PS-Geflüster

Motorsport - von Formel 1 & DTM bis Rallye
 


Archiv: Juli, 2009

Jetzt steht es fest: Der siebenfache Ex-Weltmeister Michael Schumacher wird am 23. August beim Großen Preis von Europa für seinen verletzten Kollegen Felipe Massa in den Ferrari steigen.
Schumacher-Manager Willi Weber stand den Plänen bis vor kurzem äußerst ablehnend gegenüber, wie er dem Magazin „Auto Bild Motorsport“ mitteilte. “Ich dachte, es sei ein Fehler”, erklärte Weber,  “Die Vorbereitung im Auto fehlt, außerdem kennt Michael die Strecke nicht.” Allerdings   gelang es, Weber Schumis Comeback-Gedanken von einer anderen Warte aus zu sehen: “Michael ist topfit, hat immer noch diesen riesigen Kampfgeist und begreift sehr schnell. Das unbekannte Auto und die neue Strecke sollten also kein Problem sein, wenn er am Freitag genug zum Fahren kommt.” Bis zuletzt hatte Weber verlauten lassen, dass ein Comeback in Valencia ausgeschlossen sei.

Schumacher ist wieder im Rennen (Quelle: flickr / ph-stop)

Scuderia Ferrari mit vielen Unbekannten

Michael Schumacher erwarten einige massive Veränderungen. Das Auto mit nur noch acht statt zehn Zylindern, dem Energierückgewinnungssystem KERS und profillosen Reifen. Vollkommen andere Aerodynamikverhältnisse. Seine alte Mannschaft existiert nicht mehr: Sein ehemaliger Renningenieur Chris Dyer ist inzwischen zum Cheforganisator der Scuderia Ferrari befördert worden. Die Abstimmung am Wagen werden daher unter der Aufsicht von Massas Renningenieur Rob Smedley vorgenommen. Der damalige Strategiechef Luca Baldisseri verdient seine Brötchen nicht mehr in der Box, sondern in der Fabrik. Zusätzlich wird es für Schumi das erste Rennen bei Ferrari ohne den alten Teamchef Jean Todt. In der Boxengasse heißt es für den Kerpener besonders darauf zu achten, nicht in den Machtbereich seines alten technischen Direktors einzufahren. Dieser heißt Ross Brawn und leitet mittlerweile seinen eigenen Rennstall.

Freies Training für Schumi im Oldtimer

Da das Formel 1-Reglement keine Testfahrten in den eingeschriebenen Rennfahrzeugen vorsieht, musste sich Schumacher mit einem Kniff einige schnelle Runden ermöglichen. Neben der grundlegenden Gewöhnung an Hochgeschwindigkeitsrennen soll Schumi seine bei einem Motorradunfall in Mitleidenschaft gezogene Genickmuskulatur den Anforderungen gemäß trainieren. Hierzu ist der Rennfahrer mit einem Ferrari F2007 und den F1 Clienti auf der Hausstrecke im norditalienischen Mugello zugegen. Die F1 Clienti ist die Abteilung des Sportwagenherstellers, die mit ausrangierten Formel-1-Ferraris auf der weltweit unterwegs ist. Das eigentliche Rennteam darf diese Versuchsfahrten nicht begleiten, damit würde ein klarer Verstoß gegen das aktuelle Testreglement vorliegen.


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Der im Jahr 1969 geborene Muller kam 1987 vom Kartsport in die Formel Renault. Im Folgejahr gelang es dem Neuling, sich eine respektable dritte Gesamtplatzierung herauszufahren. Ab 1989 verbrachte er drei Saisons in der französischen Formel 3, die er mit dem dritten, fünften und sechsten Platz abschließen konnte.

Jenseits des Kanals

Im Jahr 1992 konnte Yvan Muller einen weiteren Erfolg verbuchen, in der britischen Formel 2 erkämpfte er sich den obersten Platz auf dem Siegerpodest. Die Saison 1993 beendete er unauffällig als 18. in der Formel 3000. Ab da an sollte sich jedoch sein Weg zur Elite festigen.

