Manager Willi Weber sieht seinen Protegee Nico Hülkenberg als geeigneten Einsatz für Ferrari-Pilot. Der 22-Jährige könnte nach Webers Ansicht den bislang erfolglosen Luca Badoer ablösen.
Nach der gescheiterten Rückkehr von Michael Schumacher in die Formel 1 könnte doch noch ein Schützling von Willi Weber die anhaltende Schlappe bei Ferrari beenden.
Falls der Italiener Luca Badoer wie bei seinem glücklosen Einsatz in Valencia beim Großen Preis von Belgien in Spa (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei RTL und Sky) abermals am Ende des Feldes fährt, wäre der Tabellenführer der GP2, Nico Hülkenberg, nach Angabe von Willi Weber bereit. “Wenn Ferrari uns fragt, würden wir nicht nein sagen. Dann würden wir bei Williams um die Freigabe bitten”, teilte Weber der Zeitschrift „Sport Bild“ mit.

Der 22 Jahre alte Rheinländer aus Emmerich stellt in dieser Saison seine Dienste als Test- und Ersatzfahrer bei Williams zur Verfügung. Weber ist weiterlesen »
Der in Ochsenhausen geborene Sandro Cortese sammelte bereits im jungen Alter von vier Jahren Motocross-Erfahrungen.
In den Saisons 2003 und 2004 fuhr der 165 cm große Cortese in der 125-ccm-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft mit. Im Endergebnis der Meisterschaft konnte er die 2003 Platz Vier und 2004 Platz Zehn bekleiden. Im Jahr 2004 trat er unter anderem gegen Stefan Bradl an, der den fünften Gesamtrang belegte. Für die Saison 2005 holten die Gebrüder Kiefer Cortese in das deutsche Team Kiefer-Bos-Sotin Racing, wo er auf Honda seine erste komplette Saison in der 125er-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft startete. Mit acht Punkten kam Cortese auf den 26. Rang in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft.

Die Folgesaison absolvierte Sandro Cortese im Schweizer Elit-Team von Daniel Epp. Sein dortiger Teamkollege war der Vorjahresweltmeisters Thomas Lüthi. Mit einer Werks-Honda im Vorjahres-Trimm erkämpfte Cortese 23 Punkte und konnte auf den 17. Platz in der Endabrechnung klettern. Die Saison 2007 startete Cortese erneut für sein Team aus dem Vorjahr. Hauptsponsor war nun Emmi-Caffe-Latte, und die Maschinen stammten vom italienischen Hersteller Aprilia. Im Qualifying zeigte Cortese sich oft in Bestform, die Rennen verliefen in der Regel allerdings weit weniger glücklich für ihn.
Für die Motorrad-WM-Saison 2008 stellte man Sandro Cortese eine offizielle Werks-Aprilia zur Verfügung, die gleiche Maschine wie sie Weltmeister Gábor Talmácsi benutzte. Zu Saisonbeginn hielt ihn eine Verletzung von der vollen Entfaltung seiner Fähigkeiten ab, doch Cortese konnte sich von Rennen zu Rennen verbessern. Sein bis dato bestes Ergebnis fuhr er kurz vor Saisonabschluss ein: Beim Großen Preis von Malaysia in Sepang misslang ihm als Vierten der Sprung auf das Podium um lediglich dreißig Hundertstelsekunden. Die Saison-Gesamtwertung schloss Sandro Cortese mit 141 Zählern auf dem achten Platz ab.
Zur Saison 2009 wechselte Cortese zum Team Ajo Interwetten und erhielt als Arbeitsgerät eine 125 ccm Derbi, mit der der Franzose Mike Di Meglio im Vorjahr Weltmeister geworden war. Das Auftaktrennen beim großen Preis von Katar, das nach vier Runden wegen Regens abgebrochen wurde, schloss Cortese als Dritter ab und fuhr damit seine erste Podiumsplatzierung in der Motorrad-Weltmeisterschaft ein. Auf der niederländischen Piste Assen setzte er im Juni 2009 seine erste Pole-Position ein durch, die ihm, genau wie der dritte Startplatz im tschechischen Brünn jedoch keinen Platz auf dem Treppchen bescherte. Momentan steht Cortese mit 65 Punkten auf dem siebten Gesamtrang.
Nach dem angekündigten Ausstieg aus der Formel 1 brodelt die Gerüchteküche zu BMWs weiterem Motorsportengagement. In irgendeiner Klasse plant BMW mit starken Tourenwagen oder sonstigen Produktionswagen die Konkurrenz zurückzulassen.
BMW machte jedoch keine klare Aussage, unter welchen Spezifikationen die Fahrzeuge antreten sollen. BMWs Motorsportdirektor Mario Theissen ließ hierzu verlauten, dass man mit den Entwicklungen in der WTCC “im vergangenen und in diesem Jahr nicht sonderlich zufrieden” sei. Es sei jedoch noch keine Entscheidung gefallen und die Klassenfrage weiterhin offen. “Wir werden auf jeden Fall im Tourenwagensport vertreten sein, sowohl mit werksunterstützten Engagements als auch in der freien Kundenszene, die wir ja ohnehin haben“ erklärte Theissen gegenüber „Motorsport-Total“.

