einem Jahr auf das andere in der Geschichte der Formel 1″.
Gegen ein erneutes Herzschlagfinale, wie 2008 in Sao Paulo, hätte denke ich niemand was. Hauptsache die Karten werden nur unter den Top-Teams neu gemischt - oder wollen sie ein Finale zwischen Force India und Super Aguri sehen?
Aus Kostengründen hat der japanische Rennstall heute seinen neuen Boliden im Internet präsentiert. Timo Glock ist überzeugt davon, nächste Saison eine wichtige Rolle mit seinem asiatischen Rennstall einzunehmen. Oberste Priorität hat der erste Grand-Prix-Sieg.
Toyota präsentiert als zweites Formel-1-Team seinen neuen Boliden. So simpel, wie der Name TF109, der einfach für “Toyota Formula 1 2009″ steht, war auch die Präsentation der Japaner. Im Internet können alle Formel-1-Fans den neuen Firmenwagen des Stammpiloten Timo Glock bewundern. Grund für diese Art der Präsentation: Kosten sparen! Ebenfalls wie der F60 von Ferrari fällt jedem Formel-1-Fan sofort die riesige Front und das extrem schmale Heck auf.
Der Toyota wird auch nicht der einzige Wagen mit einem solchen Design werden. Aufgrund der Regeländerungen werden alle anderen Teams am Basis-Design mit dem breiten Flügel und dem schmalen Heck nicht viel ändern können.
Nichts desto trotz freut sich der Toyota-Pilot Timo Glock: “Ich kenne das große Potenzial unseres Teams und daher bin ich zuversichtlich, dass wir stark sein werden”. Der 26-Jährige gelernte Gerüstbauer will sein Punktekonto in der Königsklasse deutlich aufbessern und von bisher insgesamt 27 auf deutlich mehr steigern. Ähnlich angriffslustig gibt sich Teamchef Tadashi Yamashina: “Unser Ziel ist es, den ersten Sieg für Toyota einzufahren”.
Unterdes haben die Japanern einer neuen Kontrakt mit Titelsponsor Panasonic unterschrieben, der bis zum Jahr 2012 datiert ist. Somit scheint ein weiteres Team sein Dasein in der Formel 1 gesichert zu haben.
Ferrari präsentierte als erstes Team seinen neuen Boliden wegen des Winters nicht auf der Scuderia-Hausstrecke in Fiorano. Kurzfristig wurde der neue F60 für die neue Saison im weiter südlich gelegenen Mugello vorgestellt. Währenddessen unterstrichen die Rennställe ihren angekündigten Sparkurs.
Der neue McLaren-Mercedes soll vier Tage später am 16. Januar im McLaren-Hauptquartier im englischen Woking vorgestellt werden.
Wegen der weltweiten Wirtschaftskrise kündigten die Rennställe weitere Einschränkungen an, wobei Kosten von insgesamt einer Milliarde Euro eingespart werden sollen. Ein Beispiel ist die künftige längere Lebensdauer der Motoren oder das während der Saison Testfahrten verboten werden sollen. Zudem. Aber der Saison 2010 sind weitere Sparmaßnahmen vorgesehen.
Weiter unklar ist, ob in der kommenden Saison neun oder zehn Teams antreten werden. Für den ehemaligen Honda-Rennstall, der Ende des vergangenen Jahres den Verzicht auf die “Königsklasse” verkündet hatte, ist noch kein Käufer aufgetaucht
Toyota wird am Donnerstag mit einer virtuellen Präsentation im Internet seinen neuen Boliden vorstellen. Am 19. Januar präsentieren Renault und Williams ihre Autos für 2009. Einen Tag darauf wird der neue BMW Sauber in Valencia gezeigt und erst am 9. Februar wird das neue Red-Bull-Modell der Weltöffentlichkeit vorgestellt.
Der Vize-Weltmeister zeigt sich ganz weltmeisterlich. Die Scuderia aus Maranello enthüllte als erstes aller Formel-1-Teams ihren neuen Boliden. Zumindest die Optik ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber es gilt das schnellste und nicht das schönste Auto zu bauen.
