Geht Ferrari-Mann Michael Schumacher für die Formel 1-Saison 2010 ins Cockpit bei Mercedes Grand Prix? Der Aspirant Nick Heidfeld bangt jedenfalls schon.

Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali hat wie Konzernchef Luca di Montezemolo nichts gegen einen Wechsel nach Stuttgart. Auch Bernie Ecclestone befürwortete den Wechsel entschlossen. Viele Fans sehen das ähnlich, bringen den genialen Teamchef Ross Brawn als weiteres Argument. Zudem werden die italienschen Medien in ihrer Wankelmütigkeit kritisert: Kaum siegte Schumi nicht, wurden schwere Geschütze aufgefahren. Dass Michael Schumacher die Formel 1 live bereichert, ist für Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug zudem eine finanzielle Sache: Der Werbeeffekt in Milliardenhöhe kostet den Stern lediglich sieben Millionen Euro im Jahr. weiterlesen »
Nachdem sein Vertrag bei Ferrari nicht verlängert wurde, muss sich Kimi Räikkönen in der Formel 1 nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Gelingt ihm dies nicht, will der Finne die WRC gehörig aufmischen.

Bei Mercedes Grand Prix, dem ehemaligen Brawn GP ex Honda F1, ist noch weiterlesen »
Nachdem Mercedes sich von seinem langjährigen Partner Mclaren getrennt hat und seinerseits das bereits mit Mercedes-Motoren fahrende Brawn GP-Team übernommen hat, will Weltmeister Jenson Button zu McLaren wechseln.

Jenson Button klagt primär über das seiner Ansicht nach zu geringe weiterlesen »
Der brasilianische Formel 1 Pilot machte zuletzt durch sein Geständnis zum absichtlich herbeigeführten Unfall vom GP in Singapur 2008 Schlagzeilen.
Nelson Piquet Junior wurde 1985 in Heidelberg geboren als Sohn des dreifachen F1-Weltmeisters Nelson Piquet. Zur besseren Unterscheidung wird er auch „Nelsinho Piquet“, also kleiner Nelson genannt. Da auch hier der Apfel nicht weit vom Stamm fiel, begann Nelsinho seine Motorsport-Karriere im Kart und wechselte 2001 in verschiedene Formel 3 Teams. In der Formel 1-Nachwuchsserie GP2 schloss er die Saison 2006 hinter Lewis Hamilton auf dem zweiten Gesamtrang ab.
Mit diesem Erfolg und der guten Beziehungen seines Vaters verpflichtete sich Nelson Piquet jr zu Beginn der Saison 2007 als Testfahrer für das Renault F1 Team mit der Option auf einen Stammvertrag. Am 10. Dezember 2007 erklärte weiterlesen »
Ein Messfehler bei Vettel soll schuld daran sein, dass dem Red Bull Piloten beim Formel 1 Grand Prix von Singapur am 27. September drei Punkte aberkannt worden.

Der Messfehler bei Vettel ereignete sich in Runde 39 in der Boxengasse von Singapur. Sebastian Vettel soll seinen Rennwagen um 1,4 km/h zu schnell für seinen zweiten Stopp in die Boxeneinfahrt gefahren haben. Die weiterlesen »
Lotus und Formel 1? Die Älteren erinnern sich an Erfolglosigkeit und die noch Älteren wissen, dass Lotus vor einigen Dekaden eine echte Macht im F1 Motorsport darstellte. Nun soll ein neues Lotus F1 Team 2010 das Newcomerfeld aufmischen.
Formel 1, die 80er Jahre: Grausame Mode dominiert, grausame Leistungen im Lotus Team sorgen nach dem Tod von Lotus-Gründer Colin Chapman 1982 für einen beginnenden Abstieg. Auch Spitzenfahrer wie Ayrton Senna, Nigel Mansell und Nelson Piquet – der Vater von Renault Crash Kid Nelson Piquet Junior - konnten die Strähne Misserfolge nicht abwenden. Die 90er Jahre beschleunigten den Niedergang des Traditionsrennstalls mit sechs Fahrer- und sieben Konstrukteursmeisterschaften dann der rasante Abstieg des berühmten Rennstalls. Geld- und Erfolgsflaute bedingten das Ausscheiden des Lotus Formel 1-Team nach der Saison 1994.
Lotus F1 steht drauf, Proton ist drin, Cosworth ist drunter
Nach diesem Debakel übernahm David Hunt, Bruder des früheren F1-Champions James Hunt, die Namensrechte und gab trat sie zwei Jahre später an den malaysischen Automobilhersteller Proton ab. In der Saison 2010 soll das neue Lotus F1 Team in der Formel 1 das Feld von hinten aufrollen. Das Team verfolgt das Ziel, im ersten Wettbewerbsjahr zur Nummer eins der Neueinsteiger zu avancieren. Die Grand Prix Rennwagen befeuert ein Cosworth V8 Motor, was dem asiatischen Team zumindest etwas britisches Flair verleiht, der seine Kraft an ein Getriebe von Xtrac weiterleitet.
Lotus F1 Team mit Ex-Force India und -Ferrari Persona
Chef des neuen Lotus F1 Teams ist der Air Asia-Boss Tony Fernandes. Weitere Mitsprache haben der ehemalige Marketingchef von Red Bull und Ferrari und jetzige Lotus-Boss Dany Bahar sowie die Investmentfirma Mangrove Capital Partners aus Luxemburg. Der techniche Bereich untersteht dem Ex-Force India-Technikchef Mike Gascoyne. Das Sponsoring besorgen Proton und die Fluglinie Air Asia mit Hilfe der malaysischen Regierung. Noch vor dem Saisonende 2009 will Lotus F1 der Öffentlichkeit die Fahrer vorstellen.
Manager Willi Weber sieht seinen Protegee Nico Hülkenberg als geeigneten Einsatz für Ferrari-Pilot. Der 22-Jährige könnte nach Webers Ansicht den bislang erfolglosen Luca Badoer ablösen.
Nach der gescheiterten Rückkehr von Michael Schumacher in die Formel 1 könnte doch noch ein Schützling von Willi Weber die anhaltende Schlappe bei Ferrari beenden.
Falls der Italiener Luca Badoer wie bei seinem glücklosen Einsatz in Valencia beim Großen Preis von Belgien in Spa (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei RTL und Sky) abermals am Ende des Feldes fährt, wäre der Tabellenführer der GP2, Nico Hülkenberg, nach Angabe von Willi Weber bereit. “Wenn Ferrari uns fragt, würden wir nicht nein sagen. Dann würden wir bei Williams um die Freigabe bitten”, teilte Weber der Zeitschrift „Sport Bild“ mit.

