BMW setzt in DTM auf Konstanz

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München (dpa) – Titelverteidiger Marco Wittmann führt auch 2017 die von acht auf sechs Piloten reduzierte BMW-Flotte im Deutschen Tourenwagen Masters an.

Neben dem zweifachen DTM-Champion aus Fürth werden erneut der Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock (Thurgau/Schweiz), der kanadische DTM-Champion von 2012, Bruno Spengler, sowie Tom Blomqvist (Großbritannien), Augusto Farfus (Brasilien) und Maxime Martin (Belgien) den Kampf um die Meisterschaft aufnehmen. Das gab BMW bei seiner Saisonabschlussfeier in München bekannt.

Alle sechs Piloten saßen auch in der abgelaufenen DTM-Saison in einem BMW M4. Die neue Saison beginnt am 6./7. Mai auf dem Hockenheimring. «Unser Fahreraufgebot gehört auch 2017 zum Allerfeinsten», sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. Die Konstanz bei den Piloten werde dem Team gut tun. Wittmann, Glock und Farfus werden im BMW-Team RMG eingesetzt, Blomqvist, Martin und Spengler beim Team RBM.

Wittmann erhielt in München den «Victory of the Year-Award» von BMW. Der ehemalige Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi wurde mit dem «Achievement of the Year»-Award geehrt. Der Italiener verlor bei einem schweren Rennunfall 2001 auf dem Lausitzring beide Beine. Nach seinem Paralympics-Sieg mit dem Handbike bei den Spielen in Rio de Janeiro gelang ihm in einem speziell vorbereiteten BMW M6 GT3 der Sieg beim Saisonfinale der italienischen GT-Meisterschaft.

Bezüglich möglicher weiterer Renneinsätze von Zanardi sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt: «Wir arbeiten momentan an einem Programm für ihn. Fest steht, dass Alex auch 2017 als Werksfahrer für BMW im Einsatz ist.» Auf Nachfrage sagte Zanardi der Deutschen Presse-Agentur: «Mein einziges Rennen, das ich 2016 (in Mugello, d. Red.) gefahren bin, habe ich gewonnen. Damit habe ich bewiesen, dass ich auch mit 50 noch Gas geben kann und konkurrenzfähig bin.»

Der Rosenheimer Martin Tomczyk, Sieger von 2011, verlässt die DTM und fährt für die Bayern künftig in der Sportwagen-Meisterschaft IMSA in den USA. Daneben bereitet sich BMW weiter auf den werkseitigen Einstieg 2018 in die Formel E und Langstrecken-WM vor.

Fotocredits: Ronald Wittek