Wie auch im letzten Jahr, hat Ferrari als erstes Team seinen Boliden für die neue Saison präsentiert. Der Wagen mit der internen Bezeichnung F60 wurde heute von den beiden Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen gemeinsam mit dem Teamchef Stefano Domenicali in Mugello präsentiert.
Wegen des Wintereinbruchs auf ihrer Hausstrecke in Fiorano hatte die Scuderia die Premienfahrt kurzfristig nach Mugello verlegt. Der frisch gebackene Vize-Weltmeister Massa drehte gleich die ersten Testrunden mit der “Roten Göttin”. Der Teamkollege des Brasilianers Kimi Räikkönen ist unterdes überzeugt mit Ferrari Mercedes die Stirn bieten zu können: “Wir sind sehr zuversichtlich, dass unser Auto sehr gut sein wird”, sagte der Finne während der Präsentation.
Massa zeigte sich kurz nach der ersten Testfahrt begeistert vom F60: “Wenn man das Auto das erste Mal auf die Strecke bringt, ist das ein ganz besonderes Gefühl”. Letztes Jahr gebürte die Ehre der Jungfernfahrt noch dem damaligen Weltmeister Kimi Räikkönen.
Aufgrund der Regeländerungen, sehen die Boliden für die nächste Saison sehr gewöhnungsbedürftig aus. Die Heckschürze sieht sehr schmal und hoch aus, somit geht ein großer Teil der sportlichen Optik der Boliden verloren. Der ganze Wagen ähnelt eher einem Miniatur-Formel-1-Wagen.
Renault-Pilot Fernando Alonso hat einen Flugzeugunfall überlebt. Der 27-Jährige Spanier befand sich mit seiner Frau Raquel an Bord eines Privat-Jets als das Unglück geschah.
Fernando Alonso gilt als Typ, der gerne Mal seine Schlagzeilen außerhalb der Rennstrecke macht. Solche Zeilen möchte allerdings wohl niemand über sich und seine Familie lesen. Der zweifache Formel-1-Weltmeister Alonso stieg nach einem kurzen Urlaub auf dem Privatgrundstück von Renault-Manager Flavio Briatore in Kenia in einen Privatjet und wollte am gestrigen Sonntag mit seiner Frau zurück in die Heimat fliegen.
Michael Schumacher begann seine Formel-1-Karriere mit einem Taschengeld in Höhe von 1.000 D-Mark, dass er von Manager Willi Weber bezog. Heute wird sein Vermögen auf eine halbe Milliarde geschätzt, doch das ist noch lange keine Grund für den Renn-Rentner, es ruhig angehen zu lassen.
Jubilar Michael Schumacher feiert heute im französischen Courchevel seinen 40. Geburtstag. Der siebenmalige Formel-1-Champ verriet der Bild, dass er zwei, drei Mal an die Rückkehr ins Ferrari-Cockpit dachte, aber diesen Gedanken auch schnell wieder verwarf. Das Benzin im Blut treibt den Kerpener allerdings heute, wie gestern, dauernd auf die Rennstrecke. Egal, ob auf dem Motorrad oder für Ferrari-Tests im Formel-1-Cockpit - Schumi braucht auch mit 40 Jahren den Adrenalinstoß, die ihm nur die Rennstrecke geben kann.
Am 25. August 1991 gab Schumi im belgischen Spa sein Debüt in der Königsklasse. Damals ahnte wohl niemand, dass hier ein Pilot ins Cockpit stieg, der alle vorherigen Legenden in den Schatten stellte. Kein Niki Lauda, Alain Prost oder Ayrton Senna haben die Formel 1 so geprägt, wie der 40. Jährige Schumacher. Zwei Jahre nach seinem Rücktritt denkt Schumacher nicht mehr über ein Comeback nach - wieso auch? Schumi gewann neben seinen sieben WM-Titeln 90 Rennen, stand am häufigsten aller Formel-1-Piloten auf dem Siegerpodest und fuhr in 70 Rennen die schnellste Runde.