Der 22 Jahre alte Rheinländer aus Emmerich stellt in dieser Saison seine Dienste als Test- und Ersatzfahrer bei Williams zur Verfügung. Weber ist weiterlesen »
Jetzt steht es fest: Der siebenfache Ex-Weltmeister Michael Schumacher wird am 23. August beim Großen Preis von Europa für seinen verletzten Kollegen Felipe Massa in den Ferrari steigen.
Schumacher-Manager Willi Weber stand den Plänen bis vor kurzem äußerst ablehnend gegenüber, wie er dem Magazin „Auto Bild Motorsport“ mitteilte. “Ich dachte, es sei ein Fehler”, erklärte Weber, “Die Vorbereitung im Auto fehlt, außerdem kennt Michael die Strecke nicht.” Allerdings gelang es, Weber Schumis Comeback-Gedanken von einer anderen Warte aus zu sehen: “Michael ist topfit, hat immer noch diesen riesigen Kampfgeist und begreift sehr schnell. Das unbekannte Auto und die neue Strecke sollten also kein Problem sein, wenn er am Freitag genug zum Fahren kommt.” Bis zuletzt hatte Weber verlauten lassen, dass ein Comeback in Valencia ausgeschlossen sei.

Michael Schumacher erwarten einige massive Veränderungen. Das Auto mit nur noch acht statt zehn Zylindern, dem Energierückgewinnungssystem KERS und profillosen Reifen. Vollkommen andere Aerodynamikverhältnisse. Seine alte Mannschaft existiert nicht mehr: Sein ehemaliger Renningenieur Chris Dyer ist inzwischen zum Cheforganisator der Scuderia Ferrari befördert worden. Die Abstimmung am Wagen werden daher unter der Aufsicht von Massas Renningenieur Rob Smedley vorgenommen. Der damalige Strategiechef Luca Baldisseri verdient seine Brötchen nicht mehr in der Box, sondern in der Fabrik. Zusätzlich wird es für Schumi das erste Rennen bei Ferrari ohne den alten Teamchef Jean Todt. In der Boxengasse heißt es für den Kerpener besonders darauf zu achten, nicht in den Machtbereich seines alten technischen Direktors einzufahren. Dieser heißt Ross Brawn und leitet mittlerweile seinen eigenen Rennstall.
Da das Formel 1-Reglement keine Testfahrten in den eingeschriebenen Rennfahrzeugen vorsieht, musste sich Schumacher mit einem Kniff einige schnelle Runden ermöglichen. Neben der grundlegenden Gewöhnung an Hochgeschwindigkeitsrennen soll Schumi seine bei einem Motorradunfall in Mitleidenschaft gezogene Genickmuskulatur den Anforderungen gemäß trainieren. Hierzu ist der Rennfahrer mit einem Ferrari F2007 und den F1 Clienti auf der Hausstrecke im norditalienischen Mugello zugegen. Die F1 Clienti ist die Abteilung des Sportwagenherstellers, die mit ausrangierten Formel-1-Ferraris auf der weltweit unterwegs ist. Das eigentliche Rennteam darf diese Versuchsfahrten nicht begleiten, damit würde ein klarer Verstoß gegen das aktuelle Testreglement vorliegen.
Am 26. Juli ist es soweit: Die Formel 1 Piloten tragen den Kampf um den Grand Prix von Budapest aus. Um 14:00 Uhr fällt der Startschuss zu 70 Runden donnernder Höchstgeschwindigkeit auf dem Hungaroring.
Die 1986 eingeweihte Strecke mit vielen Wellen und wenig Überholmöglichkeiten ist 4381m lang. Aufgrund Ungarns trockenem Sommerklima ist die Fahrbahnoberfläche bereits während des Trainings oft stark mit Staub verschmutzt und damit unberechenbar rutschig. Zudem macht die Hitze den Teams und Fahrern zu schaffen, so werden für den Rennsonntag Temperaturen von 28°C erwartet.