Theissen erläuterte weiter, dass ein Ausstieg aus der WTCC nicht automatisch der Teilnahme an der DTM gleichkäme: weiterlesen »
Nachdem die World Rallye Championship eigentlich nach einem Jahr Pause schon 2008 wieder nach Australien zurückkehren wollte, wurde der Lauf wegen “unvorhergesehener Verzögerungen bei der Planung” vom Veranstalter abgesagt.
Jetzt findet die Rallye im Bundesstaat New South Wales statt. Auch hier gab es nicht einzuplanende Verzögerungen, weil die Region von den schwersten Regenfälle seit zwei Jahrzehnten heimgesucht wurde. Somit war es den Veranstaltern zunächst nicht möglich, die vorgesehenen Prüfungen zu besichtigen. “Unsere Route erstreckt sich auf einen sehr großen Bereich, von der Küste geht es etwa 120 Kilometer weit ins Inland”, teilte Clerk of Course Michelle Gatton zu Zeiten des Unwetters mit. “Mehr als 160 Kilometer sind betroffen und es ist möglich, dass es dort Überflutungen gibt. Aber unsere Offiziellen werden dort hinaus fahren, sobald es wieder möglich ist.”

Weiteren Verzögerungen bewirkten die anzufertigenden Gutachten der Umweltverträglichkeit der Rallye Australien. So haben die Veranstalter nachzuweisen, dass durch den Motorsport keine Umweltschäden entstehen. Daher wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Analysen in Auftrag gegeben, die etwa die Bereiche Müllentsorgung, Lärmbelastung und zu erfüllende Umweltschutzmaßnahmen betreffen. Eines dieser Gutachten thematisiert die Auswirkungen der Rallye auf die in der Region lebenden Koala-Bären.
Damit die beabsichtigte Route schließlich wie gewünscht geführt werden kann, müssen die Veranstalter zusätzlich Haus-zu-Haus-Befragungen bei den Anwohnern vornehmen. Hierzu bekommen die Bewohner der Region die genaue Streckenführung vorgelegt, um die Rallye nicht mittendrin wegen Klagen abbrechen zu müssen. Finanzielle Unterstützung erhält die Rallye von der Regierung von New South Wales. Der Bundesstaat will aber nicht nur mit Geldern zum Gelingen der Rallye beitragen. Ein neues “Gesetz für Spezialveranstaltungen” soll der Durchführung des WRC-Laufs in Australien dienlich. Noch im Mai klagte Rallye-Chef Garry Connelly: “Es sind weniger als 100 Tage bis zur Veranstaltung und deshalb freuen wir uns, dass uns die Regierung dank ihrer Initiative Planungssicherheit gibt.”
Der norwegische Pilot Petter Solberg wird zur Enttäuschung seiner Fans jedoch nicht in Down Under antreten. Der Grund hierfür liegt in seinem ohnehin engen Budget, dass durch einen Grabenbesuch während des Lauf in Finnland mit Kühlerausfall und resultierendem Motorschaden schon genügend strapaziert wurde. Solberg stellte aber sicher, dass er die letzten beiden europäischen Läufe in Spanien und Wales wieder mit am Start sei. Ihm ist zu wünschen, dass er seinen Citroen Xsara dann länger in fahrtauglichem Zustand hält.