Unterdessen ist Michael Schumachers Bruder Ralf seinen Job in bei Mercedes los. Bei seinem einjährigen Intermezzo in der DTM konnte Ralf Schumacher nicht überzeugen und steht nun vor dem Aus. Sein Kontrakt mit den Schwaben wurde bis heute trotz Auslaufdatum zum 31. Dezember 2008 nicht verlängert.
Das Jahr 2008 geht nicht nur im Vereinigten Königreich in die Analen ein. Lewis Hamilton wird als jüngster Formel-1-Weltmeister vor Legenden, wie Ayrton Senna, Alain Prost oder Michael Schumacher genannt und hat durch seinen Titel weit außerhalb der britischen Insel an Ruhm gewonnen. Zur Krönung, im wahrsten Sinne des Wortes, dieser Saison hat ihn nun die Queen zum Ritter geschlagen.
Nach Zahlreichen Awards, die sich der 23-Jährige Brite Lewis Hamilton in sein Wohnzimmer-Regal stellen darf, erhielt Hamilton nun auch eine Auszeichnung, die er überall hin mitnehmen kann. Lewis Carl Davidson Hamilton wurde von Queen Elizabeth II. zum Member of the Order of the British Empire ernannt. Dieser Ritterorden erlaubt es dem frisch gebackenen Weltmeister das kleine Wörtchen “Sir” vor seinen Vornamen zu packen. In Großbritannien ist dieser Ritterschlag eine sehr große Ehre, die nur die Wenigsten verliehen bekommen.
Stolz äußerte sich Sir Lewis, wie folgt: “Es ist eine große Ehre für mich, von der Queen als Member of the Order of the Britsh Empire berufen zu werden. Es ist der Höhepunkt eines für mich ganz erstaunlichen Jahres. Die Unterstützung, die ich durch das Vereinte Königreich erhalten habe, war fantastisch und sehr motivierend. Ich schätze das sehr hoch ein”.
Hoffentlich steigen die ganzen Auszeichnungen dem Jungspund nicht zu Kopfe und er bleibt so bodenständig wie bisher. Das ist immerhin die Eigenschaft, die ihn so weit gebracht hat. Freundin Nicole Scherzinger, die sich erst kürzlich Kinder mit Hamilton gewünscht hat, darf sich nicht über Nachkommen mit Rittertitel freuen - der Ritterstand ist nicht erblich.
Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso soll italienischen Medienberichten zufolge bereits einen Vorvertrag mit der Scuderia Ferrari geschlossen haben. Dieser Kontrakt soll den Spanier vielleicht schon im Jahr 2010 an Ferrari binden - falls Kimi Räikkönen nächste Saison erneut so desaströs fahren sollte.
Dass Fernando Alonso von einem Engagement bei Ferrari träumt, wissen bis dato wohl auch die hartnäckigsten Formel-1-Hasser. Der Spanier hat seine Ambitionen, irgendwann für Ferrari fahren zu wollen, schon des Öfteren lauthals verkündet. Bis zur abgelaufenen Saison bestand allerdings keinerlei Grund für die Ferraristi sich nach einer neuen Nummer eins umzuschauen. Der Finne, Kimi Räikkönen, wurde vor zwei Jahren verpflichtet und holte auch prompt in seinem ersten Jahr in Ferrari den Titel. In Jahr zwei sah die Sache allerdings ganz anders aus. Unmotiviert und gelangweilt schien sich der 29-Jährige Finne gerade im Schlussspurt der Saison 2008 durch die Schikanen zu quälen. Als Krönung lief ihm der nie als Nummer eins gehandelte Fahrer, Felipe Massa, den Rang ab.
Gute Nachrichten für alle Formel-1-Fans: Italienischen Medienberichten zufolge hat der zweitreichste Mann der Welt, Carlos Slim, das Formel-1-Team Honda Racing übernommen. Als Kaufpreis geben die Südländer einen US-Dollar an. Das Fharerduo Bruno Senna und Jenson Button soll nun doch an den Start gehen.