Ferner wird sich zeigen, ob das Bremsenergierückführungssystem KERS hilft, den bestehenden Rundenrekord in Ungarn zu knacken. Diesen brannte Michael Schuhmacher auf Ferrari mit 1:19,071 im Jahr 2004 auf den Asphalt. Die enge Strecke mit 14 Kurven nötigt den Piloten in jedem Fall optimale körperliche Vorbereitungen ab, um während des knapp zwei Stunden dauernden Grand Prix-Rennens die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit nicht zu überschreiten.
Spannend gestaltet sich weiterhin die Neubesetzung im Toro Rosso Team. Der nach anhaltender Erfolglosigkeit nun entlassene Sebastien Bourdais wird ersetzt. Von wem jedoch wollte Toro Rosso bis jetzt nicht, sondern erst kurz vor dem Grand Prix mitteilen. Ebensfalls wurde nicht darauf eingegangen, ob sein von vielen als Favorit gehandelter Ersatzmann, der Spanier Jaime Alguersuari den Platz des Franzosen einnehmen wird. Vordere Plätze soll dem Toro Rosso Team zusätzlich ein neuer Doppeldiffusor bescheren, wie ihn andere Teams schon länger benutzen.
Abermals wird den Besuchern dieses ungarischen Rennevents viel geboten: Besichtigung der Boxengasse am Donnerstag, für Mitglieder des Formel 1-Paddock-Clubs an den Folgetagen, und jede Menge reinrassige Rennaction. Neben dem obligatorischen Formel 1-Programm mit freiem Training, Qualifying und Grand Prix finden Rennen des Porsche Supercups, der Formula Master und der Formula BMW statt. Gekrönt wird das Rahmenprogramm des Großen Preis von Budapest vom GP2 Rennen, der früheren Formel 3000. Tickets für das Spektakel sind noch erhältlich.
Asphalt statt Schotter, Windschattenfahrten statt Kurvendrifts, Heckantrieb statt Allrad: Der amtierende WRC-Titelinhaber Sebastien Loeb erwägt, ein Rennen in der Formel 1 zu bestreiten. Das Rallyeteam des Citroenfahrers steht diesem Plan offen gegenüber, stellt aber fest, dass der Ausflug in die Königsklasse des Motorsports erst nach Ende der WRC-Meisterschaft möglich sei.
Citroenteamchef Olivier Quesnel bestätigte das Vorhaben seines Topfahrers: ‘Sollte Sebastien die Möglichkeit erhalten, ein Rennen zu bestreiten, dann werden wir uns nicht entgegenstellen - zumindest, wenn die letzte Runde der WRC gefahren ist.’ Dies gehöre zur Tradition der PSA-Konzernmarke: ‘Citroen hat seine Fahrer noch nie davon abgehalten, ihre Leidenschaft für Motorsport auszudrücken. Wie wir bereits erklärt haben, wird Sebastien Loeb den Peugeot 908 HDi FAP testen.’ Damit steht für Loeb der Weg in höhere Sphären der Geschwindigkeit offen, handelt es sich beim 908 doch um Citroens LeMansrenner mit Diesel-V12 und 700 PS.

Dem Franzose sind die Erwartungen seines Arbeitgebers vertraut: ‘Ich weiß, was meine Priorität ist. Es ist die Rallye-Weltmeisterschaft.’ Die möchte er auf Citroen er in diesem Jahr zum sechsten Mal erringen. Sein diesmaliger Hauptkonkurrent um den Titel ist Mikko Hirvonen auf Ford. Quesnel konstatiert Loeb: ‘Wir wissen, wie wichtig es für ihn ist, auch andere Autos zu fahren.’ Konkret könnte der Franzose laut Autosport seinen Landsmann Sebastien Bourdais vom Rennstall Toro Rosso ersetzen. Loeb legt jedoch Wert auf die Feststellung, dass er nie beabsichtigt habe, den glücklosen Formel 1-Piloten Bourdais, dem der Rauswurf droht, in irgend einer Weise unter Druck zu setzen. Loebs Argument ist entwaffnend: ‘Aber was soll man von einem Piloten als Antwort erwarten, wenn er gefragt wird, ein Formel 1-Auto zu fahren?’