Tourenwagen-Koryphäe

Zurück im Heimatland Frankreich setzte Muller sich ans Steuer eines BMW in der französischen Supertourenwagenklasse und wurde Gesamtdritter, die Folgesaison schloss er zwei Plätze besser ab. Im Jahr 1996 wechselte er ins Audi-Team der italienischen Tourenwagen, welches er mit einem vierten Gesamtrang beglückte. Die Saison 1997 verbrachte er im Cockpit eines Audi in der deutschen Supertourenwagenmeisterschaft und landete auf dem siebten Platz, 1998 fuhr Muller auf Audi eine gleiche Platzierung bei den britischen Tourenwagen heraus.

Victorious Vauxhall

Ab 1999 startete Yvan Muller für das Opel-Pendant Vauxhall, was ihm große Erfolge bescherte. Im Jahr des Wechsels fuhr er einen sechsten Platz ein, im folgenden Jahr einen Vierten. Die Saisons 2001, 2002, 2004 und 2005 beendete Muller sensationell auf dem zweiten Gesamtrang, 2003 holte er für Vauxhall die Meisterschaft der Britischen Tourenwagen.

 Muller auf Seat Leon (Quelle: flickr / mustapha_ennaimi)

Fia-Weltmeister auf Seat

Für die Saison 2006 wechselte Muller ins Seat Team und belegte in seinem ersten Jahr in der WTCC einen vierten Platz. Die Folgesaison konnte er mit seinem Leon TDI als zweiter abschließen. 2008 erkämpfte sich Yvan Muller schließlich den verdienten Meistertitel in der World Touring Car Championship. Die Saison 2009 läuft für den Franzosen bisher sehr zufriedenstellend, mit unter anderem drei Siegen, drei zweiten Plätzen und einem dritten Rang führt Muller die Punkteliste mit 82 Zählern an. Das letzte Rennen vor der Sommerpause beendete er mit einem siebten Platz in Brands Hatch. Am 6. September gibt Muller wieder Gas, um in Oschersleben seinen Fünf-Punkte-Vorsprung vor Gabriele Tarquini auszubauen.

Ikone in der Trophy Andros

Von 1995 bis 2005 fuhr Yvan Muller mit Ausnahme der Saison 2002 stets die Trophy Andros mit. Bis auf sein Debütantenjahr sollte er sie jedes mal gewinnen, ganz gleich, ob er nun auf BMW, Opel oder Kia startete. Kein Konkurrent konnte das Eisrennen öfter für sich entscheiden. Zudem nahm Muller an vielen anderen Rennen teil, genannt seien hier nur die Tourenwagen-Europameisterschaft oder das Race of Champions.


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Am 26. Juli ist es soweit: Die Formel 1 Piloten tragen den Kampf um den Grand Prix von Budapest aus. Um 14:00 Uhr fällt der Startschuss zu 70 Runden donnernder Höchstgeschwindigkeit auf dem Hungaroring.

Die 1986 eingeweihte Strecke mit vielen Wellen und wenig Überholmöglichkeiten ist 4381m lang. Aufgrund Ungarns trockenem Sommerklima ist die Fahrbahnoberfläche bereits während des Trainings oft stark mit Staub verschmutzt und damit unberechenbar rutschig. Zudem macht die Hitze den Teams und Fahrern zu schaffen, so werden für den Rennsonntag Temperaturen von 28°C erwartet.

Spannung pur beim Großen Preis von Ungarn

Ferner wird sich zeigen, ob das Bremsenergierückführungssystem KERS hilft, den bestehenden Rundenrekord in Ungarn zu knacken. Diesen brannte Michael Schuhmacher auf Ferrari mit 1:19,071 im Jahr 2004 auf den Asphalt. Die enge Strecke mit 14 Kurven nötigt den Piloten in jedem Fall optimale körperliche Vorbereitungen ab, um während des knapp zwei Stunden dauernden Grand Prix-Rennens die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit nicht zu überschreiten.