Seit der Bekanntgabe der Japaner, sich aus der Königsklasse des Motorsports zurückziehen zu wollen, kursierten diverse Gerüchte um eine etwaige Übernahme Hondas in den Medien. So sollte Force-India-Besitzer, Vijay Mallya, an einer Übernahme interessiert gewesen sein, um sein Mutter-Team mit der japanischen Technologie des Honda-Racing-Teams auszustatten, um anschließend Honda wieder zu verkaufen. Heißeste Anwärter waren bis heute, Pro-Drive-Boss David Richards und die Franzosen von PSA. Richards scheint mit seinem Engagement bei Aston Martin zu viele Probleme zu haben, als das er sich um die Übernahme eines Formel-1-Teams kümmern konnte. Der Einstieg der Citroen- und Renault-Dachfirma PSA scheint damit ebenfalls vom Tisch zu sein. Die Franzosen liebäugeln nun ihre Vormachtstellung in der Rallye auszubauen und mit einem zweiten Team an den Start zu gehen.
Wenn man den italienischen Medienberichten Glauben schenken mag, hat der Mexikaner Carlos Slim heute bereits einen Kaufvertrag über die Übernahme des Honda-Teams unterschrieben. Der Kaufpreis soll, aufgrund der Verschuldung des Teams, bei einemobligatorischen US-Dollar gelegen haben. Slim nennt mehrere Telekommunikationsfirmen in Südamerika sein eigen, mit denen er fast 2/3 des Marktes abdeckt. Der zweitreichste Mann der Welt soll Jährlich zirka 300 Millionen Euro in sein Team pumpen. Als Fahrer werden Jenson Button und Bruno Senna für ihn tätig werden. Senna, der seit Wochen um einen Einstieg in die Formel 1 kämpft, wird von einer der Firmen Slims gesponsert.
Konstrukteurs-Weltmeister Ferrari wird im Wege der Sparmaßnahmen die Zusammenarbeit mit Rekord-Champion Michael Schumacher überdenken. 2009 könnte schon das letzte Jahr des Kerpeners in der Funktion als Berater sein.
Die Formel-1-Teams sparen aufgrund der weltweiten Finanzkrise, wo sie nur können. Der Rotstift macht auch vor einer Legende, wie der Scuderia Ferrari nicht halt. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicani äußerte sich kürzlich in einem Interview sehr skeptisch über das Engagement Schumachers: “Man muss alles auf seinen Nutzen hin überprüfen”. Was der siebenmalige Formel-1-Weltmeister konkret macht, weiß außerhalb des Ferrari-Kommandostands niemand. Vielleicht wissen es die Ferraristi selbst nicht und kommen deshalb ins grübeln. Ich denke, dass Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Schumacher an die Ferraisti binden wollte, um Schumi so ein eventuelles Comeback schmackhafter zu machen. Schließlich ist Schumacher so nah an der Rennstrecke, wie sonst kein Fan und testen tut er die Boliden auch oft genug.
Nach zwei Jahren scheint nun allerdings allen Beteiligten klar geworden zu sein, das Schumacher wirklich nicht mehr in die Formel 1 zurückkehren wird und nun gibt es für die Scuderia aus Maranello keinen Grund mehr Schumacher für eine Tätigkeit zu bezahlen, die man einfach nicht benötigt. Die Ferrari-Boliden waren bis dato, dank der ausgezeichneten Entwicklungsarbeit der Technik-Abteilung, immer unter den besten Automobilen. Das Fahren kann Schumacher gestandenen Profis, wie Kimi Räikkönen oder Felipe Massa eh nicht beibringen - schließlich hat er dies über Jahre schon bei Massa versucht.
Wir müssen uns wohl alle damit abfinden, dass Michael Schumacher trotz seiner Nähe zur Rennstrecke und den Ferraristi nie wieder an einem Formel-1-Grand-Prix teilnehmen wird.