Auf und davon: Bourdais wird in Budapest nicht antreten. (Quelle: flickr / jiazi)

Änderungen bei Toro Rosso

Spannend gestaltet sich weiterhin die Neubesetzung im Toro Rosso Team. Der nach anhaltender Erfolglosigkeit nun entlassene Sebastien Bourdais wird ersetzt. Von wem jedoch wollte Toro Rosso bis jetzt nicht, sondern erst kurz vor dem Grand Prix mitteilen. Ebensfalls wurde nicht darauf eingegangen, ob sein von vielen als Favorit gehandelter Ersatzmann, der Spanier Jaime Alguersuari den Platz des Franzosen einnehmen wird. Vordere Plätze soll dem Toro Rosso Team zusätzlich ein neuer Doppeldiffusor bescheren, wie ihn andere Teams schon länger benutzen.

Volles Programm in Ungarn

Abermals wird den Besuchern dieses ungarischen Rennevents viel geboten: Besichtigung der Boxengasse am Donnerstag, für Mitglieder des Formel 1-Paddock-Clubs an den Folgetagen, und jede Menge reinrassige Rennaction. Neben dem obligatorischen Formel 1-Programm mit freiem Training, Qualifying und Grand Prix finden Rennen des Porsche Supercups, der Formula Master und der Formula BMW statt. Gekrönt wird das Rahmenprogramm des Großen Preis von Budapest vom GP2 Rennen, der früheren Formel 3000. Tickets für das Spektakel sind noch erhältlich.


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Asphalt statt Schotter, Windschattenfahrten statt Kurvendrifts, Heckantrieb statt Allrad: Der amtierende WRC-Titelinhaber Sebastien Loeb erwägt, ein Rennen in der Formel 1 zu bestreiten. Das Rallyeteam des Citroenfahrers steht diesem Plan offen gegenüber, stellt aber fest, dass der Ausflug in die Königsklasse des Motorsports erst nach Ende der WRC-Meisterschaft möglich sei.

 

Citroenteamchef unterstützt Loeb

Citroenteamchef Olivier Quesnel bestätigte das Vorhaben seines Topfahrers: ‘Sollte Sebastien die Möglichkeit erhalten, ein Rennen zu bestreiten, dann werden wir uns nicht entgegenstellen - zumindest, wenn die letzte Runde der WRC gefahren ist.’ Dies gehöre zur Tradition der PSA-Konzernmarke: ‘Citroen hat seine Fahrer noch nie davon abgehalten, ihre Leidenschaft für Motorsport auszudrücken. Wie wir bereits erklärt haben, wird Sebastien Loeb den Peugeot 908 HDi FAP testen.’ Damit steht für Loeb der Weg in höhere Sphären der Geschwindigkeit offen, handelt es sich beim 908 doch um Citroens LeMansrenner mit Diesel-V12 und 700 PS.

Sebastien Loeb & Daniel Elena beim WM-Lauf in Norwegen. (Quelle: flickr / kyn_chung)

Wechsel von Citroen zu Toro Rosso

Dem Franzose sind die Erwartungen seines Arbeitgebers vertraut: ‘Ich weiß, was meine Priorität ist. Es ist die Rallye-Weltmeisterschaft.’ Die möchte er auf Citroen er in diesem Jahr zum sechsten Mal erringen. Sein diesmaliger Hauptkonkurrent um den Titel ist Mikko Hirvonen auf Ford. Quesnel konstatiert Loeb: ‘Wir wissen, wie wichtig es für ihn ist, auch andere Autos zu fahren.’ Konkret könnte der Franzose laut Autosport seinen Landsmann Sebastien Bourdais vom Rennstall Toro Rosso ersetzen. Loeb legt jedoch Wert auf die Feststellung, dass er nie beabsichtigt habe, den glücklosen Formel 1-Piloten Bourdais, dem der Rauswurf droht, in irgend einer Weise unter Druck zu setzen. Loebs Argument ist entwaffnend: ‘Aber was soll man von einem Piloten als Antwort erwarten, wenn er gefragt wird, ein Formel 1-Auto zu fahren?’


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Stephane Peterhansel

Autor: Nico
abgelegt in: Rallye

Stephane Peterhansel, der erfolgreichste Pilot der Rallye Paris-Dakar. Schon neun Mal konnte der 43-Jährige Franzose die gefährliche Wüstenralley gewinnen.

Stephane Peterhansel holte sechs Titel auf 2 Rädern und 3 Titel auf vier Rädern. Nun wechselte der Rekordhalter zum hessischen X-Raid Team und wird künftig einen BMW X3 durch die Wüste zum Sieg jagen.

Paris Dakar Rallye © Flickr by Omer Simkha

Im X-Raid Team von Sven Quandt wird Stephane Peterhansel mit seinem langjährigen Beifahrer Jean-Paul Cottret an der Rallye in Dakar 2010 teilnehmen. Damit hat der Franzose den Platz von Nasser Al-Attiya eingenommen, welcher überraschend zu Volkswagen gewechselt ist.

Stephane Peterhansel wird für X-Raid auf Titeljagd gehen

Für den 43-Jährigen Peterhansel könnte es der zehnte Sieg der Rallye Dakar werden. BMW zeigte damit, dass mit dem X-Raid Team zu rechnen ist.

Das Handelsblatt zitierte Stephane Peterhanse wie folgt: „ Die BMW waren schon in der Vergangenheit eine starke Konkurrenz, aber jetzt hat das Team weiter an dem Fahrzeug gearbeitet, sodass es noch leistungsfähiger und effizienter wurde.

Damit könnte der vierte Titel für Stephane Peterhansel in greifbare Nähe rücken, wenn er nicht wieder wegen technischer Probleme ausgebremst wird oder die Rallye Paris-Dakar ihrem Ruf als gefährlichstes Marathon Rennen der Welt gerecht wird.

Drücken wir Stephane Peterhansel die Daumen!


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Großer Preis von Deutschland 2009

Autor: Nico
abgelegt in: Formel1

Letzten Jahr in Hockenheim ist die Formel 1 diese Jahr am Nürburgring zu Gast. Vom 10. bis 12. Juli wird der große Preis von Deutschland ausgetragen. Wobei dir großen Favoriten mit Jenson Button und Lewis Hamilton eher englische Nation sind hoffen wir alle natürlich auf einen deutschen Heimsieg. Ob es Sebastian Vettel oder Nico Rosberg gelingen kann einen guten Platz beim Grand Prix auf der heimatlichen Bahn zu fahren, werden wir in wenigen Tagen sehen.

Unterhalb der legendären Nordschleife der Grünen Hölle vom Nürburgring wird der technische Vorsprung Jenson Buttons durch seinen Doppel-Diffusor von Brawn GP hoffentlich dahin schmelzen, denn die Rennstrecke erlaubt keine hohe Endgeschwindigkeit. Gerade zahlreiche variable Kurven zeichnen die Strecke aus und ein Tempo über 300 km/h ist selten möglich. Entscheidungsfaktoren für den Sieg sind nicht zuletzt das Wetter und die richtige Strategie. Überholmanöver sind auf den 5,148 Kilometern eher schwierig und einige Schikanen gerade am Ende der Strecke ermöglichen einen raschen Ausflug ins Kiesbett.

Sebastian Vettel, ©flickr by ph-stop

Großer Preis von Deutschland – Chance für Sebastian Vettel

Die schwierige Strecke bietet Durchstarter Sebastian Vettel eine Chance sich als dritter Fahrer im Team Red Bull Kombucha zu beweisen. Das gewohnt wechselhafte Wetter in er Eifel kommt dem Heppenheimer zu gut und könnte ihm am Ende des Wochenendes zu einem Platz auf dem Treppchen verhelfen.

Sebastian-Vettel-Fan-Paket beim Großen Preis von Deutschland

Und hier noch ein Tipp für eingefleischte Fans:
Rund zweieinhalb Wochen vor dem Grand-Prix-Wochenende im Juli können Kurzentschlossene das Sebastian-Vettel-Fan-Paket buchen. Neben Tribünentickets und einer Fan-Ausstattung erwartet die Glücklichen auch ein großes Rahmenprogramm.


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